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Fire: Review

  Personal Computer 

Daedalic hat einen guten Ruf bei Fans des klassischen Point-and-Click-Adventures und hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Spiele produziert, die vor allem durch knackige Rätsel und innovative Storyideen geprägt wurden. Mit Fire geht man einen etwas anderen Weg und zielt mit simpler Steuerung und einfacher Geschichte vor allem auf den Casual-Markt. Wir schauen, wie gut das Experiment gelingt.

Ungh!

Die Geschichte von Fire ist simpel und schnell erzählt: Als Urmensch Ungh bekommt ihr zu Spielbeginn die Aufgabe, das hiesige Lagerfeuer zu bewachen. Natürlich geht der Protagonist diese Aufgabe von äusserster Wichtigkeit mit dem entsprechenden Ernst an und schläft erst mal ein. Am nächsten Morgen kann der Dorfälteste lediglich das Erlöschen der Glut feststellen und schmeisst euch als Konsequenz kurzerhand aus dem schönen heimischen Dorf. Nun müsst ihr die Welt bereisen und neues Feuer besorgen, damit ihr wieder zurück in eure Heimat kommen dürft. Doch schnell bemerkt ihr, dass diese Aufgabe nicht besonders leicht ist, müsst ihr doch bereits von Anfang an bizarre Rätsel lösen, um bis zum feuerspuckenden Vulkan durchzudringen.

Wie es sich für einen echten Urzeitmenschen gehört, kommuniziert Ungh, wenn überhaupt, nur über Grunzlaute. Die Symbole, die über den Köpfen seiner Mitmenschen oder -kreaturen erscheinen, erzählen dabei den Rest. Mehr ist auch gar nicht notwendig, da Fire keine komplexe Geschichte erzählen, sondern lediglich kreative Rätsel stellen will. Und das schafft Daedalic auch ohne grosse Dialoge, was für das Design der Rätsel sowie der Szenarien spricht.

Mehr Puzzle als Adventure

Keine Dialoge, keine grosse Geschichte, und dann auch noch das: kein Inventar! Fire will gar kein echtes Adventure sein und versteht sich eher als Puzzler. Ungh kann lediglich einen Gegenstand gleichzeitig in seiner Hand halten und muss so immer wieder etwas ablegen, um etwas Neues durch die Szenerie zu tragen. Darüber hinaus reagiert eure Umwelt sofort auf Mausklick, stellenweise auch ohne dass Ungh zum entsprechenden Objekt laufen muss.

In der Urwelt begegnen euch zum grössten Teil Logikpuzzles, die von der richtigen Anwendung zum richtigen Zeitpunkt abhängen. So müsst ihr zum Beispiel eine Heugabel nutzen, um eine Schlange am Baum festzusetzen, damit sie nicht immer euren Knochen frisst, den ihr wiederum dafür nutzen müsst, einen Apfel vom Baum zu werfen. Die zu Beginn noch leichten Rätsel werden zum Ende hin immer knackiger, auch wenn ihr selten mehr als fünf Bildschirme abklappern müsst. So bleiben die Laufzeiten gering und das Spiel immer schön schnell.

Ungh selbst steuert ihr übrigens nicht direkt. Lediglich mit den Pfeiltasten, die unten rechts und unten links am Bildschirm erscheinen, könnt ihr den liebenswerten Neandertaler durch die einzelnen Lokalitäten scheuchen. Ansonsten geht Ungh lediglich zu den Objekten, die ihr anklickt. Das reduziert das Spiel auf das Wesentliche und fördert den Spielfluss. Ausserdem gibt es den Entwicklern noch die Möglichkeit, mit dem Spieler zu spielen, denn nicht immer sind die Pfeiltasten unfallfrei von der Maus aus zu erreichen. Eine weitere interessante Verwendung der Maus ist das Freirubbeln bestimmter Objekte. Dafür müsst ihr den entsprechenden Gegenstand in einer Rubbelbewegung immer wieder mit der Maus berühren, damit er vom Dreck befreit wird. Unter anderem mit solchen Spielereien durchbricht Fire gekonnt die vierte Wand, auch wenn letztere deutlich besser in der iOS-Version aufgehoben ist.

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Patrik Nordsiek

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Patrik Nordsiek am 05 Mai 2015 @ 21:56
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