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Grand Theft Auto - Vice City: Review

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Die Bullen

Sobald ihr anfängt Polizisten oder viele Zivilisten umzubringen, kommt man in den ersten Fahndungslevel. Dieser ist noch sehr harmlos, da der einzelne Polizeiwagen sich relativ einfach abschütteln lässt. Begeht man jedoch weitere Straftaten steigt der Fahndungslevel auf Stufe zwei und man wird ständig von zwei Polizeiwagen verfolgt, die man nicht abhängen kann. Da hilft nur noch Klamotten wechseln oder in einer Pay?n?Spray-Garage das Auto umlackieren. Bei Fahndungslevel drei hat man es schon mit Undercovercops in schnellen Sportflitzern sowie einem Polizeihubschrauber zu tun. Eine weitere Stufe höher wird das SWAT-Team eingeschaltet, diesem sollte man ohne Maschinengewehre nicht begegnen. Auf Stufe fünf werfen Polizisten Spikes auf die Strasse, um unsere Reifen zu zerstören und uns zur Aufgabe des Fahrzeugs zu zwingen. Zusätzlich wird das FBI auf einen gehetzt, welches die erste wirklich große Bedrohung darstellt. Aus einem Fahrzeug steigen vier mit MGs bewaffnete Agenten aus, gegen die man nur mit Rüstung und großkalibrigen Waffen ankommt. Zu guter Letzt schaltet sich bei Fahndungslevel sechs das Militär ein. Und das hat es in sich: Mit schweren Truppentransportern und Panzern hat man im normalen Auto keine Chance mehr, dieses geht sofort in Flammen auf. Sollte man es schaffen zu Fuß die Soldaten eines Panzers auszuschalten und diesen zu kapern, so ist dies die einzige Chance, den rettenden Speicherpunkt zu erreichen.

Die Story

Die Story gestaltet sich ähnlich wie beim Vorgänger. Man startet als kleiner Fisch der Mafia und überlebt als Einziger einen gescheiterten Deal mit Drogenhändlern. Da man weder mit Geld noch mit dem Pulver zum Boss zurückkehrt, ist dieser reichlich sauer. Also gilt es, das nötige Kleingeld aufzutreiben, um dem Zorn des Bosses zu entkommen. Man stürzt sich deshalb direkt in Aufträge für alte Freunde oder verfeindete Banden. Meistens gilt es unter Zeitdruck eine gewisse Strecke zurückzulegen oder mit Waffengewalt an das Missionsziel zu kommen. Fast immer jagt uns dann auf dem Rückweg die Polizei oder das FBI, doch zum Glück verschwinden die Gesetzeshüter, sobald man die Mission erfolgreich beendet hat. Leider darf in den Missionen nicht gespeichert werden, erst nach dem erfolgreichen Abschluss lässt sich ein Speicherpunkt anfahren. Doch die Missionen allein machen uns nicht reich, deshalb lassen sich im Spiel acht Immobilien wie z.B. ein Auto-Salon, eine Druckerei oder ein Nachtclub, erwerben. Diese produzieren nach einer gewissen Anzahl erfolgreich absolvierter Missionen Geld, welches der Spieler nur noch einsacken muss. Die Aufträge von fünf dieser acht Immobilien gehört es zu bestehen, bevor es mit der Hauptstory weitergeht und man den Showdown erleben darf (Scarface lässt grüßen).

Die Gimmicks

Doch auch nach dem Ende der ?regulären? Story bleibt das Spiel spannend und spielenswert. Diesmal ist es kein ausgeklügelter Multiplayermodus, der dafür verantwortlich ist (dieser existiert leider nicht), sondern die vielen Statistiken und Gimmicks. Das oberste Ziel eines jeden Vice City Spielers ist die ?100% Completion?. Denn nach der letzten Mission hat ein Durchschnittsspieler gerade mal um die 50% zusammen. Schuld daran sind die vielen Nebenmissionen wie z.B. Rennen mit Sportwagen, Rennen mit ferngesteuerten Autos, Rennen mit Flugzeugen, Rennen mit ferngesteuerten Hubschraubern, Hindernisläufe mit Motorrädern oder ein Destruction-Derby. Des Weiteren gilt es alle versteckten Päckchen zu finden, die je nach Anzahl der bisher gesammelten Waffen und Fahrzeuge an den Speicherpunkten frei geschaltet werden. Außerdem müssen noch alle ?Rampages? erfüllt werden, kleine Missionen, die hauptsächlich mit dem Töten oder Zerstören einer gewissen Anzahl Banden-Mitglieder oder Fahrzeuge zu tun haben. Und zu guter Letzt müssen alle ?Unique- Stunts? erfolgreich abgeschlossen werden. Der Besitz jeglicher Immobilien versteht sich natürlich von selbst. Und damit alles auch schön übersichtlich bleibt gibt es die wohl ausführlichsten Statistiken eines Action-Spiels überhaupt. Von der Anzahl der gefahrenen, geflogenen und gerannten Meilen, der Anzahl abgeschossener Kugeln und getöteter Banden-Mitglieder oder Zivilisten über zerstörte Autos, Boote oder Flugzeuge bis hin zu lustigen Werten wie den täglichen Ausgaben der Polizei, der Anzahl der zerschossenen Reifen oder dem Medien-Interesse am Spieler. Hier haben die Entwickler wirklich ganze Arbeit geleistet, denn nicht selten erwischt man sich dabei, wie man in zeitfressender ?Arbeit? versucht, die einzelnen Statistiken zu verbessern.





Die Grafik

Grafisch gesehen ist das Spiel auf einem sehr hohen Niveau. Denn obwohl eine ganze Großstadt in 3D gebaut wurde, hat man auch auf runde Reifen, realistische Personen-Models und detaillierte Waffen geachtet. Obwohl im Detailreichtum ein großer Sprung nach vorne geschah, kommt Vice City in dieser Hinsicht zumindest nicht an den Konkurrenten Mafia heran. Dafür sind die Gebäude einfach noch zu Kahl und es fehlen unterschiedliche Kleinigkeiten, die ein realistisches Stadtbild ausmachen. Alle spielrelevanten Objekte sind jedoch mit viel Liebe zum Detail gemodelt und texturiert worden, so dass sich die fehlende Detailfülle verschmerzen lässt. Effekte wie Explosionen, Lens-Flares oder der Tag/Nacht-Übergang brauchen sich auch nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. In Sachen Performance zeigt sich das Spiel von der besten Seite. Mit voller Detailstufe lässt sich Vice City selbst auf einem Mittelklasse-System in einer Auflösung von 1024x768 absolut flüssig spielen. Dies ist vor allem bei großen Schiessereien oder Straßenrennen von höchster Bedeutung, denn schon ein kleiner Ruckler kann das Scheitern der Mission bedeuten.

Die Steuerung

Die Bedienung des Charakters ohne Gefährt läuft genauso ab wie in anderen 3rd Person Shootern. Ein Fadenkreuz in der Bildschirmmitte markiert den Einschusspunkt, Rückstoss und Streuung gibt es nicht. In den Fahrzeugen muss man sich nicht umstellen, die Steuerung läuft über die gleichen Tasten und die Boliden sind einfach zu handhaben. In der Kurve auszubrechen ist so gut wie unmöglich, weshalb man auch mit Vollgas um viele Ecken kommt. Lediglich die Flugzeuge und Hubschrauber benötigen größerer Erfahrung. Bitter ist dies vor allem in den Missionen mit Zeitlimit, welche man oft von vorne Anfangen muss, auch wenn nur eine Sekunde gefehlt hat. Doch wie heißt es so schön: Übung macht den Meister.

Die Atmosphäre

Die Zwischensequenzen der Missionen sind komplett mit Sprachausgabe. Die Sprecher haben sich wirklich Mühe gegeben und bringen das Mafia-Feeling perfekt rüber. Die Waffengeräusche und Explosionen gehören zum üblichen Spiele-Standard. Ein echter Genuss für die Ohren dagegen sind die Motorengeräusche, diese passen perfekt zum gewählten Fahrzeug. Vor allem die Sportflitzer haben einen schönen, knackigen Motorensound, aus dem man die Pferdestärken förmlich heraushören kann. Aus den Auto-Radios ertönen die größten Hits der 80er Jahre, so z.B. auch ?99 Luftballons? von Nena.
Aber nicht nur aus den Boxen, auch auf dem Monitor entsteht eine wahrhaft kriminelle 80er Jahre Atmosphäre, deren Story und Flair an Filmvorlagen wie Scarface angelehnt ist.


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Admin am 08 Mrz 2005 @ 08:05
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