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Gangland: Review

  Personal Computer 



Bei Feindkontakt mit Mitgliedern anderer Gangs oder aggressiven Polizisten geht?s richtig zur Sache, und zwar so: Wahlweise einzeln angeklickt oder als Gruppen markiert, befehligt ihr eure Untergebenen, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben, gehockt hinter Objekten in Deckung zu gehen, anzugreifen oder gleich beides zu tun. Stress also. Die einen sind vielleicht flink im Umgang mit dem Baseballschläger oder geschickte Kampfsportkünstler, andere sind zwar behäbige Schlägertypen, stecken aber eine Menge ein, und wiederum anderen nutzen wirkliche, präzise Waffengewalt auf Distanz oder aus der Nähe. Etwa mit Maschinengewehren, Pistolen, Raketenwerfern, Scharfschützengewehren, Dynamit, Tränengas-Granaten oder Bomben. Kollateralschäden inklusive. Im Explosionsradius einer Granate wird auch schon mal der eine oder andere Zivilist verletzt. Ein solcher mischt sich dann zwangsläufig in die Streitigkeiten ein oder rennt einfach panikartig fort.

Nachwuchs auf Knopfdruck

Je nach Verteilung der Fähigkeiten eurer Hauptspielfigur seid ihr ein guter oder schlechter Anführer. Sind euch beispielsweise diese Führungsqualitäten nicht mit in die Wiege gelegt worden (Auswahl der Figuren vor Spielbeginn), könnt ihr das Defizit aufholen. Indem ihr gekonnt eure Spielfiguren in den Stadtteilen platziert, die richtigen Läden, wie Restaurants, Hotels, Waffenhändler oder auch Strip-Bars, zur richtigen Zeit überfallt, wächst euer Mafia-Imperium. Die Übernahme eines Geld bringenden Geschäfts kostet im Vorfeld einiges, versorgt euch dann aber regelmässig mit der nötigen Kohle. Damit kauft ihr dann weitere Geschäfte ein, heuert neue Handlanger an oder investiert in Waffen, Munition und Arzneikoffer. Auf einer Übersichtskarte sind meistens die für das Abschliessen eines Auftrags erforderlichen Ziele markiert. Als Ziele kommen beispielsweise Bosse feindlicher Familien in Frage, Diebe oder auch Polizisten, die nicht dichthalten wollen. Soviel zum strategischen Teil, der mitunter innerhalb eines von der Spielstufe gesetzten Zeitlimits erledigt sein muss. Als Gewinner in den actionlastigen Schusswechseln kommt das der Erfahrung eurer Mafia-Trupps zugute. So steigen stetig Werte wie Führung, Zielgenauigkeit oder Ausdauer. Für die Rollenspieler unter euch ist also auch was mit drin. Trotz aller Härte bleibt sogar Zeit für die Liebe. Per Rechtsklick wählt euer Anführer die Frau seiner Wahl, sofern ein Herzsymbol über ihrem Schopf Willigkeit andeutet. Dann reicht ein simples Geschenk für ein paar Tausend Dollar aus und die Frau gehört euch. Vorm Altar einer Kirche wird dann tatsächlich geheiratet. Weitere Aktionen, wie etwa der Beischlaf und die damit einhergehende Zeugung von Kindern im Hinterzimmer eures Unterschlupfs, geschehen dann wiederum per Rechtsklick auf die Frau. Sexismus wird also mal wieder gross geschrieben.

Sex sichert den Fortbestand der Familie. Je nach gewähltem Frauentyp ergreifen gezeugte Kids, die unglaublich unrealistisch schnell heranreifen, mit gewisser Vor-Skillung bestimmte Aufgaben innerhalb des Klans. Die Kinder einer intellektuellen Frau reifen am besten zu Rechtsanwälten heran. Diese erhöhen später die Erträge von Geschäften oder werben neue Leute auf der Strasse an. Eine sportliche Frau gebärt bestenfalls Kids, die zu fähigen Vollstreckern heranreifen. Vollstrecker sind natürlich ideale Kämpfer. Um den Schwachsinn komplett zu machen, hat das Spiel noch die ?anspruchsvolle Ehefrau? (denn sportliche und intellektuelle Frauen sind bekanntermassen anspruchslos) im Programm. Als Resultat der Liebe mit ihr ist die Familie um eine Verführerin reicher. Hat diese erstmal die Pubertät überwunden, verwirrt sie mit ihren körperlichen Reizen eure Gegner. Deshalb wird sie von ihnen auch nicht automatisch angegriffen.





Abgefahren

Der Kopf wird in diesem Spiel schnell träge, aber sind die Beine mal müde, müssen motorisierte Fahrzeuge zur schnellen Fortbewegung herhalten. Gehört zu eurem Trupp eine Figur mit entsprechenden Fähigkeiten, können Autos geknackt werden. Manchmal steht auch ohne grosse Vorarbeit ein Fahrzeug bereit vor eurem Unterschlupf. Ziemlich unspektakulär bewegt ihr euch dann über die Tastatur im Schneckentempo vorwärts und könnt aus dem Fenster heraus per ?Drive-by-Shooting? Gegner aufs Korn nehmen. Die laufen allerdings oft schneller weg als die Autos fahren können oder verstecken sich hinter schusssicheren Schaufenstern. Sehr sinnvoll also. In Sachen Frustfaktor setzt der eingeschränkte Bewegungsspielraum einen drauf. Autos fahren nur auf Strassen oder Parkplätzen und prallen Funken sprühend an kleinsten Bordsteinkanten ab. Das nervt extrem, denn selbst für ein schnelles Wendemanöver ist für ein Fahrzeug kaum Platz auf der Strasse. Ausserdem stören kleinere Ruckler im Bildaufbau bei schnelleren Fahrten auf gerader Strecke.


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Admin am 08 Mrz 2005 @ 07:38
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