GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Gish: Review

  Personal Computer 

Teer ist schlecht für die Lunge aber immer für ein paar Spässchen zu haben. Klingt komisch, ist aber so: In Gish steuert ihr einen Teer-Klumpen durch unterirdische Labyrinthe. Dabei rauchen höchstens mal die Köpfe.



Wir PC-Spieler gucken immer leeren Blicks in die Bildröhre, wenn es darum geht, auch mal ein gutes 2-D-Plattform-Spiel zu zocken. Die Industrie meint es nicht gut mit uns, und so kommen allenfalls Konsolen-Spieler immer wieder in den Genuss von so genannten Jump´n´Runs. Dass es auch Ausnahmen gibt, beweist uns Half-Life 2D: Codename Gordon, das von nur zwei Hannoveranern entwickelt worden ist und heute die Vertriebswege von Valve nutzt. Dort könnt ihr innovative Ideen jedoch mit der Lupe suchen. Anders verhält es sich mit dem 2-D-Spiel Gish. Drei Köpfe reichten dafür aus, um uns heute ein schönes Geschicklichkeitsspiel zu präsentieren. Die amerikanischen Entwickler von Chronic Logic haben es damit sogar als Finalisten zum letztjährigen Independent Games Festival geschafft. Es müssen ja nicht immer millionenschwere Finanzspritzen sein, die ein Spiel erst gut werden lassen.

12 Pfund Superheld

Gish ist euer neuer Held. Genauer genommen handelt es sich dabei um einen dicken Klumpen Teer mit zwei Augen und einem Mund. Der Ärger ist für den Aussenseiter vorprogrammiert: Gishs Freundin Brea ist verschleppt worden. Ein undefinierbares Wesen hat die Süsse durch einen Gullideckel in eine fremdartige Unterwelt gezogen. Den Widersacher gilt es jetzt zu teeren und zu federn. Klar, dass sich Gish sofort in jene Unterwelt stürzt und dabei auf eure Hilfe angewiesen ist. Über 30 Level erwarten euch auf eurer Suche. Dabei geht´s in mehreren Kapiteln mit unterschiedlichen Hintergrundgrafiken zur Sache.

Die relativ schlichte grafische Darstellung in 2-D schadet dem Spiel keineswegs. Im Gegenteil, denn so könnt ihr euch auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich auf die komplizierte Steuerung von Gish. Gish kann sich auf Tastendruck schwerer machen, um etwa Gegner zu zerquetschen oder Steine zerbröseln zu lassen. Wird´s dem Kerl mal zu eng im unterirdischen Gangsystem, macht er sich einfach flüssiger und rutscht so durch schmale Spalten in einen anderen Spielabschnitt. Springen kann er auch, der Schwarzmaler. Und zwar immer höher, je präziser ihr den Absprungpunkt beim Aufprall für einen Rückstoss berücksichtigt. Seine wichtigste Eigenschaft ist die Möglichkeit, sich an alle Objekte kleben zu können. Dabei fährt er kurze Stachel aus, bleibt so auch an Decken und Wänden haften, und kann damit an ihnen entlang "rollen". Selbst Monster lassen sich so packen und durch die Luft schleudern. Oder auch Kisten und Steine, die richtig kombiniert auf Schalter zu schieben sind, um einen Durchgang zu öffnen. Hübsche dynamische Lichteffekte erhellen die etwas düstere Unterwelt, während immer wieder die netten physikalischen Berechnungen von Animationen und der Bewegungsabläufe Gishs zu begeistern wissen.

Gish
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Alexander Boedeker

Gish


Gish


Gish


Gish


Alexander Boedeker am 17 Jun 2005 @ 07:18
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen