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Faces of War: Review

  Personal Computer 

Faces of War, dessen inoffizieller Vorgänger Soldiers: Heroes of World War 2 vom selben Hersteller stammt, spielt in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs vom Sommer 1944 bis zum Frühling 1945. Warum nicht mal der erste Weltkrieg oder modernere Kriegsschauplätze zur Abwechselung, werden sich manche fragen. Bei Faces of War ist die Wahl des Zweiten Weltkriegs absolut geeignet, denn dieser ist mit seiner Komplexität für die taktischen Highlights des Spiels ideal gewählt. Warum Faces of War insgesamt vieles besser macht als seine Vorgänger und ein sehr umfangeicher, zeitweise an eine Simulation erinnernder Echtzeit-Titel ist, erfährt man detailliert in unserem Testbericht.

Umfang und Funktionen

Das Spiel beinhaltet im Einzelspielermodus drei Kampagnen der Deutschen, Allierten und Russen, welche jeweils mit einer Grundausbildung über fünf Missionen starten und damit das absolut notwendige Tutorial darstellen. Leider sind diese Anfangsmissionen bei allen drei Kampagnen fast identisch, hier hätte der Hersteller ein bisschen mehr Kreativität zeigen können. Man hat beim Absolvieren der Grundausbildung jederzeit die Wahl, ob man sich bereits berufen fühlt, zur Front zu wechseln oder doch lieber noch das Handling seiner Truppen trainiert.

Alternativ ist auch noch eine Eliteausbildung mit Spezialmissionen wählbar. Das Intro ist ein vorgerendertes, relativ kurzes Video, ansonsten sind die Zwischensequenzen mit der Spiel-Engine stimmungsvoll durch Kamerafahrten über die Kriegsschauplätze inszeniert und informieren über die kommenden Aufträge. Die Ziele der Missionen sind leider manchmal etwas ungenau beschrieben und passen nicht immer zu den Einsatzbesprechungen. Bereits erkennbar ist eine gewollte Unterstützung der Mod-Community, für künftig erscheinende Mods gibt es bereits einen Menüpunkt im Spielmenü.

Im Spielmenü kann man vorher fast einhundert Spielfunktionen per Tastenbelegung einstellen, welche aber überwiegend auch mit den Schaltflächen der Benutzeroberfläche per Maus ausführbar sind. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert, links befindet sich die Truppenanzeige, im mittleren Menüblock sind die wichtigsten Icons für Angriff und Verteidigung, während sich im rechten Bereich das mit sechsunddreissig Schaltflächen leider etwas überladene Interface für weitere Befehle befindet.

Diese Schaltflächen beinhalten zum Beispiel wichtige Funktionen wie die Soldatenposition, der Feuermodus oder die Truppenbildung. Auch spezielle Aktionen wie die Reparatur von Fahrzeugen oder das Auslegen von Minen sind hier untergebracht. Alles ist hier auf drei Untermenüs verteilt, was in hektischen Phasen etwas unübersichtlich ist, zum Teil kann auf Dauer nur das Lernen von wichtigen Shortcuts oder der Zeitlupenmodus in schweren Passagen weiterhelfen. Viele wichtige Befehle sind sinnvollerweise kontextbezogen und werden mit dem Mauszeiger als Symbol angezeigt, sobald man mit der Maus über ein Objekt fährt.

Die Zeitlupen- oder Zeitrafferfunktion ist ein wichtiger Bestandteil von Faces of War, die Spielgeschwindigkeit lässt sich jederzeit per Tastendruck verändern, so dass langatmige Passagen oder sehr hektische Phasen damit ausgeglichen werden können. Die Minimap ist leider nicht zoombar, die Kameraansicht lässt sich leicht neigen und begrenzt rauszoomen. Der Patch soll da nachbessern und eine noch freiere Kameraführung ermöglichen. Eine Autosave-Funktion beim Erreichen von Missionszielen ist vorhanden sowie eine hohe Speicherplatzanzahl, aber leider gibt es keine Schnellspeicherfunktion.

Bevor es jetzt losgeht mit dem Schlachtgeschehen, steht noch die Auswahl des Spielmodus an, welcher dem Festlegen des Schwierigkeitsgrades entspricht und nach jeder Mission geändert werden kann. Der Arcademodus ist der leichtere von beiden und stellt bereits einen hohen Anspruch an den Spieler, im Taktikmodus heilen sich die Einheiten nicht von selbst mit vorhandenen Medikits und man kann behaupten, dass hier wirklich Profis ans Werk sollten.

Faces of War
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Michael Loss

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Michael Loss am 02 Okt 2006 @ 06:43
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