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Halo Wars 2: Review

  Personal Computer 

Satte acht Jahre nach dem ersten Teil auf der Xbox 360 erscheint Halo Wars 2. Creative Assembly will der Echtzeitstrategie einen Schubs geben, denn zuletzt war es doch bedächtig still im Genre gewesen. Dass man mit dem Halo-Universum direkt eine größere Anzahl an Spielern anspricht, ist dabei ein willkommener Nebeneffekt und könnte dafür sorgen, dass das RTS-Genre wieder mehr Absatzpotenziale eröffnen kann. Aber auch nur, wenn das Spiel langfristig begeistern kann.

Beschränkte Möglichkeiten durch Konsolengestaltung

Dass das Spiel ursprünglich für die Konsole konzipiert wurde, merkt man am eigentlichen Spielprinzip zunächst nicht. Denn es hätte genauso gut direkt für den PC entwickelt sein können. Basenbau, Sammlung von Ressourcen, Freischaltung von diversen Upgrades, und mit der Armee auf die feindlichen Stellungen gehen – diese Vorgehensweise kennen alte Hasen noch von Serien wie Age of Empires, StarCraft oder Command & Conquer. Aber dann gibt es eben doch entscheidende Unterschiede, bei denen man merkt, dass man es hier mit einer Umsetzung für den PC zu tun hat, die ursprünglich für die Xbox One optimiert wurde. Man kann das Spiel gut mit dem Gamepad absolvieren, doch mit Maus und Tastatur fallen das Auswählen und die Befehlsvorgabe für die Einheiten dennoch erheblich leichter und gehen flotter von der Hand. Umständlich ist erneut das Baumenü geraten. Ständig muss man zurück zur Basis, dort das betreffende Gebäude auswählen und dann im gigantischen Ringmenü Bauaufträge erteilen oder Einheiten nachproduzieren lassen.

Basen lassen sich ohnehin nur an fest definierten Punkten errichten, und auch die Anzahl der Einheiten ist gegenüber früher gängigen Armeegrößen deutlich geringer. Auch die Steuerung mit dem Gamepad bietet aufgrund weniger Befehlsmöglichkeiten eine geringe Dichte an Mikromanagement-Optionen. Das ist einerseits für Genrefans unbefriedigend, ermöglicht aber erheblich schnellere und unkompliziertere Echtzeitstrategie-Action auf den Schlachtfeldern. Wie im Vorgänger auch, lassen sich Basen nur auf vorgegebenen Feldern errichten. Ihr erhaltet zunächst ein Hauptgebäude, um welches sich allmählich weitere Gebäudeplätze anbieten. Damit sieht aber auch jeder Basisbau verdächtig gleich aus und wird entsprechend schnell öde.

https://www.youtube.com/watch?v=6RHzU9r0t2c

Beim Abbau von Ressourcen hat man ebenso kaum etwas verändert. Statt mühevoll auf die Suche zu gehen, baut ihr Depots, die dann automatisiert entsprechend Währung für euch erzeugen. Mit Generatoren produziert ihr nun Energiepunkte, welche ihr in Upgrades investieren könnt. Verbesserungen jedweder Art verschlingen eine Menge Energie, und speziell die hochstufigen Ausbaustufen fressen euch diese Ressource förmlich auf. Das zwingt euch dazu, rechtzeitig Außenposten anzulegen, um hier mit weiteren Generatoren möglichst viele Energiepunkte zu horten.

Wer sich mit der Halo-Serie gar nicht auskennt, wird mitunter nur Bahnhof verstehen. Viele Fachbegriffe können dann nicht zugeordnet und müssen erstmal nachgelesen werden, zumindest wenn man der Geschichte einigermaßen folgen und sich ganz an der Spielatmosphäre erfreuen möchte. Mit zwölf Missionen bietet die Kampagne Spielspaß für etwa sechs Stunden. Das ist wenig im Vergleich zu anderen Genregrößen, selbst wenn sie schon einige Jahre auf dem Buckel haben sollten. Immerhin werden euch Bonusziele in den Abschnitten angeboten, mit denen ihr die Spielzeit auf etwa acht Stunden strecken könnt.

Halo Wars 2
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 04 Mai 2017 @ 19:38
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