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Getting Up - Contents Under Pressure: Review

  Personal Computer 

Graffiti ist schon eine besondere Art von Kunst und erfreut sich nur selten der Beliebtheit oder Akzeptanz in der Bevölkerung. Kein Wunder, suchen sich viele Sprayer doch Plätze für ihre Werke aus, die sich in Privateigentum befinden. Der Tatbestand der Sachbeschädigung ist somit schnell erfüllt. Dennoch darf man bei vielen Graffitis guten Gewissens behaupten, dass sie von wahren Künstlern erstellt wurden. Und so ist es doch umso erfreulicher, dass Atari zusammen mit Hip-Hop-Szenelegende Marc Ecko ein Spiel zum Thema geschaffen hat. Kunstwerk oder Schmiererei?

Story komm raus, du bist umzingelt!

Der Bürgermeister der fiktiven Metropole New Radius entsendet seine futuristisch anmutenden Polizeikräfte, um die Stadt von allen möglichen Vandalen, allen voran Sprayern, zu säubern. Einer dieser mutmasslichen Kriminellen ist der Afro-Amerikaner Trane, der sich eines Tages aufmacht, um der Sprayer-König von New Radius zu werden.

Alles beginnt in dem Ghetto-Viertel, in dem er lebt. Wahlweise mit Gamepad oder Maus- und Tastatur-Kombo steuert ihr Trane aus einer Schulterperspektive durch düstere Strassenschluchten, U-Bahn-Tunnelsysteme und diverse meist abrissreife Gebäude. Zwar können die Tastenbelegungen nicht verändert werden, dafür gibt es aber ein vorbildliches Tutorial, das sich über mehrere Levels erstreckt. Immer dann, wenn neue Funktionen oder Aufgaben anstehen, wird das Spiel unterbrochen und ein Hilfetext eingeblendet.

Schon relativ früh werdet ihr euch mit einer verfeindeten Sprayer-Gang anlegen, die euch daraufhin kräftig vermöbelt und euer so genanntes Black Book abnimmt. Dabei handelt es sich um eine Art Almanach für Sprayer, in dem verschiedenste eigene oder fremde Graffiti-Werke stehen. Natürlich lasst ihr den unangenehmen Vorfall nicht auf euch sitzen und schwört Rache. Fortan macht ihr euch auf die Suche nach den Übeltätern und lasst keine Gelegenheit aus, deren Graffitis mit eigenen zu übersprühen. Hierzu schaltet ihr auf Knopfdruck stets in einen speziellen Modus, in dem ihr dann mit der Maus beziehungsweise den Analog-Sticks und Aktionstasten vorsichtig ein vorgezeichnetes Werk mit Farbe ausfüllt. Vorsichtig deshalb, weil ein zu hoher Dosendruck an einer Stelle zu fiesen Farbspritzern führen kann. Das gibt dann weniger Reputation-Punkte, die ihr für solche Werke erhaltet und mit denen am Ende eines Levels bestimmte Extras, wie neue Songs und Graffiti-Tags, freigeschaltet werden.

Prince of Persia meets Final Fight?

Getting Up kann eigentlich nicht in ein bestimmtes Genre gesteckt werden, dazu sind die Möglichkeiten im Spiel zu vielseitig. Da wären zum einen die Kletter- und Sprungeinlagen. Fast schon eines Prinzen von Persien würdig, steigt ihr an Fallrohren, Kletterpflanzen oder Stahlgerüsten hoch oder hangelt euch an Trägern von einer Stelle zur anderen. Wieso das Ganze? Nun, um einen hohen Bekanntheitsgrad in der Szene zu erreichen, bedarf es eigener Graffitis an schwer erreichbaren Stellen, zum Beispiel an der Unterseite einer Bahnbrücke oder an der Mauer eines Hochhauses. Mit der so genannten Intuition, die auf Tastendruck ausgelöst wird, werden euch sämtliche in der Nähe befindlichen Stellen grafisch markiert. Wie ihr die dann erreicht, bleibt allerdings euch überlassen.

Getting Up - Contents Under Pressure
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 08 Mrz 2006 @ 05:32
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