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IHF Handball Challenge 12: Review

  Personal Computer 

Vor knapp zwei Jahren erschien mit dem Handball-Simulator eine waschechte Gurke des Sportspielgenres, bei der wir letztlich aufgrund der miserablen Umsetzung des rasanten Handballsports gar die rote Karte forderten. Hoffnung machte den Fans und auch uns damals die Ankündigung des Konkurrenzprodukts IHF Handball Challenge 12, welche nicht nur über sämtliche Originalspieler und Vereine der Handball-Bundesliga verfügt, sondern auch die Weltmeisterschaft in Schweden und ein Trainingscamp beinhaltet, bei dem ihr euch selbst als Handballer auf dem Feld beweisen könnt. Endlich eine gelungene Handballsimulation?

Schwer, aber dennoch dämliche KI?

Auf dem Feld kommt zunächst rasch ein positiver Eindruck auf. Speziell die Umsetzung der Würfe und der Perspektive im Angriff ist gelungen. Die Ansicht ist direkt hinter dem Spieler positioniert worden, so dass ihr bei Abspielen und Würfen die bestmögliche Übersicht habt. Ein Fadenkreuz lässt euch zudem die Richtung des Wurfes bestimmen. Das macht Sinn und lässt sich im hektischen Geschehen auch gut bewältigen. Aber die Perspektive hat auch so ihre Tücken. Da die Ansicht stets hinter dem angreifenden Team ist, dreht sich die Perspektive, sobald ihr in der Verteidigung den Ball erobert habt - und umgekehrt. Das mag ja in Mehrspielerduellen sinnvoll erscheinen, bei einem Einzelspiel jedoch wünscht man sich, die Perspektive festlegen zu können. Es passiert nämlich zu häufig, dass der eigene Spieler in die falsche Richtung läuft, weil man auf die Schnelle nicht korrekt reagiert und in die umgedrehte Richtung drückt.

Ebenso etwas ärgerlich: Die berühmte schnelle Mitte gibt es nicht. Fällt ein Tor gegen euch, findet ihr euch mit euren Spielern an der Mittellinie wieder, und die gegnerische Abwehr wartet in aller Ruhe auf euch. Das ist schade, denn so geht viel von der Dynamik des echten Handballsports verloren, und der Spielaufbau wird somit träge. Defensiv agiert die KI eher bieder. Ihr könnt in Seelenruhe kombinieren und euch den Ball zuwerfen - es löst sich kaum mal ein Kontrahent, um den Ball für einen Konterstoss zu erobern oder euch wenigstens beim Spielaufbau zu stören. Immerhin: Die Defensive macht euch auch mal fest, hält also den ballführenden Spieler am Arm, so dass der Schiedsrichter abpfeifen muss und ein entsprechender Freiwurf folgt. Die Regeln werden insgesamt betrachtet gut umgesetzt.

Wäre die KI doch nur besser geraten. Da reagiert der Keeper nicht, wenn ein Ball in seinen Arbeitsbereich rollt, sondern er lässt ihn lieber von seinen Vordermännern aufheben, was prompt zum Freiwurf führt. Dennoch ist der Schwierigkeitsgrad alles andere als von Pappe. Bevor ihr erste Siege erringen könnt, holt ihr euch zunächst ein paar blutige Nasen ab, denn die KI ist im Angriff unerbittlich. Allerdings ist es auch bockschwer, den Ball in der Abwehr zu erobern, und so greift man zu häufig zu Fouls, die euch per Zeitstrafe dann dezimieren und entsprechend wieder Raum für die KI schaffen. Eure eigenen KI-Kameraden agieren jedoch weitaus weniger geschickt, gehen kaum auf Ideen ein und laufen sich weder vernünftig frei noch blocken sie für euch mal den Raum, damit ihr ungehindert zum Sprungwurf hochgehen könnt.

IHF Handball Challenge 12
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 07 Dez 2011 @ 20:42
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