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Kaptain Brawe - A Brawe New World: Review

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Die Entwicklerschmiede Cateia Games dürfte vermutlich nur Spielern konventioneller Point-and-Click-Adventures ein Begriff sein. Die allerdings können sich über die Independent-Produkte aus Kroatien nicht beschweren. Das neuste Werk Kaptain Brawe - A Brawe New World versucht nun, alteingesessene Veteranen und Gelegenheitsspieler gleichermassen zu begeistern. Eine ziemlich schwere Aufgabe für einen Nischentitel.

Hier kommt Kaptain Brawe!

Wenn es nach dem rotbärtigen Kaptain Brawe geht, braucht es keinerlei technische Spielereien, um in den unendlichen Weiten für Recht und Ordnung zu sorgen. Als stolzes Mitglied der Weltraumpolizei verzichtet dieser nämlich auf sämtlichen Hightech-Schnickschnack. Eine Pistole darf im Kampf gegen die Unruhe aber dennoch nicht fehlen - und so verschlägt es den Spieler ins Jahr 1834 einer alternativen Fantasy-Realität. Weil das Ausfüllen juristischer Formulare ziemlich öde erscheint, erwartet euch in Kaptain Brawe - A Brawe New World eine Verstrickung aussergewöhnlicher Vorfälle. Denn neben der üblichen Jagd nach plunderfreudigen Piraten stosst ihr recht schnell auf zwei ausserirdische Forscher, die mehr neonfarbigen Gummibällen gleichen, denn intellektuellen Gelehrten des Kosmos. Die scheinen irgendwie an der Entwicklung eines überdimensionierten DNA-Replikators beteiligt zu sein, der in die falschen Hände fiel und nun das interstellare Gefüge bedroht. Das schreit doch regelrecht nach einem angemessenen Einsatz des Ordnungshüters Brawe.

Bevor sich der stämmige Kauz jedoch an die Arbeit machen kann, müssen wir uns erst für einen Spielmodus entscheiden. Die Wahl fällt allerdings recht leicht: Während Adventure-Veteranen die Hardcore-Variante nutzen werden und somit völlig auf sich allein gestellt sind, dürfen Genreneulinge im zweiten Modus auf zahlreiche Hinweise zurückgreifen. Ausserdem müssen sämtliche Objekte nicht mehr begutachtet oder kommentiert werden. Das Spiel nimmt nämlich jegliche Interaktion mit der Umgebung vorweg und überlässt uns nur die Aktionen, die fürs Weiterkommen in der Handlung auch notwendig sind. Überdies lässt sich im Tagebuch, wo alle Aufgaben verzeichnet werden, für Anfänger eine detaillierte Beschreibung ausklappen, die die Kopfnüsse zwar nicht vollständig knackt, einer Komplettlösung aber schon ziemlich nahe kommt. Fans kniffliger Rätsel werden jetzt zwar nur müde lächeln, angesichts der zuweilen haarsträubenden Lösungswege verdient der Hardcore-Modus jedoch tatsächlich seinen Namen. Aber genug über die Modi gerätselt. Wir haben schliesslich einen Auftrag.

Weil die Geschichte des Titels im Weltall spielt und es dort keine Strassen gibt, besitzt Kaptain Brawe ein eigenes Raumschiff, welches als einer der Schauplätze der Spielwelt dient. Hier gilt es, alle Vorbereitungen für den Landeflug auf den Planeten zu treffen, auf denen ein fremdes Gefährt abgestürzt sein soll. Dank der schlanken Benutzerschnittstelle findet man sich schon nach wenigen Minuten zurecht. Objekte werden mithilfe des mittlerweile im Genre etablierten Ringmenüs begutachtet, kommentiert oder aufgeklaubt. Mit der rechten Maustaste hingegen öffnen wir unser Inventar, in dem wir nicht nur unsere Mitnehmsel genauer unter die Lupe nehmen, sondern auch kombinieren können. Wer indes auf die Leertaste drückt und keine Veränderung in der Spielwelt feststellt, wird sich wundern. An eine Anzeige aller Interaktionsmöglichkeiten des Bildschirms haben die Entwickler aber dennoch gedacht. Ebenso an ein Tagebuch samt Kurzanleitung im Spiel.


Kaptain Brawe - A Brawe New World
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Mirco Kaempfer

Kaptain-Brawe---A-Brawe-New-World


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Mirco Kaempfer am 09 Nov 2010 @ 17:36
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