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Gothic 3: Review

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Dies ist die Geschichte eines namenlosen Helden. Und wie alle Helden, die bereits zwei Teile einer Spielserie umjubelt überstanden haben, erwartet ihn im dritten Abenteuer eine noch steilere Karriere. Aber Vorsicht! Wer zu hoch hinaus will, kann auch ganz tief fallen.

Alle Mann von Bord! Wir haben das Reiseziel Myrtana erreicht. Nach unserem letzten Landaufenthalt in Khorinis erwarten den Gothic-Fan spannende Abenteuer in einem fernen Land. Hier ist alles schöner, besser und grösser. Das haben sich wohl auch die Orks gedacht, die hier mal so richtig auf den Putz gehauen und ganze Städte vereinnahmt haben. Der König ist verschwunden, Menschen werden für niedere Arbeiten von den orkischen Befehlshabern versklavt und Zauberer Xardas wird zu Lasten gelegt, mit den Orks einen Pakt geschlossen zu haben. Sagt man zumindest so, hier in Myrtana. Und wer muss das alles ausbaden? Ihr natürlich. "Warum ausbaden, das macht doch bestimmt Spass!", werdet ihr euch denken. Ja, tatsächlich hat auch der dritte Teil von Gothic einiges auf dem Kasten. Aber nicht nur technische Mängel lassen einen der grössten Hypes des Jahres zur peinlichsten Serienfortsetzung werden.

Haudegen, Halunken und alte Spelunken

Wer bisher keins der Gothic-Spiele gespielt hat, was ein echtes Versäumnis ist, wird zuerst einmal beim Start von Gothic 3 überfordert sein. Die Helden aus Khorinis fuhren mit einem Schiff am Ende des zweiten Teils über das Meer. Dann war das Spiel vorbei und die Fangemeinde wusste, dass die Serie fortgesetzt würde. Wie schön. Jetzt ist es soweit: Das Schiff legte am 13. Oktober 2006 in Myrtana an. Von Bord gehen die Reisegefährten Diego, Milten, Gorn und ein gewisser namenloser Held, den ihr verkörpert. Grosses Gerangel ist dann gleich bei Erreichen des ersten Dorfes zu erwarten. Hier prügeln sich die Bewohner mit einer Horde Orks. Euer Heldentrupp greift unterstützend ein. Was gut ist, nicht nur für die Dörfler, sondern auch für euch: In einer Art Mini-Tutorial verdeutlichen euch Textfenster, was in den Kämpfen zu tun ist, welche Möglichkeiten ihr habt und wie hässlich auch 2006 noch Menüs, Iconleisten und eben jene Fensterrahmen sein können. OK, eine Kleinigkeit.

Erfahrene Spieler können sich anhand der ersten Dialoge mit den Gefährten und herumstehenden Nicht-Spieler-Charakteren bereits ein gutes Bild von der Lage machen. Einsteiger werden praktisch ins kalte Wasser geworfen, denn die Erzählungen über die Umstände sind knapp. Wer trotz der spärlichen Informationen losstiefelt, um sich ins Abenteuer zu stürzen und das Land von der Orkplage zu befreien, bekommt gleich Lust auf mehr. Denn nie sah Gothic schöner aus. Mit aller Liebe zum Detail haben die Entwickler ein faszinierendes Spektrum aus Pflanzen, Bäumen, Tieren, Menschen, Monstern und Gebäuden geschaffen. Wald und Wiesen sind übersäht mit Hügeln, Pflanzenbewuchs und Geröll. Dazwischen springen Hirsche und Häschen munter umher, darauf achtend, dass wir ihnen nicht zu nahe kommen. Obligatorisch bietet das Einstellungsmenü einen Überblendeffekt an, mit dem die fremdartige Welt noch märchenhafter aussieht. Auf den ersten Blick ist Gothic 3 verdammt nah an der Qualität von Oblivion dran. Was die Architektur der Bauwerke angeht, ist das Vorbild sogar übertroffen worden. Kampfanimationen sind mit der nötigen Sorgfalt den Figuren auf die Leiber geschneidert. Aber sobald unser Held zu laufen beginnt, muss man sich fragen, ob eine Wirbelsäule aus Knochen, und nicht eine aus Gummi, besser gewesen wäre. Lustig wackelt die Figur mit Kopf und Hüfte, und das so lange, bis ihm die Puste ausgeht. Realistisch sieht das zumindest nicht aus. Zu anderen geleeartigen Knochen später mehr im Test.

Gothic 3
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 14 Okt 2006 @ 08:56
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