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Lara Croft Tomb Raider - Anniversary: Review

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Die Karriere der Lara Croft als Ikone einer ganzen Videospiel-Generation erlebte in den vergangenen Jahren ein Auf und Ab, wie es keine Achterbahn vollführen konnte. Nach dem fulminanten ersten Teil schwand die Begeisterung am Phänomen Lara erst sehr langsam, am Ende aber beinahe unaufhaltsam schnell. Tiefpunkt war zweifellos Angel of Darkness, was dann konsequenterweise der letzte Teil von Core Design war. Seit die Entwicklerschmiede Crystal Dynamics ihre Hände an Laras Hüften legten und Laras geistiger Vater Toby Gard wieder an Bord ist, geht es wieder steil bergauf, Tomb Raider: Legend aus dem vergangenen Jahr war der beste Beweis dafür. Jetzt will Lara noch einen drauflegen, nicht aber mit einem neuen Abenteuer. Nein, vielmehr mit einem ganz alten. Nicht völlig pünktlich zum zehnten Geburtstag geht Lara noch einmal auf die Suche nach dem geheimnisvollen Scion - genau wie vor zehneinhalb Jahren.

Totgeglaubte kraxeln länger

Wenn man dem Comeback von Lara im vergangenen Jahr etwas vorwerfen kann, dann ist es sicher nicht die unausgereifte Steuerung, das verbugte Gameplay oder exorbitante Grafikfehler. Nein, im Fazit vom 14. April 2006 beschwerten sich unsere Tester vielmehr über die extrem knappe Spielzeit, das lineare Gameplay und die viel zu einfachen Rätsel, weshalb der Titel im Vokabular vom Kollegen Grunow auch nur noch das "Schild-Spiel" ist - es wurde dem Spieler immer klar gezeigt, wo es lang geht. Da aber Tomb Raider Anniversary ein aufgebohrtes Remake des ersten Teils ist, standen die Chancen nie besser, wieder ein anspruchsvolles Tomb Raider mit der einen oder anderen Kopfnuss zu bekommen. Und, soviel sei verraten, die Mission ist endgültig geglückt.

Vergleiche zum ein Jahr alten Tomb Raider: Legend sind hier absolut angebracht. Denn obwohl sich der Titel derselben grundlegenden Spielmechanik und Steuerung bedient, sind die beiden Spiele doch so verschieden. Das beginnt bei den Todesarten der Miss Croft. Hüpfte Lara im Vorgänger noch zahlreich bei vermasselten Reaktionstests in Form der so genannten Quicktime-Events, im Kampf mit übergrossen Monstern oder bei wilden Schiessereien auf rasanten Gefährten über die Klinge, sind es in Tomb Raider Anniversary - wieder - vermasselte Sprünge, trickreiche Fallenmechanismen, verschachtelte Unterwasser-Systeme und Abstürze aus grosser Höhe bei komplexen Klettereien, die Lara den Bildschirmtod servieren. Die Gegnerschar, die angelehnt an das Original wieder aus Fledermäusen, Bären, Wölfen, Krokodilen, Urzeitechsen und Fabelwesen besteht, sind da bis auf wenige Ausnahmen eher Stolpersteine für die Abenteuerin, als echte Hindernisse. Nein, die wahre Lara muss wieder Wege und Türen finden, komplexe Schaltermechanismen auslösen, trickreiche Rätsel knacken und - was haben wir es vermisst - die ein oder andere Kiste schieben.

Lara Croft Tomb Raider - Anniversary
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 29 Mai 2007 @ 07:04
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