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Hotel Gigant 2: Review

  Personal Computer 

"Das bisschen Haushalt ist doch nicht so schwer!" - mitnichten! In Hotel Gigant 2 ist alles schwer! Und das liegt nicht am Schwierigkeitsgrad, sondern an der verkappten Steuerung. Was in Hotel Gigant 2 noch so alles verkappt ist, könnt ihr in diesem Test nachlesen.

Man hat's nicht leicht

Als Hotelbetreiber hat man viel zu tun. Man ist für Bau, Planung, Preispolitik, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit verantwortlich und muss nebenbei auch noch Präsenz im eigenen Laden zeigen. Eigentlich ist das Aufgabengebiet eines Hoteliers demnach doch prädestiniert für eine knackige, herausfordernde Simulation. Doch Enlight Software scheint noch nicht so recht verstanden zu haben, wie man dies in ein spannendes Spiel packt.

Den Umfang für eine gute Simulation hat Hotel Gigant 2 schon mal. Hier müsst ihr euch um wirklich alles kümmern. Ihr entwerft die Räume mitsamt Dekoration und Preis, platziert sie in das Hotel, kümmert euch um eure Mitarbeiter und um das Marketing. Hauptsächlich kümmert ihr euch aber um die Zimmer, denn alleine die Erstellung und das Entwerfen jener kann euch sämtliche Nerven rauben. Das grundsätzliche Konzept ist dabei eigentlich sogar gut gemeint. Anstatt jedes Zimmer umständlich für sich zu erstellen, baut ihr eine Art Prototyp und könnt dann anhand dieses Plans mehrere Räume dieser Art in eure Etagen pflastern.

Leider ist es aber nicht möglich, diese Pläne im Nachhinein für ein einzelnes Zimmer zu ändern, ohne auch die anderen Räume dieser Kategorie zu modifizieren. Wenn euer Muster also für eine Etage zu klein ist, dürft ihr quasi von vorne anfangen. Und das kann lange dauern, denn was die Tiefe betrifft, hat Enlight es doch ein wenig übertrieben. Hebt sich schon bei Pflanzen leicht eure Augenbraue, winkt ihr spätestens bei der Magazinauswahl oder dem Lichtschalter genervt ab. Dennoch sind diese kleinen Details notwendig, da eure Kunden ansonsten unzufrieden werden und alsbald euer Hotel verlassen. Auf der anderen Seite ist es nicht mal möglich, simple Trennwände zu bauen, um beispielsweise eine viel zu grosse Lobby besser zu gestalten.

Sims für Arme

Enlight hat versucht, den Besuchern Persönlichkeit einzuhauchen, um sie so individueller zu gestalten. Leider ging der Schuss nach hinten los. Die Kunden sind zwar tatsächlich nimmersatt und haben alle möglichen Wünsche, verhalten sich aber alle gleich. Von Individuen gibt es also keine Spur. Ihr müsst euch nicht grossartig die Wünsche aller Besucher anschauen, es reicht, wenn ihr diese einmal verinnerlicht habt. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind eher im Hintergrund, und wenn Gäste nicht zusammen reisen, entwickelt sich erst recht keine Verbindung. Eure Mitarbeiter haben dagegen gar keine Persönlichkeit und sind einfach nur treue Diener.

Hotel Gigant 2
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Patrik Nordsiek


Hotel-Gigant-2


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Patrik Nordsiek am 04 Mrz 2009 @ 13:13
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