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Fast Lane Carnage: Review

  Personal Computer 

Parallax Factory macht's jetzt ganz billig: Mit dem günstigen Spiel Fast Lane Carnage will man euch das Retrofeeling von Spieleklassikern aus den 90ern vermitteln. Den Anfang macht ein Rennspiel, in dem die Musik alles andere als Retro ist. Leider.

Zu Zeiten der Amiga-Computer, als Spiele wie beispielsweise Super Cars populär waren, mussten sich die Hersteller mit pfiffigen Spielideen und makelloser Technik durchsetzen. Richtige 3D-Grafik gab's noch nicht und damit auch keine Grafikprotzerei, die jegliche spielerische Innovation gefrässig verschlungen hätte. Also mussten sich Spieler entweder mit simplen 3D-Illusionen, genauer gesagt mit 3D-Grafik, die eigentlich zweidimensional war, zufrieden geben, oder auf Spiele mit so genannter Topdown-Grafik ausweichen. Anders gesagt: Rennfahrten auf klitzekleinen Strecken, meist nur einen Bildschirm füllend, sind aus der Vogelperspektive gespielt worden. Winzige Flitzer reagierten auf einfache Befehle über Joysticks, während darüber hinaus kaufbare Aufrüstkits und sogar Waffensysteme den Amateur forderten. Anfängerfreundlich, tierisch simpel, aber ungeheuer motivierend. Schenkt man den Worten von Parallax Factory Glauben, dann gehört auch Fast Lane Carnage zu diesen Spielen. Hier ein Zitat aus dem Spielmenü: "Vor etwa 10 bis 15 Jahren konnten keine technologischen Spielereien die Spieler von dem ablenken, was damals als das Wichtigste galt und auch heute noch das Herz eines jeden Videospiels darstellt: ein gutes Gameplay", womit Julien Millet von Parallax Factory Recht hat. Aber jetzt zu Fast Lane Carnage ...

Streckenweise nicht so gut

In Fast Lane Carnage seid ihr irgendein dreckiger Banause, haust in einem heruntergekommenen Appartement und verdient euch mit futuristisch anmutenden Strassenrennen etwas Schotter. Das Szenario: völlig Endzeit. Mal geht's durch kurvige Gefängnisse, dann durch giftmüllverseuchte Wüsten oder durch Rotlichtbezirke, in denen wildgewordene Zuschauer Explosives auf die Fahrbahn werfen. Interessant ist dabei vor allem des Herstellers Weltbild von einer Autobahn. Eine Streckenvariante heisst im Spiel tatsächlich so. Die ist allerdings übel kaputt, mit Brücken und Rampen versehen, und hat mehr Kurven als das Michelin-Männchen. Seltsam.

Drei Widersacher sind stets mit im Rennen. Die könnt ihr wahlweise einfach ignorieren und überholen, oder auch mit Waffen bearbeiten. Davon gibt's gleich mehrere Alternativen in der Werkstatt zu kaufen, angefangen von einem simplen Maschinengewehr, über einen Flammenwerfer bis hin zur zerstörerischen Laserwaffe. Wer nicht nur voraus schiessen, sondern auch hinterrücks seine Gegner ausschalten will, lässt per Tastendruck Minen fallen. Übrigens habt ihr vor Spielstart die Wahl aus vier verschiedenen Fahrzeugtypen. Schnelle Buggys heizen den Kontrahenten zwar davon, absorbieren allerdings kaum Schäden am Blech. Dann ist entweder ein schnelles Aufrüsten der Verkleidung gefragt, oder gleich auf einen behäbigen Monstertruck auszuweichen. Der wird euch eh wegen fehlerhafter Programmierung manches Mal aufgedrängt: Wir wollten in der Werkstatt unseren Buggy umlackieren lassen, legten die Kohle dafür auf den Tresen und standen plötzlich im nächsten Rennen mit einem Truck auf der Strecke. Komisch, was so ein dicker Lackmantel alles ausmachen kann.

Fast Lane Carnage
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 08 Dez 2005 @ 19:26
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