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FIFA Football 2005: Review

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Doch was zählt, ist auf dem Platz! Und deswegen müssen Siege eingefahren werden, sonst wackelt alsbald der Trainerstuhl. Dies erkennt ihr anhand eines Balkens, der in Prozent die Zufriedenheit des Präsidiums angibt. Wer durch eine lange Niederlagenserie die hohen Bosse in die Verzweiflung treibt, ist schneller arbeitslos als er "Ronaldinho" sagen kann.

Abseits dieses neuen Spielmodus gibt es auch allgemeine Aufgaben zu bewältigen, wie "Bleibe ohne Gegentor", mit denen man nach erfolgreicher Beendigung Punkte einheimsen kann. Nun besteht die Möglichkeit, diese gegen allerlei "Schnickschnack" einzulösen, wie Bälle, Trikots, Stadien oder Schiedsrichter. Für satte 20.000 Pünktchen könnt ihr sogar Pfeifen-Ass Pierluigi Collina freischalten.

Der aus dem Vorgänger bekannte Trainingsmodus liefert eine solide Möglichkeit für Einsteiger sich mit der Steuerung vertraut zu machen, dürfte aber bei fortgeschrittenen Spielern nach einmaligen Testlauf zugleich in Vergessenheit geraten. Mehr oder minder neu hinzu gekommen ist der Editor. Das vorerst separat downloadbare "Creation Center" ist jetzt passé und wurde durch einen integrierten "Spieler erstellen"-Menüpunkt ersetzt. Wer in der KI keinen Gegner mehr sieht, kann sich auch online mit anderen Fifa 2005-Spielern messen. Dabei ist das System das gleiche geblieben wie beim Vorgänger.

Neben diesen überschaubaren Verbesserungen und Erweiterungen abseits des Spielgeschehens, haben sich die Entwickler primär auf das Treiben auf dem Platz konzentriert. Dort ist jetzt ein deutlich dynamischeres und flüssigeres Agieren möglich. Und dies nicht nur aufgrund des neu eingeführten First-Touch-Systems, das insbesondere bei tödlichen Pässen Effektivität beweist. Wird ein Pass vom Mitspieler erfolgreich gespielt, kann der Empfänger den Ball elegant im Lauf mitnehmen; eine Bewegung des Steuerkreuzes reicht. Mittels dieser Neuerung kann der Gegenspieler schon mal leicht hinter sich gelassen werden. Des Weiteren wurde die Off-the-Ball-Steuerung verfeinert, was in turbulenten und hektischen Situation dennoch keine Erhöhung der Übersicht mit sich bringt.

Was schon in den Vorgängern der Fall war, ist auch im neuesten Teil der FIFA-Reihe vorhanden: Es ist immer klar zu erkennen, welches Können der Kicker besitzt, den man gerade steuert. Ronaldo und Co. wissen genau wie sie den Ball behandeln müssen und streicheln ihn förmlich, während Grobmotoriker wie Michael Tarnat auch mal den Ball verstolpern. Freitösse, die unmittelbar in der Nähe des Strafraums platziert sind, sind für mehr oder minder geübte Spieler ein gefundenes Fressen und führen sehr häufig zu Torerfolgen - zu einfach! Ganz im Gegensatz zu den Ecken. Diese stiften kaum Unruhe im Torraum und sehr selten landet ein Kopfball im Netz. Ein Kritikpunkt, der schon im Vorgänger vorhanden war und eigentlich Geschichte sein sollte. Das alte Lied "frei konfigurierbare Steuerung" muss wohl weiterhin von den Fans angestimmt werden, denn auch in der neuen Version sucht man diese Option vergeblich.

Damit ein authentisches Feeling aufkommt, wird auch dieses Jahr ein fettes Lizenzpaket mitgeliefert. Neben 350 lizenzierten Mannschaften laufen sage und schreibe 12.000 Originalspieler über den virtuellen Rasen. Das nicht genug: Viele von ihnen sehen ihrem realen Ebenbild zum Verwechseln ähnlich. Sei es Makaay, Ballack, Zidane oder Ronaldo: Sie alle haben in FIFA 2005 ihre individuellen, äusseren Eigenschaften verpasst bekommen.





Eine merkbare Verbesserung der Grafik hinsichtlich der 2004er-Variante ist nicht zu erkennen. Dennoch beeinflussen eine Hand voll neuer Animationen das Gesamtbild im positiven Sinne. Sequenzen, die Fussballer zeigen, die sich nach einer vergebenen Torszene bei ihren Mitspielern entschuldigen, oder Schiedsrichter, die sich in einer Spielertraube behaupten müssen, die aufgrund einer gelben Karte entstanden ist, tragen zu einer einwandfreien Präsentation bei. Als Ohrenschmaus kann man die akustische Untermalung bezeichnen, die die Stadionatmosphäre wunderbar und hitzig übermittelt. Der Kommentator ist grösstenteils akzeptabel, wenn auch an manchen Stellen unpassend. Negativ zu bewerten ist, dass EA Sports die eine oder andere Aussage des Kommentatoren-Duos vom Vorgänger einfach übernommen hat. Die Songauswahl abseits des Spielfeldes bietet eine breite Palette an rockiger Musik, Seeed und Oomph! vertreten die deutsche Szene.

Bonus

Weiterhin verfolgen die Entwickler die Idee der Football Fusion. Für alle Unwissenden: Es besteht die Möglichkeit, den Fussballmanager 2005 mit Fifa 2005 zu verbinden. Wem also der Manager-Part des integrierten Karrieremodus zu beschränkt ist, kann sich mittels des FM 2005 noch mehr Freiheiten einräumen. Nettes Zusatzfeature, das den Kauf beider Produkte voraussetzt und aufgrund dessen vorerst eine Überlegung wert sein müsste.


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Admin am 08 Mrz 2005 @ 07:04
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