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Hospital Tycoon: Review

  Personal Computer 

Schon wieder ein Tycoon. Nach dem überragenden Railroad Tycoon Anfang der 1990er überrollte eine wahre Welle dieser Wirtschaftssimulationen, meist von minderer Qualität, die Spieler dieser Länder. Nun schickt sich Hospital Tycoon an, mit einem unverbrauchten, aber nicht unbekannten Szenario den schlechten Ruf dieser Titel wieder ein wenig aufzupolieren.

Da war doch mal was?

Eine Wirtschaftssimulation, die sich um die Belange von Patientinnen und Patienten in einem Krankenhaus dreht, gab es schon einmal. Vor über zehn Jahren hat Bullfrog mit Theme Hospital ein feines Spiel herausgebracht, in dem es darum ging, ein Krankenhaus auf Vordermann zu bringen und einen Spagat zwischen Patientenbefriedigung sowie Bilanzschönung zu schlagen. Nun will Codemasters mit Hospital Tycoon die inoffizielle Nachfolge des Hits antreten und konzentriert sich vor allem zunächst darauf, dass das alte Gefühl wiederkehrt.

Um dies zu bewerkstelligen, hat man das grundlegende Konzept quasi eins zu eins übernommen. Noch immer geht es darum, ein Krankenhaus aufzubauen und genügend Räume mit Ausrüstung einzurichten, damit die eingestellten Ärzte ihren Beruf ausüben können. Um die Last von den schwer beschäftigten Doktoren zu nehmen, müssen Krankenschwestern gesucht werden. Auch Hausmeister und Empfangsdamen sowie Forscher müssen das Hospital bevölkern, damit man weiterhin ganz oben mitmischen kann, denn die Zufriedenheit der Patienten ist das täglich Brot der Akademiker. An die Klasse des 1997er-Titels von Bullfrog reicht man hier allerdings nicht heran, da vor allem die Bindung zur Konkurrenz und zur Wirtschaftlichkeit fehlt. Ersteres gibt es gar nicht, auch kann man keine umliegenden Gebäude kaufen, um mit dem eigenen Krankenhaus zu expandieren, weshalb ein grosser Teil des Reizes verloren geht.

Beziehungskram

Das Wirtschaften alleine wäre allerdings zu langweilig, so hat Codemasters neben dem freien Spiel noch einen schönen Story-Modus entwickelt, der den Spieler Episode um Episode in eine kitschige Ärzte-Soap integriert. Jedes neue Level wird dabei wie eine weitere Folge einer täglichen Serie präsentiert, und auch die Ziele haben mehr oder minder etwas mit diesem Format gemeinsam. So werden grundsätzlich Liebes- und Eifersuchtsdramen inszeniert, die ihr initiieren oder beenden müsst. Das Konzept ist zwar witzig, hat aber das Problem, dass das Krankenhaus nicht in das nächste Level übertragen wird. Auch wenn man immer im selben Gebäude sitzt, wird die Inneneinrichtung immer an die nächste, stark geskriptete Aufgabe angepasst. Ferner scheint der imaginäre TV-Sender auch bald genug von diesem Format zu haben, ist der Storymodus nach zwei Tagen doch bereits durchgespielt.

Hospital Tycoon
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Patrik Nordsiek

Hospital-Tycoon


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Patrik Nordsiek am 07 Aug 2007 @ 09:30
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