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Mata Hari: Review

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Mata Hari, das ist doch mal ein klangvoller Name. Viele Legenden und Geschichten gibt es über die berühmte Frau zu erzählen. Publisher dtp Interactive bietet euch eine davon in Form eines lupenreinen Adventures an. Abenteuer plus hübsche Frau als Heldin plus historischer Hintergrund, viel Reiseaktivität und Spionagemissionen. Na, diese kleine Aufgabe kann bei uns nur von einer Frau gelöst werden. Birgit, dein Einsatz bitte!



Das hat man davon, wenn man den Kollegen die Einleitung verfassen lässt. Man hätte natürlich auch schön sachlich über die Thematik beginnen können. Wer Mata Hari, mit bürgerlichem Namen Margaretha Geertruida Zelle, nicht kennt, dem mag ein Blick in die Wikipedia helfen. Die Tänzerin gelangte nicht, wie erhofft, als exotische Künstlerin zu weltweiter Bekanntheit, sondern als Doppelspionin. Im Point 'n' Click Adventure wird ihre Geschichte zwar nicht umfassend korrekt dargestellt, doch einige der Begebenheiten im Spiel beruhen auf Tatsachen.

Der Erste Weltkrieg steht kurz bevor, als Mata Hari zur Spionin wird. In Paris will sie eigentlich ihre Karriere ankurbeln und hofft, so den Sprung auf die grossen Bühnen zu schaffen. Als Tänzerin wird sie zunächst angeworben, bis ihr klar gemacht wird, dass sie davon nicht ewig leben kann. Da die junge Frau auch einem Abenteuer nicht abgeneigt ist, lässt sie sich für Spionageaktivitäten anheuern. Allerdings wird Mata Hari von einem Schweizer engagiert und soll für das Deutsche Reich in Frankreich wertvolle Informationen sammeln. Nach kurzer Zeit jedoch wird ihr Treiben kritisch begutachtet und schliesslich wird sie als Spionin entlarvt. Um nun das Beste aus der Situation herauszuholen, wollen die Franzosen wiederum, dass Mata Hari für sie die Deutschen ausspioniert. Fertig ist die Doppelspionin zwischen den Fronten. Wer ist jetzt noch Freund, wer plötzlich Feind? Man beginnt, etwas vorsichtiger zu agieren.

Vorbildlich: In einem schicken Tagebuch hält Mata Hari ihre Erlebnisse, Missionen und Fortschritte schriftlich fest. In vier Kapiteln mit insgesamt acht Missionen ist die Handlung des Spiels aufgegliedert. Dabei bereist ihr lediglich vier Städte. Paris, Berlin, Monaco und Madrid klingen vom Namen her natürlich schon sehr gut, allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Anzahl der zu besuchenden Schauplätze dennoch zu wünschen übrig lässt. Erfahrene Spieler sehen das Ende bereits nach knapp acht Stunden, was einerseits an den einfachen Rätselaufgaben und andererseits an den simplen Minispielen liegt. Minispiele? Ja, Mata Hari bietet euch beispielsweise ein paar Tanzeinlagen, bei denen ihr im richtigen Moment Noten treffen müsst. Das sieht nett aus, ist aber spielerisch sehr anspruchslos.

Die verschiedenen Örtlichkeiten sehen gut aus, wenngleich zuweilen etwas Schärfe in den Bildern fehlt, zumindest war dies unser Eindruck beim Spielen. Immerhin gibt es animierte Details wie qualmende Schornsteine oder Passanten zu sehen, was die Lebendigkeit der Schauplätze erhöht. Erfreulich ist auch die Detailfülle der Umgebungen, denn der Stil des frühen 20. Jahrhunderts wird sehr schön eingefangen. Von den Häusern über die gepflasterten Strassen bis hin zu den Kleidungsstücken der Charaktere ist alles in sich stimmig. Dies gilt auch für die Musik im Spiel und die Sprecher der Darsteller, die einen sehr guten Eindruck machen.

Mata Hari
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Birgit Grunow

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Birgit Grunow am 11 Dez 2008 @ 17:21
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