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GM Rally: Review

  Personal Computer 

Ein Rallyespiel für kleines Geld? Das klingt grundsätzlich vernünftig. Dazu noch Marken aus dem General Motors-Konzern, also Fahrzeuge der Hersteller Chevrolet, Open und Saab. Beim Namen besteht allerdings schon Verbesserungsbedarf. Bei der Abkürzung GM hat unser Tester zunächst gedacht, es handele sich um eine Rallye-Management-Simulation. "General Manager" halt. Das war aber nicht der einzige Irrtum, der sich ihm im Testverlauf offenbarte.


Zum Wegsehen!

Verwundert sein kann man, wenn man bedenkt, dass der US-Autogigant sich vor geraumer Zeit vom schwedischen Hersteller Saab getrennt hat. In anderen Ländern - zum Beispiel in England - ist das Spiel übrigens teils schon seit Ende 2009 erhältlich, wenn auch unter anderer Publisher-Flagge. Direkt auffällig im Spiel: Die verwendete Grafik-Engine Chrome fand auch schon in anderen Rennspielen Verwendung, beispielsweise in Xpand Rally Extreme, welches bei uns immerhin 7.5 Punkte einsacken konnte.

Das ist aber auch schon satte fünf Jahre her. Die lange Zeit sieht man dann auch deutlich in der Spielgrafik. Zwar wirken Fernsicht, Spiegelungen und Schatteneffekte noch halbwegs akkurat, doch ansonsten staubt es gewaltig. Allerdings nicht nur auf den Strecken, sondern eben auch aufgrund der in die Jahre gekommenen Engine, was sich beispielsweise durch schwache Texturauflösungen und geringe Polygon-Anzahlen bei Objekten und Fahrzeugen bemerkbar macht. Spürbar wird das Alter des Spiels aber nicht nur durch die Optik, sondern vorrangig durch die Physik der Chrome-Engine. Und da sind wir auch beim absoluten Hauptkritikpunkt angelangt.

Was euch hier an Kollisionsabfrage und Fahrphysik geboten wird, verdient eigentlich eine ganz neue Bezeichnung und wäre mit dem Wort Mangelhaft noch äusserst milde umschrieben. So bremsen euch kleinere Objekte an der Wegstrecke oftmals extrem ab, obwohl sie eigentlich von eurem Auto eher weggekegelt werden würden - beispielsweise die kleinen Aufsteller für die Zeitmessung. Stattdessen halten sie euch auf, als ob sie aus schweren Holzbohlen bestehen würden. Sowohl zu Streckenabgrenzungen als auch zu anderen Wagen auf der Strecke stimmt das Verhältnis der Kollisionsabfrage nicht. Obwohl wir auf dem Bildschirm noch gut eine Armlänge Platz haben, bleibt der Wagen an einer Mauer oder gar an einem Bordstein (!) kleben. Gleiches gilt für Überholvorgänge, bei denen enge Strassen ein eigentlich sauberes Überholen zu einem waghalsigen Manöver werden lassen.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 23 Mai 2011 @ 14:43
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