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Heroes of Annihilated Empires: Review

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Heerscharen von elfischen Bogenschützen metzeln die anstürmenden Goblins mit einem Pfeilhagel nieder, Speerkämpfer halten die verbliebenen Angreifer im Nahkampf auf, während das gigantische Baumwesen auf dem nahe gelegenen Hügel mehrere Untote mit seinen Astpranken hinwegfegt. Herzlich Willkommen beim Herrn der.. äh nein, eben nicht der mit den Ringen. Die Ähnlichkeiten sind verblüffend, doch das von GSC Game World entwickelte Heroes of Annihilated Empires sieht nur auf den ersten Blick wie ein Spiel der Herr der Ringe-Trilogie aus.

Geboten wird euch in diesem Abenteuer eine Mischung aus Echtzeit-Strategie- und Rollenspiel. Ähnlich wie in Spellforce übernehmt ihr die Geschicke eines Helden, entwickelt seine Fertigkeiten weiter oder legt ihm bessere Ausrüstung an, die ihr in den Missionen findet. Der draufgängerische Elf Elhant ist der Held in der Einzelspielerkampagne. Legionen der Untoten haben sein Waldvolk angegriffen, die Elfen sind auf der Flucht. Doch Elhant wäre ja kein Held, wenn er sich den Scharen der lebenden Leichen nicht entgegenstellen würde. Die Hintergrundgeschichte wird euch zumeist mit Comicstreifen erzählt, was anfänglich nicht so recht zum Fantasysetting passen will, jedoch im späteren Verlaufe des Spiels absolut stimmig wirkt. Elhant wirkt überheblich, markant und dynamisch zugleich, ein echter Charakterkopf, den man als Spieler nicht mögen, aber doch respektieren muss.

Wer die Cossacks-Reihe kennt, dem müssen wir auch nicht viel über die Spielmechanik erzählen. Allerdings unterscheidet sich die Handhabung des Spiels ein wenig vom - nennen wir es mal - virtuellen genetischen Vater. Mehrere Icons am Bildschirmrand lassen eine fixe Anwahl der Einheitengattungen zu, Gruppen diverser Kämpfer formieren sich automatisch zu logischen Formationen und auch die Wegfindung wurde optimiert, wenngleich es nach wie vor vorkommt, dass ihr Babysitter für einzelne Einheiten spielen dürft. Dies hält sich glücklicherweise jedoch sehr in Grenzen, die KI der Wegfindung geht grösstenteils in Ordnung.

Bei der technischen Seite des Spiels fällt die Kameraperspektive rasch störend ins Auge. Zwar ist die Ansicht dreh- und zoombar, jedoch könnt ihr nicht sehr nah an die Kampfaktivitäten heranzoomen, was angesichts der Sprite-Einheiten aber wohl auch besser ist, denn aus mittlerer Distanz lässt sich der krümelige Aufbau der Kämpfer bereits gut erkennen. Standardmässig betrachtet ihr das Geschehen aber ohnehin aus der schrägen Vogelperspektive, wobei die Übersicht dank optionaler Minimap jederzeit gewahrt bleibt. Bedingt durch die Sprite-Einheiten, welche auf grösserer Entfernung auch nett anzusehen sind, könnt ihr Hunderte der kleinen Kerle oder Feen in die Schlacht schicken.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 21 Okt 2006 @ 09:46
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