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Guild Wars - Eye of the North: Review

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Die zentralen Hauptstädte der Kontinente Tyria, Cantha und Elona sind auch unter ihrer Oberfläche bewohnt. Dort befindet sich das Reich der Zwerge, mit denen der Spieler erstmals Bekanntschaft schliesst, wenn er Eye of the North zu seinen bereits vorhandenen Guild-Wars-Kampagnen installiert. Genau wie oben auf der Erde, wird auch das kleinwüchsige Volk in den dunklen Stollen und Gängen bedroht. So genannte Zerstörer greifen unvermittelt an und zwingen die Armee der Zwerge zur Flucht.

Den Spieler nehmen sie auf ihrer Flucht gleich mit und teleportieren ihn direkt in den hohen Norden von Tyria. Genauer gesagt in die Festung "Auge des Nordens". Dort ist das frisch zusammengefundene Heldengrüppchen zwar fürs Erste vor den Zerstörern sicher, aber der Rückweg in das unterirdische Reich bleibt nun auch den kleinen Bergarbeitern verwehrt. Das Auge des Nordens ist ein Sichtglas, das unserem Charakter Aufschluss gibt, wie man der Bedrohung beikommen und den Frieden ein weiteres Mal sichern kann. Die neu gewonnenen Begleiter wollen dabei in drei Hauptmissionen ihre Armeen vereinen und so eine breite Front gegen die Zerstörer bilden.

Dazu muss man das Kriegervolk der Norn für den Kampf gewinnen, genauso wie die Asura, die eine Dschungelregion tief in Tyrias Süden bewohnen. Nebenbei gibt es natürlich wie immer auch eine Menge Aufträge zu erledigen, die neben Ruhm und Ehre auch Gold, Fertigkeiten oder spezielle Gegenstände versprechen. Damit die einzelnen Völker überhaupt aufmerksam auf die Protagonisten werden, muss man sich erst Gehör verschaffen. Und das geht am besten, indem man Reputationspunkte für erschlagene Feinde sammelt. Steigt man im Ansehen bei dem jeweiligen Stamm, werden die Anführer auch aufgeschlossener für die gute Sache.

Kleine Neuigkeiten, grosser Ruhm

Das neu eingeführte Ruf-System hat aber nicht nur die Funktion, einen Draht zu dem jeweiligen Volk herzustellen, sondern erleichtert auch die Handelsbeziehungen. Rüstungen können zum Beispiel nur ab einem bestimmten Rang erstanden werden. Das ist auf der einen Seite sicherlich ein Fluch, hält aber die Sammler lange Zeit bei der Stange. Man muss schon einiges an Gewürm erschlagen, bevor man seine nagelneue Prestige-Rüstung in der Halle der Monumente ausstellen kann. Diese Halle ist ebenfalls eine Neuerung. In ihr werden alle Verdienste des Charakters zur Schau gestellt.

So hat man seine Prestige-Rüstungen, Minipets oder auch Titel schön aufgereiht in Nischen stehen, wie man es von Schauvitrinen gewohnt ist. Ruhmreiche Spieler können nun andere Mitstreiter online in ihre Halle einladen und sich an der Vorstellung laben, dass der Gast nun grün und gelb vor Neid wird, da ihm noch ein Handschuh bei seiner sündhaft teuren Riss-Rüstung fehlt. Diese Halle soll es auch in die Fortsetzung Guild Wars 2 schaffen, die im Laufe des kommenden Jahres erwartet wird. Ansonsten sind keine grossen Veränderungen an dem Spielprinzip vorgenommen worden. Warum hätten die Entwickler auch ein sehr gut funktionierendes Spielsystem verändern sollen, die Steuerung über einzelne Konsolen verrichtet bestens ihren Dienst.

Für ein Add-on ist der Umfang ebenfalls ziemlich reichhaltig. Fans dürfen sich über zehn weitere NPC-Partner freuen, die man mit Abschluss mancher Quests freischaltet. Für alle Charakterklassen gibt es auch neue Fertigkeiten zu ergattern, wenn man spezielle Bossgegner tötet. Alle Klassen zusammengerechnet ergeben sich 150 neue Skills. Ebenso könnte man jetzt die Anzahl neuer Gegenstände hochrechnen, aber man kann sich auch an fünf Fingern abzählen, dass es eine Menge sein dürften. In insgesamt zwanzig neuen Dungeons gibt es nun mal eine Menge zu holen. Sammlerherzen dürften nun höher schlagen.

An der künstlichen Intelligenz hätten die Entwickler ruhig den letzten Schliff legen können, denn alte Fehler zeigen sich auch im Auge des Nordens erneut. So tappsen die Helden gerne mal in die eigens für sie aufgestellten Fallen, greifen den falschen Gegner an oder rennen in Gebiete vor, die man besser nicht unvorbereitet betritt. Eine verbesserte Partner-KI steht bestimmt auch dem zweiten Teil des RPG-Epos gut zu Gesicht, deshalb kann man auch gar nicht früh genug mit der Arbeit daran anfangen. Dennoch sind die Verbündeten brauchbarer als in den meisten anderen Spiele dieses Genres. Man kann recht entspannt und ohne fremde Hilfe durch das Abenteuer kommen, wenn man das Taktieren in den anderen Kampagnen gelernt hat und seine Fähigkeiten clever zusammenstellt.

Guild Wars - Eye of the North
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Martin Weber

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Martin Weber am 04 Okt 2007 @ 11:17
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