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FIFA World Cup 2006: Review

  Personal Computer 

In weniger als einem Monat beginnt sie endlich: Die Fussball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Der grösste kulturelle Anlass dieses Jahres wird längst auf der ganzen Welt kommerziell umgesetzt. Da fehlen natürlich auch entsprechende Computerspiele nicht. EA Sports beschert uns dabei das "offizielle und exklusiv lizenzierte Videospiel" zur WM. Ob dabei die richtige Atmosphäre aufkommt und das Spiel den Erwartungen gerecht wird, erfahrt ihr in unserer Review.

Nachdem das Panini-Album voll ist, die Kader der zweiunddreissig teilnehmenden Mannschaften bekannt sind und die Fussball-Meisterschaften in fast allen Ländern mehr oder weniger geordnet zu Ende gingen, läuft der Countdown zur WM 2006 in Deutschland endgültig auf Hochtouren. In wenigen Tagen werden die Teams zusammengezogen, um sich auf das bisher grösste WM-Turnier aller Zeiten vorzubereiten. Als Fan bleibt einem in den noch übrigen vier Wochen bis zum Eröffnungsspiel nicht viel mehr als Däumchen zu drehen und abzuwarten. Zum Glück gibt es aber Computerspiele, mit denen sämtliche vierundsechzig Spiele schon jetzt im Voraus simuliert werden können. EA Sports verfügt wieder einmal über sämtliche Rechte, um (mindestens) oberflächlich grosse Authentizität zu vermitteln: Alle Spieler, Trikots und Stadien sind authentisch und versprechen einen heissen Kampf ums runde Leder.

Diese oberflächliche Ähnlichkeit reicht für ein gutes Spiel aber bei weitem nicht, auf die Inhalte kommt es schliesslich genauso an. Für alle FIFA 2006-Besitzer vorweg gleich eine ernüchternde Nachricht: Spielerisch hat sich im Vergleich zu jenem Spiel so gut wie nichts getan. Grösste Änderung ist beinahe schon, dass man sich beim Elfmeter als Torhüter nun mit zappeligen Bewegungen bemerkbar machen und den Schützen verunsichern kann. In Sachen Spiel- und Ballphysik trifft man dagegen auf Altbekanntes: Der Ball bewegt sich weiterhin in irrer Geschwindigkeit und das ganze Spiel ist eher arcademässig aufgebaut. Der Weg zum Tor ist relativ simpel und braucht keine grosse Übung wie etwa beim Konkurrenzprodukt Pro Evolution Soccer 5. Dies hat vor allem damit zu tun, dass einige ganz grosse Schwächen, die schon FIFA 2006 hatte, weiterhin nicht behoben wurden: Die Verteidigungslinien und insbesondere die Torhüter besitzen nicht einmal Drittliga-Niveau: Mit einem gut getimten Pass kann nach wie vor und auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad jede Viererkette ausgespielt werden. Alleingänge auf Kahn, Zubi und Co. sind so an der Tagesordnung. Die Torhüter ihrerseits werden ihrem Namen auch nicht gerecht. Viel zu viele Abpraller und miserable Strafraumbeherrschung werden den echten Vorbildern nicht gerecht, zumindest nicht, wenn sie Cech, Buffon oder Dida heissen.

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Peter Schneiter

FIFA-World-Cup-2006


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Peter Schneiter am 17 Mai 2006 @ 08:57
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