GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Killing Floor 2: Review

  Personal Computer 

Im Hause Tripwire Interactive ließ man sich für Killing Floor 2, den Nachfolger des 2008 erschienenen Kooperativmetzlers, Zeit. Über anderthalb Jahre befand sich das Projekt in einer Early-Access-Phase und erhielt im Verlauf nicht nur Lob von den Frühkäufern. Hinzu kam die Ungewissheit bei deutschen Fans ob einer potenziell drohenden Kürzung des fertigen Spiels. Zumindest diese Furcht wurde ein paar Wochen vor der Fertigstellung ausgeräumt. Wie sich das neueste Werk der Spieleschmiede schlägt, klärt unser Test.

Evolution oder Revolution?

Killing Floor war noch nie jedermanns Sache. Man liebt es oder hasst es. Anders als in Left 4 Dead folgt ihr keinem linearen Missionsverlauf, sondern werdet in einen offenen Level gesetzt und müsst bis zu elf Runden gegen KI-gesteuerte Labormonster überleben. Türen können verbarrikadiert, Mitspieler verarztet und Gegner mit zahlreichen Charakterklassen auf verschiedene Arten aus dem Leben befördert werden. Zwischen den Runden geht's unter Zeitdruck zu einem vorgegebenen Shop, wo durch Kills verdientes Geld in neue Waffen, eine Panzerweste oder Munitionsnachschub investiert werden kann. Am Grundrezept hat Tripwire im Vergleich zum ersten Teil nichts geändert, es gibt aber sehr wohl Neuerungen im Detail. Der Shotgun-affine und schweißfertige Supporter kann in Killing Floor 2 ab einer bestimmten Charakterstufe zerstörte Türen reparieren. Das dauert deutlich länger als ein Schweißvorgang, kann jedoch in brenzligen Situationen über Leben und Tod entscheiden. Effektiv ist das vor allem in Verbindung mit der Demolition-Klasse, die neuerdings Türen mit Sprengfallen versehen kann.

Außerdem wurde der Teamaspekt verstärkt: Neben dem gegenseitigen Heilen und der kombinierten Feuerkraft ist nämlich ein neues Nachschub-Feature ein weiterer guter Grund für Teamwork. Je nach Charakterklasse kann bei Mitspielern zeitweise auf Tastendruck eine kleine Menge Munition oder Granaten abgestaubt werden – ohne dass die Spender aus dem eigenen Vorrat etwas abgeben müssen. Dass der Versorgungshinweis in der Nähe von Teammitgliedern auch dann angezeigt wird, wenn die Ammo- und Granantentaschen aufgefüllt sind, irritiert allerdings. Hier sollte Tripwire per Patch nachbessern.

Wie bereits erwähnt, könnt ihr jede Charakterklasse wieder verbessern. Diesmal bis zu Stufe 25, wobei ihr alle fünf Stufen zwischen zwei Fertigkeiten (etwa größere Magazine oder schnelleres Nachladen) wählen könnt. Zusätzlich erhöhen sich bei jedem Aufstieg natürlich Standardattribute wie Waffenschaden, Bewegungsgeschwindigkeit oder Schweißschnelligkeit. Am Ende jedes Matches werden Statistiken eingeblendet, die aufzeigen, wie viel Schaden ihr womit ausgeteilt und wofür es jeweils Erfahrungspunkte gab. Auch Medaillen für besonders fleißige Heiler, Schadensausteiler und andere Kategorien werden verliehen. Bis Stufe 10 dürften sich eure Klassen noch auf der normalen Schwierigkeitsstufe wohlfühlen, danach warten auf Hard, Suicidal und Hell on Earth größere Herausforderungen. Die aus Teil 1 bekannten Gegner wie die Klinge schwingende Hackfresse Gorefast, die ohrenbetäubend lärmende Sirene, der Kettensägen-fertige Scrake und der cholerische Hüne Fleshpound sind wieder von der Partie, verhalten sich allerdings teilweise andersartig.

Das Gameplay von Killing Floor 2 ist offensiver geworden. Zwar bieten nach hinten abgesicherte Positionen immer noch einen taktischen Vorteil, doch sind Stellungswechsel aufgrund diverser Abwehr- und Blockiertechniken der Feinde gelegentlich sinnvoll, da euer Team andernfalls überrollt würde. So halten sich Scrake und Fleshpound gerne schützend ihre martialischen Werkzeuge vor den Oberkörper und wehren damit andernfalls kritische Treffer effektiv ab. In solchen Situationen kommen Blendgranaten strategisch ins Spiel, die jedoch wiederum von dem Geschrei der Sirenen verpuffen können. Auch der Husk bringt eingebunkerte Teams mit seinen Raketen und seinem Flammenwerfer in arge Bedrängnis. Das Sequel zwingt also vermehrt zu einem dynamischen Vorgehen und spielt sich daher anders, frischer und spannender als der Vorgänger – wobei das natürlich Geschmackssache ist.

Wie anfangs schon angemerkt, geht es zwischen den Runden auch diesmal wieder unter Zeitdruck zum Shop, dessen Position jedes Mal zufällig festgelegt wird. Das Team täte also gut daran, nicht erst loszugehen, wenn die letzte Laborratte erledigt wurde, sondern sich zeitig auf den Weg zu machen. Der Shop-Bildschirm wirkt nach kurzer Eingewöhnung unterm Strich aufgeräumter und übersichtlicher. Wir vermissen allerdings einen schnelleren Überblick über die Werte von bereits in Besitz befindlichen und den kaufbaren Waffen. Zurzeit müssen wir noch unsere Wumme anklicken, uns deren Attribute merken und dann auf das Kampfwerkzeug klicken, das uns interessiert, um vergleichen zu können.

Killing Floor 2
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll

Killing-Floor-2


Killing-Floor-2


Killing-Floor-2


Killing-Floor-2


Daniel Boll am 12 Dez 2016 @ 19:37
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen