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IL-2 Sturmovik - Cliffs of Dover: Review

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Einst, in einem längst vergessenen Land in einer längst vergessenen Zeit, da erschienen noch Flugsimulatoren ohne Ende. Da hatten die Menschen noch Joysticks unter ihren Kopfkissen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, weshalb das Mehr der Spieler mittlerweile keine harten Knüppel mehr sein Eigen nennen kann. Nur noch die Jungs von 1C Maddox scheinen sich dem Trend zu widersetzen.

König der Lüfte?

Wie gesagt: Es war einmal. Es war auch einmal, da kam mit IL-2 Sturmovik - 1943 noch eine waschechte Flugsimulation heraus, die auf beinharte Flieger-Action setzte. Doch auch diese Zeit ist schon fast vergessen. Die IL-2-Reihe brachte dann zuletzt mit Wings of Prey sogar einen Arcade-Ableger zu Tage, doch der wurde von einem anderen Studio entwickelt. Mit Cliffs of Dover steht jetzt, nach fast Vaporware-gefühlten Jahren ein waschechter Nachfolger ins Haus. Waschecht? Nicht so ganz. Eigentlich hätte es ein losgelöster Titel werden sollen, doch wurde es dann zu einem Nachfolger umgemustert. Ein Nachfolger, der die Stärken weiter ausbauen und die Schwächen ausmerzen sollte. Das war das Versprechen der Entwickler. Alle Hoffnungen der Simulationssans ruhten auf ihnen.

Hoffnungen und Erwartungen, die, das wollen wir gleich vorab schon einmal sagen, enttäuscht wurden. Leider. Denn auch wir waren voller Vorfreude. Endlich wieder den Joystick entstauben. Endlich wieder in hohen Lüften für Recht und Ordnung sorgen. In knallharten realistischen Dogfights nur knapp überleben. Tja. Schön wär's gewesen.



IL-2 Sturmovik - Cliffs of Dover ist dabei ein leicht irreführender Name, der nur wegen der Marke benutzt wird. Warum? Ganz einfach: Im zweiten Weltkrieg gab es nicht eine IL-2, die über England kreiste. Also ist es genau genommen eine historisch unrealistische, dafür aber spielerisch realistische Simulation. Sei es drum, dachten wir uns im Test. Geschichtliche Korrektheit? Braucht im Spiel ja erst mal kein Mensch, solange der Rest stimmt.

Die britische Kampagne beginnt jedenfalls mit einem Paukenschlag. Da greifen nämlich die deutschen Bomber an und wollen durch Jäger, also auch durch den Spieler, abgefangen werden. Das Problem: Zeitdruck, denn die Bomber sind schwer bewaffnet, aber schon weit vorgedrungen. Es lohnt also nur noch ein Frontalangriff. Auf in die sinnlose Schlacht, die tödlich ausgehen könnte. Schon kommt echtes Dogfight-Gefühl auf, zumal der unglaubliche Simulationscharakter des Spiels die volle Aufmerksamkeit des Spielers fordert. Wer hier nicht auf alle Gegebenheiten Acht gibt, der scheitert gnadenlos. Denn IL-2 Sturmovik - Cliffs of Dover ist eine richtige Simulation. Nichts Halbgares.

Und da werden gleich mehrere Flieger realitätsgetreu simuliert. Nicht nur die Sturmovik ist an Bord. Experten dürfen sich auf Flieger wie die Do-17, die He-111 und auch die Ju-88 freuen. Und sie alle fliegen sich unterschiedlich und anspruchsvoll. Für Simulationsfans ein echter Traum. Wie gesagt: In Sachen Realitätsnähe, in Sachen Spielgefühl kann dem Titel zur Zeit kein Mensch, kein Spiel und auch niemand sonst das Wasser reichen.

IL-2 Sturmovik - Cliffs of Dover
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Michael Hoss


IL-2-Sturmovik---Cliffs-of-Dover


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Michael Hoss am 11 Apr 2011 @ 15:22
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