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Iron Front - Liberation 1944: Review

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Eine packende Weltkriegssimulation sollte Iron Front - Liberation 1944 werden. Das Resultat, das übrigens auf der ArmA II-Engine basiert, besitzt zwar etliche tolle Elemente, ist aber in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe. Vielleicht hätte Publisher Deep Silver den Entwicklern bei der Qualitätskontrolle behilflich sein sollen?

Krieg! Der Zweite!

Das muss man den Machern lassen: Die beiden Kampagnen wirken sehr authentisch und dadurch auf gewisse Weise auch ausgesprochen bedrückend. Auf der deutschen oder alternativ russischen Seite gilt es, gefährliche Missionen während des Zweiten Weltkrieges zu meistern. Wir schreiben das Jahr 1944, und die Rote Armee geht gegen die Wehrmacht vor. Wer wird die Schlacht für sich entscheiden? Die Handlung kann man zwar sinnvollerweise nicht beeinflussen, die Hintergründe aber sorgen für eine grosse Portion Atmosphäre. Sicherlich die grösste Stärke von Iron Front, denn schon in den jeweiligen Tutorials der beiden Parteien fallen - trotz Patch - gravierende Fehler auf. Bestimmte Ereignisse werden nicht ausgelöst - sichtlich funktionieren die geskripteten Situationen nur dann, wenn man sich perfekt an die Vorgaben hält. Wer zu früh vom Ausbilder zum Waffenstand läuft, um ein Tötungswerkzeug auszuprobieren, erlebt womöglich ... gar nichts. Das ist sehr ernüchternd. Genauso werden kleine Fehler, zum Beispiel das Werfen einer Handgranate in die nicht gewünschte Richtung, gnadenlos bestraft. Die Folge: Eine erschütternde Hinrichtung durch die eigenen Kollegen. Das ist hart und sicherlich dem Spielspass nicht förderlich.



Sowieso ist der Einstieg in das Spiel alles andere als benutzerfreundlich. Die Menüführung und die gesamte Steuerung scheinen aus dem interaktiven Mittelalter zu stammen, von Komfort kann nicht die Rede sein. Wieso der Xbox 360-Controller in den Steuerungsoptionen auftaucht, ist zudem ein Rätsel. Er kann nicht benutzt werden. Das ist nicht so tragisch, denn Iron Front ist sowieso ein komplexes Spiel, bei dem gefühlt alle Tasten der Tastatur benötigt werden. Bis man die Feinheiten beim Verwenden der Waffen, Kommandieren seiner Kumpanen oder Steuern von Panzern und Flugzeugen begriffen hat, dürften etliche Stunden ins Land ziehen. Da war sogar ArmA II zugänglicher.

Alles in allem muss betont werden: Iron Front ist kein Vergnügen für grobmotorische Action-Liebhaber, die von diesem Spiel rasante Unterhaltung erwarten. Hier zählen Geschick, Überlegung, Taktik und ein hervorragendes Beherrschen der unzähligen Möglichkeiten. Der sperrige Anfang ist dennoch lästig, da weder einsteigerfreundlich noch konzeptionell durchdacht. Stattdessen muss man experimentieren und sich durch die furchtbaren Menüs wälzen, um erste Erfolge zu feiern. Was haben sich die Entwickler hier nur gedacht?

Iron Front - Liberation 1944
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Sven Wernicke

Iron-Front---Liberation-1944


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Sven Wernicke am 30 Mai 2012 @ 10:51
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