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MLB Front Office Manager: Review

  Personal Computer 

Ein Baseball-Manager? Na, das ist doch endlich mal Abwechslung für den virtuellen Managerfreund. Aber kann die amerikanische Sportart auch langfristig mit Tiefgang begeistern? Oder verkümmert der Titel wie ein zu lasch geworfener Curveball auf halber Strecke?


Gleich vorweg: wer der englischen Sprache nicht mächtig ist und sich mit den Abkürzungen des amerikanischen Baseballs nicht auskennt beziehungsweise sie nicht erlernen will, sollte die Finger vom Titel lassen. Oder hättet ihr gewusst, dass RBI für "Runs Battet In" steht und GIDP für "Grounded into Double Play"? Grundsätzlich hat das Spiel einiges zu bieten. Das Interface sieht übersichtlich aus, hat aber mit den Tücken der ursprünglich entwickelten Xbox-Steuerung zu kämpfen. Bis man sich daran gewöhnt hat, vergehen ein paar Minuten. E-Mails informieren euch gewohntermassen über Kaderdetails, Trade-Situationen und sonstige Ligageschehnisse. Der gigantische Spielerkader beschäftigt euch zunächst für geraume Zeit, denn bis ihr euch über Stärken und Schwächen eures gewählten Teams umfassend informiert und die optimale Aufstellung samt gutem Einwechselspieler gefunden habt, dauert es eine Weile.

Wenn ihr bislang dachtet, es sei schwierig, einen Kicker in Fussballmanagern zu verpflichten, dann werdet ihr in MLB Front Office Manager euer blaues Wunder erleben. Doch das nicht, weil die KI geschickt agiert, sondern weil es nahezu unmöglich ist, einen Spieler zu verpflichten. Einerseits beobachtet ihr Trades von anderen Teams, bei denen ihr ob der gezahlten Summen für unterdurchschnittliche Spieler schon den Kopf schüttelt. Wenn ihr dann mal an einem Profi oder Nachwuchsakteur selbst dran seid und ihn zu euch lotsen wollt, hört der Spass aber schnell auf und der Frust kommt allmählich hoch.

Wenn ihr eine vernünftige Offerte abgegeben habt, könnt ihr nahezu sicher sein, dass ihr eine Absage erhaltet. Meist informiert man euch, dass kein Interesse vorliege. Wenn ihr nun denkt, eine Angebotsverbesserung wird den jungen Mann umstimmen, dann irrt ihr euch gewaltig. Schon in der nächsten Runde hat er bei einem anderen Club unterzeichnet. Und das scheint jedes Mal der Fall zu sein, es sei denn, ihr bietet direkt eine unrealistisch hohe Summe.

Gerade in den Menüs hätte man sich etwas mehr Übersichtlichkeit und vor allem auch Komfortfunktionen gewünscht. Sortierfunktion? Fehlanzeige, an so etwas hat man leider nicht gedacht. Das macht es bedeutend schwerer, überhaupt einen Spieler mit den gewünschten Fähigkeitswerten zu finden. So ackert ihr euch kontinuierlich der Reihe nach durch die Spielerlistet. Besonders die Scouting-Arbeit leidet massiv darunter, denn wer wühlt sich schon gerne exzessiv durch Tabellenwüsten ohne jeglichen Komfort? Merkwürdig ist auch, dass es so gut wie keine Entwicklung bei den Spielern während der Spielzeit zu geben scheint. Egal, wie gut oder schlecht sie sich auf dem Feld präsentieren, ihre Werte bleiben unverändert.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 16 Jun 2009 @ 17:05
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