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Loco Mania: Review

  Personal Computer 

Wer von uns hat sich noch nicht darüber geärgert? Züge, die zu spät oder gar nicht kommen. Lautsprecherdurchsagen, die den Anschlusszug zwei Minuten vor der Ankunft auf Gleis 2 nach Gleis 17 verfrachten ? die Bahnangestellten dieser Welt werfen den Fahrplan stellenweise ganz schön durcheinander. Wer jetzt denkt, dass das doch so schwer nicht sein kann, darf sich gerne am Tüftelspiel Locomania versuchen. Das vermittelt nämlich auf recht einfache Weise, wie komplex es sein kann, Zug A über Bahnhof B nach Gleis C zu befördern. Da rauchen nicht nur die Züge, sondern auch der Kopf des Spielers.


Nimm doch mal einen Zug

Das Spielprinzip von Locomania ist gleichermassen simpel wie genial. Auf einem vorgegebenen Gleisnetz, das mal mehr und mal weniger komplex ausfällt, müssen Züge aller Art rangiert und ans richtige Ziel gebracht werden. Die Aufgabenstellung ist dabei denkbar einfach: jeder Zug will von einem Ende der Karte zum anderen, dabei muss unter Umständen noch ein Zwischenstopp in einem Bahnhof eingelegt werden. Das klingt simpel, kann aber mitunter schnell zur knüppelharten Aufgabe für den Spieler werden. Denn wenn plötzlich nicht nur ein Zug quer über die Karte geschickt werden möchte, sondern fünf Züge gleichzeitig auf ihr Startsignal warten, stellen stressunerfahrene Spieler schnell auf Durchzug ? entschuldigen Sie diesen platten Wortwitz.

Die Züge selbst können bei ihrer Fahrt über die 3D-Gleise nur indirekt kontrolliert werden. Ein Mausklick sagt dem digitalen Schaffner, dass er doch bitte mal zurücksetzen soll, ein weiterer Mausklick setzt wieder zur Fahrt nach vorne an. Gestoppt werden können Züge regulär nur durch ein rotes Signal oder, das wäre dann der unkonventionelle Weg, über eine falsch gestellte Weiche. Neben der Kontrolle über die Vor- oder Rückwärtsfahrt der Züge hat der Spieler nämlich, ebenfalls durch einen simplen Mausklick an entsprechender Stelle, die Herrschaft über alle Weichen und Signale. Und genau wie im richtigen Leben muss das im Spiel ausreichen, um alle Züge sicher und schnell an ihr Ziel zu bringen.

Ein Spiel für Frauen

Gehässige Spieler könnten nun denken, dass uns Publisher Frogster mit diesem Titel tatsächlich demonstrieren will, dass die Damen der Schöpfung bei einer derartigen Aufgabenstellung länger die Übersicht behalten, prahlen diese doch immer mit ihrer Eigenschaft, multitaskingfähig zu sein, also mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen zu können. Zweifelsohne von Nutzen ist diese Eigenschaft in jedem Fall, denn es geht nicht allzulange gut, einen Zug nach dem anderen gemütlich durch die Prärie tuckern zu lassen. Bereits recht schnell stellt der Spieler fest, dass es unabdingbar ist, mehrere Züge gleichzeitig auf die Strecke zu schicken ? und spätestens ab dann gilt es, jeden Zug und jede Weiche penibel im Auge zu behalten.

Pro Zug, der den Level auf dem korrekten Gleis verlässt und den richtigen Bahnhof angefahren hat, gibt es Punkte. Ist eine vorgegebene Zielpunktezahl erreicht, steht der nächste Level zur Verfügung, echte Bahnnarren können dann aber trotzdem in einer Art Endlosspiel auf der absolvierten Karte weiterspielen.

Loco Mania
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Tobias Kuehnlein

Loco-Mania


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Tobias Kuehnlein am 04 Apr 2006 @ 10:04
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