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Football Manager 2012: Review

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Den Football Manager von Sports Interactive verfolgen wir intensiv seit den Championship Manager-Tagen. Mit dem Schritt der Spieltagsdarstellung von der zwar übersichtlichen, aber für manchen Spieler zu abstraken Plättchengrafik hin zu ansehnlichen Matches in 3D wurde der Football Manager mit der 2009er-Version auch für Managerfreunde interessant, die das Produkt vorher als dröge Tabellenansammlung negativ in eine Ecke gestellt hatten. Die 2012er-Ausgabe will nun die bereits im Vorjahr sehr gute Trainersimulation weiter verbessern.

Alte Stärken sinnvoll ausgebaut

Dabei wurde an der kalten Menüstruktur nicht viel verändert: Erneut seht ihr euch in den Menüs vielen Statistiken und Tabellen ausgesetzt, bei der eure Phantasie schon ein wenig mitspielen muss, wenn ihr euch als Coach auf dem Trainingsplatz oder in der Kabine wiederfinden wollt. Optische Highlights gibt es auch in der aktuellen Version abseits des Fussballrasens keine zu finden. Während ihr beim grossen Konkurrenten von EA als Trainer und Manager massgeblichen Einfluss auf die sportliche und wirtschaftliche Lage des Vereins habt, liegt der Fokus beim Football Manager eindeutig auf der sportlichen Verantwortlichkeit. Ihr habt einen dicken Transfer an der Angel und vermeintlich den Spieler bereits im Kader? Dann kann es sein, dass der Aufsichtsrat doch noch sein Veto einlegt, weil es ihm wirtschaftlich zu riskant erscheint, den Kicker zu euch zu holen. Man bleibt sich also weiterhin treu und geht keine Experimente ein.

Das gilt aber genauso für die wunderbare Spieltagsdarstellung, bei der ihr zwar keine optischen Wunderdinge wie filigrane Animationen, sehenswerte Spielergesichter oder superbe Fanblöcke erwarten dürft. Dafür jedoch lässt sich auf dem Rasen authentischer Fussball aus vielen verschiedenen Blickwinkeln erleben. Ihr könnt die Stärken und Schwächen eurer Kicker erkennen, bemerken, wenn ihre Form top oder am Boden ist. Und vor allem - und dies sollte eigentlich jeden Manager freuen - könnt ihr eure vorgegebene Taktik auch tatsächlich auf dem Rasen sehen. So fiebert man erheblich mehr mit, freut sich über eine sehenswerte Kombination, eine erfolgreich einstudierte Eckballvariante oder ein dominantes Gegenpressing in der gegnerischen Hälfte. Man ertappt sich schnell dabei, sich über Schiedsrichterentscheidungen zu ärgern, sie in der realen Geschwindigkeit anzuzweifeln und darüber zu schimpfen. Es ist also wie auf dem echten Fussballplatz, und das macht die Stärke des Spiels auch in diesem Jahr aus.

Gebt ihr hier euren Aussenverteidigern vor, dass sie sich bei Angriffen bis zur gegnerischen Grundlinie vorkämpfen und die Flanken eher auf den zweiten Pfosten schlagen sollen, dann bemühen sie sich auch darum. Kopfballstarke Mittelstürmer setzen sich im Luft-Zweikampf besser durch als ein leichtgewichtiger, kleiner Mittelfeldvirtuose. Dessen Dribblings allerdings lassen schwere und antrittsschwache Defensivakteure alt aussehen. Euer Torwart neigt dazu, den Ball lieber zu fausten, als zu fangen? Auch das werdet ihr in den Spielen sehen. Viel getan hat sich in optischer Hinsicht jedoch nicht. Zwar seht ihr nun, wie sich eure Kicker am Spielfeldrand locker warmmachen, und die eine oder andere weitere grafische Ergänzung wurde implementiert, doch fällt das auf den ersten Blick kaum auf. Die 2012er-Version unterscheidet sich nur geringfügig vom Vorgänger.

Football Manager 2012
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 07 Dez 2011 @ 20:31
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