GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Goodbye Deponia: Review

  Personal Computer 

Es wird Zeit, uns von einem liebgewonnenen (Videospiel-)Lebensbegleiter zu verabschieden: Seit dem 27. Januar 2012 ist die Point-and-Click-Gemeinde in Aufruhr, immerhin hatte es Entwickler Daedalic Entertainment mit der Deponia-Reihe (mal wieder) geschafft, das verstaubte Genre aufzufrischen. Dank Witz, Charme und bösen Sprüchen ist Faulpelz Rufus mittlerweile wohl so ziemlich jedem Adventure-Kenner ein Begriff. Doch jetzt ist Schluss mit lustig, denn Goodbye Deponia stellt den Abschluss der Müllsaga dar.

Aufruhr in der Mülldeponie

Alles begann damit, dass Chaot Rufus mittels Rakete nach Elysium wollte, um den vermüllten Planeten Deponia hinter sich zu lassen. Ein guter Plan, wenn er nicht den fliegenden Luftkreuzer des militaristischen Beamtenapparates Organon abgeschossen hätte. Damit aber nicht genug, denn die Elysianerin Goal wurde zudem vom Schiff geschleudert, und so enstand eine Geschichte, die sich um die vermeintliche Zerstörung von Deponia drehte. Einem Planeten, der für Elysium als Müllentsorgungsstelle dient und das, obwohl Menschen auf ihm leben. Goal möchte mit Rufus diesen Plan aufdecken, denn immerhin kennen die Elysianer nicht die Wahrheit hinter der Sprengung einer "ganz normalen Müllhalde". Da Hobbybastler Rufus aber nicht einfache Befehle befolgen kann, geht unterwegs mehr als einmal etwas schief.

In Goodbye Deponia wird nun zum finalen Schlag ausgeholt. Um jedoch alle Aufgaben zu schaffen, benötigt es mehr als nur einen Rufus. Passenderweise gibt es eine Klonmaschine, und so gilt es, mit drei Ausgaben des Protagonisten durch die Welt zu ziehen. Eigentlich perfekt, um Goal zu finden, nach Elysium zu gelangen und die Zerstörung von Deponia endgültig aufzuhalten. Schade nur, dass sich Rufus mal wieder selbst im Wege steht. In circa zwölf Stunden gilt es, die verschiedenen Rätsel miteinander zu lösen, neue Gebiete zu entdecken und vor allem, nicht die Übersicht zwischen Rufus A, B oder C zu verlieren.

Sind die vorherigen Ereignisse bekannt, sollte die Geschichte im dritten Teil kein Problem sein. Problematisch wird es nur für Neueinsteiger, denn Goodbye Deponia bietet bis auf zwei, drei Sätze keine Erklärungen oder Zusammenfassungen an. Dementsprechend ist es ein Muss, Deponia und Chaos auf Deponia vor Beginn zu spielen. Wie gewohnt besticht der neueste Deponia-Ableger mit Wahnsinn, einem durchgedrehten Rufus, einer überdrehten Geschichte und interessanten Charakteren - darunter sowohl bereits bekannte als auch vollkommen neue Figuren. Leise Töne kommen zwar auch vor, spielen aber in diesem Franchise eher weniger eine Rolle. Doch auch wenn viele Fragen am Ende des Spiels geklärt werden, bleiben noch einige für eine mögliche Auskopplung offen. Kann gefallen, muss es aber nicht. Dieser eher negative Eindruck besteht auch bei manchen Witzen, welche stellenweise etwas zu derb ausgefallen sind. Zwar flott geschrieben und bissig, aber ein mit Brechmittel gefüttertes, brechendes Baby oder eine schwarzhäutige Frau in der Rolle eines tanzenden Affens sind eben nicht jedermanns Geschmack.

Ein Klick da, ein Klick dort

Kennt man ein Point-and-Click-Adventure, kennt man alle: Unter einer ähnlichen Einschätzung leidet auch Goodbye Deponia wieder. Neben den verschiedenen Dialogen mit den zahlreichen Charakteren gilt es, Items einzusammeln, diese zu kombinieren und letztendlich gewinnbringend einzusetzen. Viel Mausarbeit wird nicht zwingend von einem erwartet. Aber das soll es ja auch nicht, da die Geschichte und das Lösen von Rätseln im Vordergrund stehen. Und das ist wirklich über einen Grossteil der Spielzeit gelungen und knüpft an die Erfolge der ersten beiden Spiele an. Da heisst es dann nicht nett bitten, ob man ein Handtuch bekommt. Viel eher wird der Kumpel kurzerhand mit einer Krankheit angesteckt - typisch Rufus eben. Doch nicht immer ist alles logisch, gegen Ende des Spieles hilft oftmals nur noch wildes Herumprobieren. Genau an diesen Stellen fehlt dann eine optionale Rätselhilfe, wie sie viele Genrekollegen anbieten.

Goodbye Deponia
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll

Goodbye-Deponia


Goodbye-Deponia


Goodbye-Deponia


Goodbye-Deponia


Daniel Boll am 10 Okt 2013 @ 16:28
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen