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King's Quest III Redux: Review

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Das Leben als Gehilfe eines mächtigen Zauberers ist gar nicht so prall, wie es sich der geneigte Harry-Potter-Leser wohl vorstellt. Das musste nicht nur Micky Maus in Fantasia erfahren, wo er in der Zeichentrickfassung von Goethes Zauberlehrling allerhand Schaden anrichtete. Nein, auch Gwydion, seines Zeichens Knecht des Magiers Manannan, kriegt die Schattenseiten der Zauberzunft zu spüren. Noch 17 Lenze jung, erfährt er, dass sein Herr alle Knaben, so sie denn das achtzehnte Lebensjahr vollenden, eingeäschert werden. Rosige Zukunftsperspektiven sehen an sich anders aus, weshalb Gwydion beschliesst: Ich muss hier raus! Und der Spieler muss ihm in King's Quest III - To Heir is Human Redux unter die Arme greifen, um dem vermeintlich unabwendbaren Schicksal zu entfliehen.



Ha! Dich kenne ich!

King's Quest III? Jop, es handelt sich tatsächlich um das 25 Jahre alte Spiel aus der Feder von Sierra-Ikone Roberta Williams. Eine illustre Truppe aus Fans (AGD Interactive) hat sich daran gemacht, zum Vierteljahrundertjubiläum den Klassiker in ein neues SVGA-Gewand zu kleiden und so auch neu gewonnenen Fans des Adventure-Genres (kostenlos) zugänglich zu machen. Einerseits eine schöne Geste, zumal das Remake wirklich keinen Cent kostet. Andererseits: Spieler schauen nunmehr auch einem geschenkten Gaul ganz gerne mal zwischen die Kiefer und mäkeln an allem herum. Und Adventure-Liebhaber sind durch die Flut der vergangenen Jahre anspruchsvoll geworden. The Whispered World, Runaway 1 bis 3, Geheimakte 1 und 2, Sam & Max in drei Staffeln, die Neuauflage von Monkey Island, oder auch Full Pipe und Machinarium. Nicht nur die Masse stimmt, auch die Klasse. Grafisch, dramaturgisch und soundtechnisch hat das Genre einen ganzen Satz nach vorne gemacht - nicht nur in Relation zum Erscheinungsjahr von King's Quest III, sondern auch bezogen auf die letzten fünf Jahre.

Gut, das originale King's Quest III gehörte zu den Besten seiner Zunft und auch das Remake macht eine anständige Figur. Die grobschlächtige EGA-Grafik des Originals wurde sehr schön runderneuert. Zwar kann es mit aktuellen Produktionen wie dem famosen Machinarium grafisch nicht mithalten, der Spagat aus Nostalgie und Moderne gefällt dennoch. Wer die Retrobrille ganz gerne aufsetzt und dabei grinst, wie fabelhaft in den 1980ern alles war, sollte das Geschehen nüchterner betrachten.

King's Quest III Redux
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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 27 Mrz 2011 @ 09:51
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