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Kino Mogul: Review

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Kino ist schön, Kino ist gross, Kino ist toll. Wer ins Kino geht, will nicht nur einen aktuellen Top-Film sehen oder sich den neusten Independent-Streifen antun, nein, wer ins Kino geht, will auch diese einzigartige Atmosphäre erleben, die es eben nur im Kino gibt. Warmes Popcorn, eine riesige Leinwand, vielleicht noch eine Lasershow zum Warmwerden - Kino ist Entertainment. Das wenigstens wollen uns die Kinobetreiber suggerieren und, zugegeben, die neue Werbekampagne um den TV-Spot 'Kino - dafür werden Filme gemacht' darf durchaus als gelungen betrachtet werden. 'PC - dafür werden Spiele gemacht' wäre ein Claim, den man sich aber ebenso durch den Kopf gehen lassen sollte. Denn die Wirtschaftssimulation Kino Mogul lässt leider alle wichtigen cineastischen Bestandteile fehlen. Warmes Popcorn, gute Filme und eine gelungene Atmosphäre. Lediglich das mit dem überteuerten Preis, das hat geklappt...

Licht aus, Spott an!

Guter Einstand für Kino Mogul: gleich zu Beginn des Spiels flimmert eingangs erwähnter Spot über den Bildschirm. Das funktioniert schon mal insofern, als dass sich der geneigte Tester just nach der nächsten Kinovorstellung umhört. Hundertzwanzig Minuten und eine auf Zelluloid gebannte Hitler-Verballhornung später widmen wir uns aber wieder dem eigentlich Kern dieses Textes, dem Kino Mogul.

Ziel des Spiels ist es, wie sollte es anders sein, ein gut funktionierendes und rentables Kino-Imperium aufzubauen und den Leuten unauffällig und möglichst gewinnbringend das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zu diesem Zweck erbt ihr zu Beginn des Spiels ein kleines Vorstadt-Kino und sollt im ersten Monat zweitausendfünfhundert Besucher in den einen verfügbaren Kinosaal locken. Dazu holen wir uns im örtlichen Filmverleih einen für den Anfang nicht allzu teuren Streifen, jagen den in der Endlosschleife durch den Projektor und versuchen parallel dazu, die Vertragsbedingungen unserer beiden Werbepartner zu erfüllen, die wir uns aus der Werbeagentur herangeschafft haben. Bekommen die Sponsoren innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums die geforderten Zuschauer für ihren Spot, bekommt der Mann mit dem Kino Geld. Klappt das mit den Zuschauerzahlen nicht, hagelt es eine Konventionalstrafe, die nicht selten höher ist als der Betrag, den man hätte erspielen können. Vorausplanung ist also erforderlich um abzusehen, ob ein Werbevertrag mit viertausend geforderten Zuschauern innerhalb von fünfzehn Tagen erfüllt werden kann.

Doch auch die Kinofilme selbst sind kein Stoff für die Ewigkeit. Nach einigen Spieltagen laufen die Streifen aus und dann wird es dunkel auf der Leinwand, wenn nicht rechtzeitig für filmischen Nachschub im Filmverleih gesorgt wurde. In den späteren Missionen lässt sich das Kino dann weiter ausbauen. Bis zu acht Säle kann der Filmpalast vertragen und auch technische Neuerungen wie Dolby Digital-Soundsysteme, DVD-Projektoren und vieles mehr werden früher oder später nötig, damit euch die im Spiel nicht vorhandene Konkurrenz nicht davonläuft. Besonders die grossen Blockbuster benötigen dieses technische Equipment, um überhaupt für einen Einkauf in Frage zu kommen.

Willsu Ticket? Hä? Brauchsu Ticket, Alda??

Ja ja, die guten alten ausserdeutschen Kartenverkäufer - nicht, dass ich etwas gegen die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hätte, aber nur wirklich geschulte und qualifizierte Mitarbeiter verkaufen auch erfolgreich und wenn es sich nur um eine Kinokarte oder einen Schokoriegel handelt. Zu diesem Zweck könnt ihr eure Angestellten schulen, um sie im Spielverlauf von Stufe Eins bis nach oben auf Stufe Fünf, das wäre dann ein Top-Angestellter, zu bugsieren. Diese Schulungen kosten Geld und lohnen nur, wenn ein finanzielles Polster da ist. Einmal aufgewertet verkauft, der Kartenverkäufer ein paar Prozent mehr Karten und der Mann an der Snackbar verscherbelt ein Eis nach dem anderen.


Kino Mogul
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Tobias Kuehnlein

Kino-Mogul


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Tobias Kuehnlein am 19 Feb 2007 @ 07:39
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