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FlatOut 2: Review

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Verbogene Kotflügel? Berstende Windschutzscheiben? Hinfort rollende Reifen oder abgerissene Türen? Nein, derartige Materialschlachten gibt es im Racing-Genre immer seltener, zu gross ist die Auswahl an Tuning-Racern, in denen von der kleinsten Schraube bis zum Heckspoiler jedes Einzelteil teuer lizenziert und damit von Rechts wegen schon beinahe immun gegen jeglichen virtuellen Schaden ist. Eine wolhwollende Ausnahme stellte im Herbst 2004 das finnische Action-Rennspiel FlatOut dar. Mit montierten Überrollkäfigen ging es damals in angerosteten Muscle Cars über unwegsame Pisten durch Wälder und Winterlandschaften. Und trotz eines ausgefeilten und extrem detaillierten Schadensmodells waren die umherfliegenden verbogenen Fahrzeugteile nicht die Stars des Spiels. Die waren, neben den verrückten Minispielen, eher die mehr als dreitausend zerstörbaren Objekte auf und neben jeder einzelnen Strecke. Das hat enormen Spass bereitet und deshalb steht jetzt der längst überfällige Nachfolger in den Läden.

Auf, dass die Scherben ewig fliegen

Zweifellos, das erste Flatout brillierte durch das sensationelle Schadensmodell, die unzähligen umherfliegenden Zäune, Kisten und Bretter und die spassigen Minispiele, in denen sich die Spieler im Crashdummy-Hochsprung oder -Bowling messen durften. Weniger schön war allerdings die für einen Arcade-Racer unnötig komplexe Fahrphysik, das mässige Streckendesign, der happige Schwierigkeitsgrad und der Umfang, der etwas zu wünschen übrig liess. Dieser Tatsachen waren sich nicht nur die Fans, sondern auch die finnischen Entwickler von Bugbear bewusst und wollten für den zweiten Teil alles Gute verbessern und alles Schlechte eliminieren.

Nach der Installation erwartet euch das rasant geschnittene Intro, in dem ihr jede Menge actiongeladener Spielszenen zu Gesicht bekommt. Im Intro entdeckt ihr dann auch gleich eine der ersten grossen Neuerungen. Alle enthaltenen Rennen und Meisterschaften wurden in drei Klassen aufgesplittet, jede einzelne Klasse kann nur dann bestritten werden, wenn sich mindestens eines, der Klasse entsprechendes Fahrzeug in eurer Garage befindet. Aufgeteilt wurden die Klassen in Derby, Race und Street. In der ersten Klasse bezwingt ihr eure Gegner mit rostigen, verbeulten und aus vielen verschiedenen Teilen zusammengeflickten Crashcars, die aus dem Restbestand des letzten Destruction Derbys stammen könnten. Die Race-Klasse erinnert vom Fuhrpark her an den Vorgänger, einige der schicken Muscle-Cars wurden sogar direkt aus dem ersten Teil übernommen. In der Street-Klasse nähert sich FlatOut 2 schliesslich, zumindest rein optisch, an die diversen Tuningracer an, hier heizt ihr nämlich mit nagelneuen und optisch aufgebohrten Rennschlitten über die Strecken.

Herzstück von Flatout 2 ist der Karriere-Modus, der deutlich umfangreicher und vielschichtiger ausfällt, als die lieblos aneinandergereihten Pokalrennen im Vorgänger. Zunächst muss ein Auto erworben werden, dann kann der erste Pokal bestritten werden. Pokale, also kleine Meisterschaften, gibt es in jeder der drei Rennklassen acht bis zehn Stück. Jeder Pokal besteht wiederum aus drei bis sechs einzelnen Rennen auf den unterschiedlichsten Strecken. Im Gegensatz zum Fuhrpark ist die Streckenauswahl nicht auf einzelne Klassen beschränkt. Bereits in der Derby-Klasse wird es euch daher schon vereinzelt in die Strassenschluchten der Grossstadt verschlagen.

Erfolgreich beendet werden die Pokale nur, wenn ihr nach allen absolvierten Rennen mindestens den dritten Platz inne haltet. Dann gibt es einen formschönen Pokal und eine vergleichsweise spärliche finanzielle Belohnung. Vergleichsweise? Ja, denn das meiste Geld ist während der Rennen zu holen. Für den Pokal zählen nur gute Platzierungen, aber Finanzspritzen gibt es für besonders zerstörerisches Fahren oder harte Attacken gegen die Kontrahenten. Wer hier ganz vorne mit dabei ist, gewinnt vielleicht nicht das Rennen, aber kann ordentlich abkassieren. Und ein vergeigtes Rennen kann man nach Abschluss des Pokals auch noch einmal in Angriff nehmen.

FlatOut 2
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 01 Jul 2006 @ 09:48
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