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MX vs. ATV Reflex: Review

  Personal Computer 

Irgendwie wird das dieses Jahr nichts mehr mit der Winterstimmung am PC. Obwohl draussen überdurchschnittlich stark die Flocken schneien, konzentrieren sich die Publisher in diesem Winter mehr auf Dreck als auf Schnee. Wie anders ist es zu erklären, dass kurz nach Deep Silvers nail'd nun mit MX vs. ATV Reflex das nächste neue Offroad-Rennspiel auf dem PC aufschlägt? Wobei, so ganz stimmt das mit dem Neu ja nicht. Der Titel aus dem Hause THQ erschien bereits Anfang des Jahres für die Xbox 360 und die PlayStation 3. Ob sich die lange Wartezeit auf die PC-Version gelohnt hat? Ja...doch.

Ist ja putzig

Zugegeben, im Vergleich zum sehr arcadelastigen und arg überzogenen nail'd wirkt MX vs. ATV Reflex zunächst wie eine gemütliche Betstunde. Statt Sprüngen von mehreren hundert Metern und irrsinnigen Geschwindigkeiten jenseits jedes Realismusgefühls, serviert euch der neueste Spross der MX vs ATV-Reihe eher unspektakuläre Kost. Doch der erste Eindruck täuscht, denn im Vergleich zu nail'd versteht sich MX vs. ATV Reflex eher als Simulation.

Mit dem Realismus ist das natürlich so eine Sache, auch die Rainbow Studios machen in ihrem Titel natürlich viele Kompromisse zu Gunsten des Gameplays und einer moderaten Einstiegskurve. Dennoch entsprechen das Fahrverhalten und die Gestaltung der Kurse eher dem, was man auch von einem echten Motocross-Rennen kennt. Ihr brettert, je nach Spielmodus, durch frei befahrbare Landschaften mit unzähligen Hügeln, Bäumen und Flussläufen, rast gegen bis zu elf andere Fahrer über mehr oder weniger abgesteckte Kurse in freier Wildbahn oder liefert euch heisse Kopf-an-Kopf-Duelle bei spannenden Rennen auf aufgeschütteten Pisten in diversen Hallen und Stadien.



Wem das an spielerischer Vielfalt nicht genügt - immerhin spielt sich jede Rennart ein wenig anders - der darf ausserdem auf einen grossen Fuhrpark aus zahlreichen Motocross-Rädern, ATVs, UTVs, Sport Buggys und mehr zurückgreifen, die sich allesamt auch sehr unterschiedlich fahren. Während die meisten Rennen nur für eine oder zwei bestimmte Fahrzeugklassen freigegeben sind, gibt es auch Wettbewerbe, in denen ATVs, Trucks und Motocross-Maschinen gleichzeitig um den ersten Platz kämpfen. Damit bietet euch MX vs. ATV Reflex im Vergleich zu Spielen wie Pure oder eben nail'd spielerisch zweifellos den grössten Umfang.

Terminkarriere

Schade ist dabei, dass die Karriere ihren Namen eigentlich nicht verdient. Im nichtlinearen Karrieremodus wählt ihr nach Belieben das nächste Rennen aus einer von verschiedenen Rennklassen aus und stürzt euch auf die Piste. Landet ihr auf Platz 1, 2 oder 3, schaltet ihr neue Strecken und Fahrzeuge frei und kassiert ausserdem satte Preisgelder, mit denen ihr euren Fuhrpark stetig erweitern könnt. Denn nur wer ein entsprechendes Vehikel besitzt, darf auch in der jeweiligen Rennklasse antreten. Ihr klickt euch also durch leider nicht wirklich intuitiv gestaltete Menüs, kauft neue Fahrzeuge und jagt kurz darauf wieder dem ersten Platz im nächsten Rennen hinterher. Joa gut, das wäre auch besser gegangen. Die Tatsache, dass die Karriere dennoch nicht langweilig wird, verdankt der Titel den verschiedenen Wettbewerben, die für genügend Abwechslung sorgen.

MX vs. ATV Reflex
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Tobias Kuehnlein

MX-vs.-ATV-Reflex


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Tobias Kuehnlein am 12 Dez 2010 @ 15:08
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