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Goin' Downtown: Review

  Personal Computer 

Goin' Downtown wollte das Genre mit eher erwachsenen Inhalten bereichern. Das mittlerweile dritte Adventure der Berliner Entwickler Silver Style überrascht uns mit einer gänzlich anderen Spielwelt, wenn wir den Titel mit den beiden vorherigen Adventures der Entwickler vergleichen. Denn mit märchenhaftem oder humorigem Flair wie in Everlight oder Simon the Sorcerer hat dieser Titel nichts zu tun.

Einige Jahre weit in der Zukunft, hat sich die Stadt New York zu einem düsteren, von Technik bestimmten Ort entwickelt. In dieser technisierten, jedoch kühlen Welt übernehmt ihr die Geschicke von Jake. Schnell wird klar, dass Jake mit seinem Leben alles andere als zufrieden ist. Seine Frau verstorben, er selbst sieht sich isoliert im New Yorker Stadtleben. Doch als er mit dem vermeintlichen Selbstmord einer Prostituierten konfrontiert wird, um die er sich kurz zuvor noch gekümmert hatte, reisst ihn dieser Fall aus seiner Lustlosigkeit und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Der Look des Spiels im Comic-Outfit mag nicht jedem Interessenten gefallen, stilistisch jedoch ist er in sich stimmig und wurde mit einigen schicken Effekten aufgewertet. Schöne Ausleuchtung der Umgebungen, Tag-und-Nachtwechsel und viele kleine Details wie Neonreklamen und zahlreiche Glanzeffekte verleihen dem Spiel seinen ganz eigenen Charme. Sicher, die Stadt New York wirkt eher wie ein Ort, den sich eine Heavy-Metal-Band ausgedacht haben könnte. Sauber, aber düster, Prostituierte und viel technischer Schnickschnack.

Somewhere in time meets Future World?

Einige der Schauplätze sehen gar aus wie Motive von Platten-Covern, wie sie Markus Grunow im Regal stehen hat. Die Atmosphäre im Spiel ist kühl und plastisch, ein wenig erinnert die Sauberkeit der Orte an Krankenhäuser, es fehlt nur der Geruch nach den typischen Putzmitteln. Die Umgebungen sind zu weiten Teilen dann auch nett gestaltet, es fehlt jedoch etwas an Lebendigkeit. Wenn die Stadt New York im Jahr 2072 in dieser Form noch existent ist, dann ist sie selbst für Metropolenliebhaber kein Ort, der zum Verweilen einlädt.

Die Geschichte von Goin' Downtown nimmt nur wenig Fahrt auf. Hier geht es gemütlich zur Sache, lediglich die Dialoge werden aufgrund geschickt eingesetzter Perspektivwechsel teils dynamisch in Szene gesetzt. Momente, in denen ihr Spannung oder überraschende Wechsel im Verlauf des Spiels erlebt, sind rar gesät. Wenn man so will, geht ihr eurem Job nach, die Geschichte selbst ist jedoch weitestgehend unspektakulär. Immerhin können die bekannten deutschen Stimmen der Schauspieler Jennifer Lopez, Will Smith und Antonio Banderas einiges dazu beitragen, dass man den Dialogen gerne folgt und sie nicht belanglos weiterklickt. Witziges Detail: Wer mag, kann Sprechblasen in den Dialogen aktivieren, um dem Spiel endgültig den Comic-Look zu verleihen.

Goin' Downtown Bild


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Birgit Grunow

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Birgit Grunow am 26 Jun 2008 @ 07:47
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