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Haunted: Review

  Personal Computer 

Jack Keane-Schöpfer Deck 13 Interactive meldet sich mit einem neuen Adventure zurück. In Haunted dreht sich alles um Geister, Fabelwesen und fragwürdige Experimente. Ein Gruselschocker ist das Spiel aber nicht geworden. Vielmehr erwartet euch ein humorvolles Märchen mit einigen technischen Macken.

Nicht ohne meine ... Schwester

Die junge Protagonistin Mary wird von Selbstvorwürfen aufgefressen. Eines schlimmen Tages verlor sie ihre Schwester Emily bei einem Zugunglück. Seitdem kämpft Mary als einsame Vollwaise im 19. Jahrhundert auf den Strassen Londons ums Überleben und wird nachts von seltsamen Träumen heimgesucht. Der Geist Emilys scheint sie um Hilfe zu bitten und gibt ihr das Gefühl, dass noch nicht alle Hoffnung verloren ist. Mary beginnt den Visionen zu glauben und begibt sich auf Spurensuche. Erste Anlaufstelle ist das Anwesen der verbitterten Professorin Ashcroft, die an einer tödlichen Krankheit leidet und mit allen Mitteln versucht, ihre Lebenszeit zu verlängern. In einem weiträumigen Labor führt sie fragwürdige Experimente durch. Versuche, die in direktem Zusammenhang mit den Seelen verstorbener Menschen stehen. Als auch Mary ein Opfer der wahnsinnigen Wissenschaftlerin zu werden droht, gelingt ihr zusammen mit einem Geist die Flucht.



Bei der schimmernden, halb transparenten Gestalt handelt es sich um einen gescheiterten Piratenkapitän namens Oskar, der Mary mit einer nützlichen Fähigkeit zur Seite steht. Immer dann, wenn für die Heldin Lebensgefahr bestünde, kommt der kleinwüchsige blaue Geist zum Einsatz. So kann er unter Strom stehende Gegenstände aufheben und zuckt selbst bei glühenden Kohlen mit keiner Augenbraue - ausser er will Mary mal wieder einen Schreck einjagen. Später gesellen sich weitere Gespenster in die illustre Gruppe, etwa der bärenstärke William "Braveheart" Wallace, der die Gabe besetzt, vom Tod berührte Dinge anfassen zu können. Das kann dann auch mal eine Lok sein, mit der einst Menschen überrollt wurden. Ihr steuert die Lichtgestalten übrigens mit einer Ausnahme nicht direkt, sondern ruft sie bei Bedarf über eine Funktionsleiste am unteren Bildschirmrand ab und wendet sie wie einen Inventargegenstand auf beliebige Objekte in der Spielumgebung an.

Das heisst nicht, dass sie blosse Nutzgegenstände sind, die nur auf Befehl tätig werden und ansonsten die Klappe halten. Nein, das ist schon eine skurrile und streitsüchtige Truppe, die Mary sich da aufhalst. Aber eine Truppe, die im rund achtstündigen Spielverlauf zusammenwächst. Aus anfänglichen Beleidigungen werden nett gemeinte Neckereien. Schliesslich verfolgen alle das gemeinsame Ziel, die gutmütige Mary bei der Suche nach Emily zu unterstützen.

Leichte Rätselkost

Genrekenner werden während des Abenteuers selbst mit deaktivierter Hotspot-Anzeige und ausgeschalteten Rätselhinweisen kaum vor Probleme gestellt. Die Rätsel sind durchweg logisch aufgebaut und meist schon nach kurzem Überlegen lösbar. Trotzdem gibt es die eine oder andere kritische Stelle, an der ein Weiterkommen zunächst nicht ersichtlich ist. Dies hat allerdings technische Gründe. Mal ist ein Gegenstand ohne Hotspot, oder nur in einer bestimmten Kameraperspektive benutzbar. Mal gibt es auf Kombinierungsversuche plötzlich keinerlei Rückmeldung mehr, weil erst noch etwas anderes erledigt werden muss. Beispiel: Flaschengeist Konfuzius kann anfangs problemlos durch eine Kirchenorgel gejagt werden. Doch wenn ihr beim entsprechenden Rätsel ein bestimmtes Stadium erreicht habt, bringt die Anwendung des Sprücheklopfers auf das Musikinstrument plötzlich gar nichts mehr - nicht mal einen akustischen Hinweis, dass diese Aktion gerade nicht möglich ist. Wohlbemerkt testeten wir Haunted von Beginn an mit dem Patch 1.01 - hier hat die Qualitätskontrolle also weiteren Nachholbedarf.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 15 Sep 2011 @ 04:39
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