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GSG 9 Anti-Terror Force: Review

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"Garantierter Spielspass beim hochspannenden Action-Spiel", verspricht die Rückseite der Verpackung von Davilex' Ego-Shooter GSG 9 Anti-Terror Force. Was wir jedoch hier zum Testen bekommen haben, ist so schlecht, man könnte fast drüber lachen, wenn es nicht für 20 Euro über die Ladentheke gehen würde.

Die Grenzschutzgruppe 9 - kurz GSG 9 - ist die Anti-Terror-Einheit der deutschen Bundespolizei und wurde 1972 nach dem blutigen Attentat bei den Olympischen Spielen in München gegründet. Nur wenige auserwählte Polizisten dürfen nach ausgiebigen Trainingsmassnahmen der GSG 9 beitreten. Grund genug für Autobahn Raser-Macher Davilex, der deutschen Spezialeinheit ein eigenes Spiel zu widmen.

Schon das in einem bläulichen Farbton unterlegte und sehr spartanische Hauptmenü mit seiner nervigen Dudelmusik macht nicht gerade Lust auf mehr. Aber was soll's, Steuerung einstellen und ab geht die Post. Bevor allerdings der Ernst des Lebens beginnt, ist natürlich erstmal ein Trainingsparcours angesagt. Kaum im Level angelangt, schon der erste Schock. Damit ist jetzt gar nicht mal die triste und texturarme Grafik gemeint, die selbst vor acht Jahren keinen Blumentopf mehr gewonnen hätte. Nein, die Mausgeschwindigkeit ist unglaublich niedrig. Fast entsteht der Eindruck, als wäre die Unterseite des Nagers mit Dreck verklebt. Für eine 360 Grad-Umdrehung braucht es einige Mausbewegungen, hinzu kommen regelmässige Aussetzer.

Also kurz in die Optionen rein und die Mausgeschwindigkeit auf Maximum gesetzt. Bringt aber auch nichts. Die Bedienung fühlt sich an, als würde man an einem Paddelwettbewerb teilnehmen, anstatt ein Training für eine Spezialeinheit zu absolvieren. Das erschwert natürlich das eigentliche Bestehen der Ausbildung unheimlich, was aber nicht nur an der Steuerung liegt, sondern auch am Leveldesign. Es gilt nämlich unter anderem, verschachtelte und mehrstöckige Gebäude nach Pappkameraden abzusuchen. Eine Übersichtskarte steht nicht zur Verfügung, zudem ist die Gefahr gross, in den hässlichen grauen Räumlichkeiten Pappgegner zu übersehen. Toll, dass die Entwickler an ein Zeitlimit gedacht haben. Prima auch, dass beim kleinsten Fehler der ganze verdammte Parcours noch mal von vorne begonnen werden muss.

Ist die Ausbildung dann nach einiger Zeit trotzdem erledigt, und das Spiel komischerweise noch nicht in der Mülltonne gelandet, stehen endlich die richtigen Missionen auf dem Programm. Eine deutsche Stimme führt ganz ordentlich durch das Missionsbriefing. Doch was einem schon in der ersten Mission geboten wird, spottet jeder Beschreibung. Beim Levelstart stehen Teamkameraden, die aber mangels Befehlen weder direkt noch indirekt beeinflusst werden können. Einer von denen rennt dem Protagonisten ständig wie blöde hinterher, oder steht plötzlich wie von Geisterhand in der Mitte eines vorher noch verschlossenen Raumes. Toller Spuk.

GSG 9 Anti-Terror Force
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Daniel Boll

GSG-9-Anti-Terror-Force


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Daniel Boll am 13 Nov 2005 @ 09:27
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