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Helldorado: Review

  Personal Computer 

Es ist jetzt knapp ein Jahr her, da kam Desperados 2 in den Handel und nicht nur die Gamer-Presse war von der Fortsetzung des erfolgreichen Western-Strategie-Spiels enttäuscht. Das Ende der Geschichte um John Cooper war besiegelt, als Entwickler Spellbound und Publisher Atari dann auch noch ihr Abkommen auflösten. Eine lange Zeit war unklar, ob man die Fortsetzung überhaupt noch zu sehen bekommt und so krempelte man das Konzept um, machte aus dem Add-on ein eigenständiges Spiel mit dem Namen Helldorado und nahm sich dtp als neuen Publisher. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Wilde Westen ist mal wieder Schauplatz des Geschehens und es dreht sich erneut alles um John Cooper und seine Gefährten. Jedoch trifft es diesmal einen aus den eigenen Reihen, der sich in argen Nöten befindet. Doc McCoy hat es erwischt, nicht nur, dass er ein tödliches Gift in seinen Adern trägt, er wurde zu allem Überfluss auch noch entführt. Jetzt liegt es an John, Kate O'Hara, Sam, Sanchez und Indianer Hawkeye, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Also die Pistolen geputzt und aufs Pferd geschwungen, jetzt geht es durch zwölf feuerfeste Missionen.

Es geht auch ohne rauchende Colts

Jedes Teammitglied hat wieder bestimmte Eigenschaften ? der eine kann gut Messer werfen, andere hingegen können bewusstlose Gegner fesseln und sie dann huckepack aus dem Sichtfeld feindlicher Wachen tragen. Die Devise lautet dabei immer: lieber alles ruhig und leise angehen, bloss nicht gesehen werden. Rambo-Mentalitäten sind in Helldorado fehl am Platze. Laute Waffen wie der Colt von John sind in den meisten Missionen eher nachteilig. Die Vielseitigkeit der Charaktere ist in dieser Beziehung fast unbegrenzt. Facettenreich und clever kann man sich dabei verhalten, ohne auch nur ein Geräusch zu verursachen. Während Kate O'Hara zum Beispiel mit ihren weiblichen Reizen spielt und so die Wachen ablenkt, kann in der Zwischenzeit ein anderes Teammitglied hinter dem Rücken der Wache vorbeischleichen ? oder ihn ins Land der Träume schicken. So kann man richtig schön taktieren und es macht unheimlich Spass, die eigenen Finessen mit denen der Charaktere zu verbinden.

Natürlich läuft man dabei nicht auf gut Glück durch das Terrain und hofft, dass es keiner sieht. Wie bei den Vorgängern wird der Blickwinkel der feindlichen Wachen mit farblichen Sichtkegeln visualisiert. Zudem kann man auch noch die einzelnen Blickfelder anzeigen lassen. Hält man die Alt-Taste gedrückt und klickt dabei auf die jeweilige Wache, dann wird einem das Blickfeld selbiger separat angezeigt. Wichtig ist es in diesem Fall, nicht in diesen Sichtbereich zu treten. Neu hinzugekommen ist die Geräuschanzeige. Sie macht es einem noch schwerer, unbemerkt an den Halunken vorbeizukommen. Hier ist wieder die Geduld ein wichtiger Bestandteil eurer Mission. Man sollte sich lieber etwas mehr Zeit lassen und die Rundgänge der Wachen eine Weile beobachten, damit es später keine Probleme beim Betreten der jeweiligen Sektion gibt.

Ist man zu hektisch und lässt sich beim Passieren der Route erwischen, so wird euer Charakter gleich in die Mangel von mehreren Wachen genommen. Hier stehen dann die Chancen auf eine Flucht oder gar einen glücklichen Kampfausgang sehr schlecht. Der Frustfaktor steigt bei zunehmendem Schwierigkeitsgrad ebenfalls an. Streckenweise machen einen die vielen Anlaufversuche ziemlich mürbe und der Gedanke an ein frühzeitiges Ende wird umso attraktiver. Wer das Speichern oft vergisst, sollte sich einen kleinen Zettel an den Monitor kleben. Mehrere Missionsanläufe sind an der Helldorado-Tagesordnung. Das liegt jedoch nicht immer an der KI der Gegner, sondern mehr an deren Überzahl an manchen Stellen. Die angesprochene Intelligenz der Bösewichte lässt in manchen Momenten schon zu wünschen übrig. Doch das pegelt den Schwierigkeitsgrad vielleicht ungewollt wieder etwas aus.

Helldorado
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Nicole Lange

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Nicole Lange am 16 Jul 2007 @ 18:18
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