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Half-Life 2: Review

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Das Warten hat ein Ende: Der wohl berühmteste 3D-Shooter hat endlich seinen Nachfolger. Den Titel bitte nicht falsch deuten - um halbe Sachen geht es hier wirklich nicht. Hersteller Valve zeigt uns mit Half-Life 2 wie es geht, einem Hype um ein Spiel gerecht zu werden.
Es war einmal... so oder ähnlich könnte mittlerweile das Drama um die verzögerte Veröffentlichung von Half-Life 2 eingeleitet werden. So richtig wollte Valve nicht mit dem Spiel rausrücken, obwohl Spieler der ganzen Welt sehnsüchtig den zweiten Teil ihres Lieblings-Shooters erwarteten. Es wurde am Programm-Code gebastelt, gefeilt und nochmals gefeilt. Die Erwartungen waren schliesslich ungeheuerlich gross. Kein Wunder, wenn schon im Vorfeld so viel Wind um ein Computerspiel gemacht wird. Ungeduldig, beinahe wütend und mit krimineller Energie gelang es den fanatischsten Zockern, eine illegale, frühe Alpha-Version des Spiels im letzten Jahr von Valve zu rauben. Im Internet machte sie schnell die Runde, doch wirklich spielbar war das unfertige Material bei weitem nicht. Gerüchte um die Unglaubwürdigkeit Valves verbreiteten sich schnell. Angeblich konnten angekündigte Veröffentlichungstermine sowieso nie eingehalten werden - die Spieler fühlten sich hingehalten.



Dabei erinnern wir uns gerne: Im November 1998 rotierten die Kopien des ersten Teils in den CD-ROM-Laufwerken rund um den Globus. Die von dem Spiel ausgehende Langzeitmotivation, eine Kombination aus einer ansprechenden und fesselnden Rahmenhandlung mit atemberaubender grafischer Präsentation, war bahnbrechend. Ein Online-Modus trug sein Weiteres zum Erfolg des Spiels bei. Spieler und Presse waren sich einig und so sahnte Half-Life eine Auszeichnung nach der anderen ab. Natürlich knüpft die Handlung heute an die Geschehnisse von damals an. In der Rolle des Wissenschaftlers Gordon Freeman mussten in den Neunzigern massig Ausserirdische, ziemlich skurrile Monster und sogar menschliche Marines niedergemacht werden. Ein Forschungsprojekt im Black Mesa-Komplex ging schief und Chaos machte sich breit. Andere witterten ihre Chance. Regierungen gehen bekanntermassen ungewöhnliche Wege, um einen Nutzen aus brenzligen Situationen zu ziehen. Ausserirdische Lebensformen eignen sich schliesslich hervorragend für die eigenen Ziele. Bevor also die Lage eskalierte, hatte der gute alte Gordon dem Treiben mit viel Waffengewalt etwas entgegenzusetzen. Vom Wissenschaftler zum Superhelden. Clark Kent überlegt noch, ob er deswegen blass vor Neid werden sollte.

Der Handlungsstrang von Half-Life 2 offenbart sich ziemlich zäh. Anfangs ist dem Spiel schwer in die Karten zu schauen. Weshalb denn eigentlich schon wieder Mutationen in ihre Einzelteile zerlegen? Warum lebt Gordon plötzlich in einem totalen Überwachungsstaat, in dem das Individuum überhaupt keine Rechte mehr hat? Fragen über Fragen, die auch die alten Bekannten aus dem Black Mesa-Komplex nicht so richtig beantworten wollen oder können. Bevor einem die Lust überkommt, mal wieder George Orwells Buch "1984" aus dem Regal zu ziehen, schnappen wir uns lieber ein paar Waffen und widersetzen uns zusammen mit anderen Rebellen. Lesen sollen andere. In Half-Life 2 wird geballert, Physik studiert und ordentlich Gas gegeben. Denn Rennspiel ist es ja irgendwie auch, dieses Spiel des Jahres 2004.

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Admin am 08 Mrz 2005 @ 08:11
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