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Manhunt: Review

  Personal Computer 


Was machen das Team von Rockstar, wenn es nicht gerade an einem neuen GTA-Teil arbeitet? Es lässt ganz einfach seiner Wut freien Lauf und programmiert Manhunt, ein Third-Person-Taktik-Shooter, der vor Gewalteinlagen à la Kingpin nur so strotzt. Doch wer nun glaub, dass die drei CDs nur sinnlose Gewalt beinhalten, der liegt falsch, denn Manhunt bietet Taktik und Schleicheinlagen, die fast Splinter Cell-Niveau erreichen. Wir haben uns durch die finstere Welt gekämpft und sind den Spuren von James Earl Cash gefolgt...



Todesstrafe für James Earl Cash

James Earl Cash, ein verurteilter Schwerverbrecher wartet auf die Ausführung seiner Todesstrafe. Überraschenderweise hat die Spritze, welche eigentlich zum Ableben von James Earl Cash führen sollte, eine andere Wirkung. Cash wacht plötzlich in einem dunklen Raum auf? alleine. Nur ein Ohrstöpsel liegt auf dem Tisch neben ihm. Über diesen Ohrstöpsel empfängt Cash die Stimme eines Mannes, welcher vorerst nur als "der Regisseur" bekannt sein soll. Der vermeintliche Retter stellt sich jedoch schnell als sadistisches, gewalthungriges Schwein heraus. So gibt er Cash eine zweite Chance, sofern dieser es schafft sich lebend durch ganze Horden von gewaltgierigen Gangmitgliedern zu schiessen und zu schlagen. Cash soll die Jäger, welche nach ihm suchen, möglichst brutal und spektakulär um die Ecke bringen, so dass sich das Publikum auch prächtig amüsiert. So beginnt die Geschichte von Manhunt, einem der wohl brutalsten Videospiele, das jemals den Weg auf unsere Bildschirme fand.

Auf sich alleine gestellt

In Manhunt übernehmt ihr die Rolle des oben erwähnten Schwerverbrechers James Earl Cash. Mit ihm überlebt ihr in einem düsteren Szenario abwechselnd schleichend, schlagend oder ballernd zwanzig mit Gegnern voll gepackte Szenen aus der Third-Person-Perspektive. Dazu kommen noch vier Bonus-Levels. Ihr seid stets auf euch alleine gestellt und bekommt nichts anderes zu hören als die kranken Kommentare eures Regisseurs und ab und an das Gemurmel der Jäger. Der Regisseur ist dabei besonders gut in Szene gesetzt. Seine Sprüche tragen viel zur beklemmenden Atmosphäre von Manhunt bei.

Tarnung ist alles

Der spielerische Schwerpunkt in Manhunt liegt eindeutig in den Stealth-Elementen des Spiels. Mehreren Gegnern ist nämlich mit offener Konfrontation und reiner Muskelkraft nur schwer beizukommen. Wenn man sich also mit mehr als zwei Gegnern offen gegenüber gestellt sieht, wird es Zeit, das Weite zu suchen und ein geeignetes Versteck zu finden. Euch steht das volle Repertoire an Bewegungen eines klassischen Stealthgames zur Verfügung. So könnt ihr euch gegen Wände pressen, um Ecken schauen oder hinter tiefen Gegenständen Deckung suchen. In genug dunklen Gebieten nimmt euch die K.I. nicht wahr, auch wenn der Jäger nur wenige Meter von euch entfernt steht. Dies trägt aber deutlich zur Spielbarkeit, in diesem ohnehin recht schweren Titel, bei. Es können auch Köder, wie zum Beispiel Ziegelsteine geworfen werden, um die Jäger abzulenken.

Der Stealth-Part in Manhunt ist wirklich sehr gut gelungen, und man hat viele Optionen, um die Jäger in die Irre zu führen und zu täuschen. Wenn man sich an einen Jäger anschleichen kann, kann man diesen exekutieren, was zu besseren Einschaltquoten führt. Dabei kann der Spieler selbst bestimmen, wie brutal die Exekution ausfallen soll. Dazu hält man die Angreifen-Taste gedrückt, worauf zuerst ein grüner, dann ein gelber und schlussendlich ein roter Rahmen um den Gegner entsteht. Lässt man nun los, beginnt eine kurze, äusserst brutale, aber sehr cineastisch inszenierte Sequenz. In dieser sieht man wie der Hauptcharakter, je nach benutzter Waffe, dem Jäger etwa die Kehle durchschneidet, ihn mit einem Draht enthauptet oder auf zig andere, teilweise inhumane Weisen hinrichtet. Hier drängt sich natürlich zwangsläufig die Frage auf, ob ein so hoher Grad an Gewalt wirklich notwendig ist. Dabei hätte Manhunt dank der gut integrierten Stealth-Elemente auch mit weniger Gewalt das Zeug zu einem soliden Titel. Die Steuerung von Manhunt ist, im Gegensatz zur bereits erhältlichen PS2-Version, auf dem PC recht gelungen. Ihr habt James stets unter Kontrolle und könnt präzise Aktionen durchführen.

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Admin am 08 Mrz 2005 @ 10:11
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