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Medieval Conquest: Review

  Personal Computer 

Vor geraumer Zeit hatten wir die Gelegenheit, uns die englische Version von Medieval Conquest als Preview-Version für euch anzuschauen. Dabei gefielen uns besonders der liebevolle Humor und das entspannte Gameplay des Strategiespiels. Medieval Conquest nahm sich dabei selbst nicht so ernst, konnte aber gerade durch die tollen Stimmen enormes Flair verbreiten. Kann die deutsche Version daran anknüpfen?


Nach einer längeren Installation, die mich fast an meinem DVD-Laufwerk zweifeln liess, tauchte endlich der Startbutton auf. Medieval Conquest bietet keine Hintergrundgeschichte, was ungewöhnlich, jedoch aufgrund der Präsentation absolut zu verschmerzen ist. Die einzelnen Missionen, die euch geboten werden, sind lediglich locker miteinander verknüpft. Doch weder Missionsdesign noch fehlende Hintergrundgeschichte lassen rasch Frust aufkommen. Die interessante, jedoch ungemein zugängliche Spielmechanik fesselt sofort an den Bildschirm.

Nach einem kurzen Tutorial startet ihr auf einer grösseren Map, durchzogen von einem Gebirge und Waldstücken. Ein einziges Gebäude steht euch zur Verfügung. Mit wenigen Mausklicks rekrutiert ihr nun eine Handvoll tapferer Abenteurer, die gemäss euren Vorgaben kämpfen und erkunden sollen. Dabei könnt ihr aus drei verschiedenen Klassen wählen. Der Ranger ist ein Meister mit dem Bogen und greift vorwiegend aus der Distanz an. Ähnlich sieht es mit dem Magier aus, der seine körperlichen Schwachpunkte mit mächtigen Zaubersprüchen auszugleichen versteht. Der letzte Typus ist der Krieger, wen wundert´s, denn schliesslich geht keine Schlacht ohne Nahkampf vorbei. Die Abenteurer könnt ihr für Geld anheuern. Dabei steigt und sinkt der Preis gemäss den aktuellen Steuern, die euer König sozusagen als Heldensteuer von euch erwartet.

Doch statt wie in anderen Strategiespielen die Helden nun zu Formationen zu versammeln und sie mühselig mit vielen Klicks auf die Gegner zu manövrieren, habt ihr es in Medieval Conquest denkbar einfach. Denn eure Abenteurer folgen lediglich einem Einflusskreis, den ihr für sie bereitstellt. In diesem Gebiet agieren sie nun eigenständig und empfangen Monster frohlockend mit Waffen- und Magiegewalt. So weit, so einfach, wo bleibt denn da der spielerische Anspruch? Nun, dafür sorgen die zahlreichen Gebäude und Upgrades im Spiel. Während eure Abenteurer zusehends an Erfahrung gewinnen und ihr für getötete Monster Gold einsackt, verlangen eure Helden auch nach reichlich Aufmerksamkeit. So brauchen sie bereits frühzeitig bessere Ausrüstung und Waffen, daher baut ihr entsprechende Läden und Schmieden, bei denen sich die vom Kampf müden Recken dann mit neuen Waren eindecken können.

Optisch sieht das Spiel auf den Screenshots denkbar altbacken aus. Doch in Bewegung, vor allem dank der sehr guten Zoomfunktion, lassen sich viele liebevolle Details in der Stadt und bei den kleinen, dickköpfigen Helden erkennen. Die deutsche Synchronisation hat zwar nicht den herrlich britischen Charme à la Monty Python behalten können, doch dies war auch nicht zu erwarten. Gleichwohl können wir die lokalisierte Fassung als durchweg gelungen bezeichnen, denn die witzigen Sprüche der Helden und Ladenbesitzer gehören zum Humorvollsten, was wir auf dem PC erleben durften. Der Comiclook passt dazu glänzend. Es macht viel Freude, den Dorfbewohnern bei voller Zoomstärke bei der Arbeit oder den Helden bei den Metzelorgien zuzusehen.

Auch Ausruhmöglichkeiten müssen erschaffen werden, zumal das Bevölkerungslimit damit auch erhöht wird. Was eure Abenteurer gerade im Sinn haben, erkennt ihr an kleinen Denkblasen. Glückliche Gesichter kennzeichnen zufriedene Recken, bei unglücklichen Mienen muss hingegen ein weiteres Bedürfnis gestillt werden. Auch konkretere Forderungen nach Waffen, Nahrung oder Rüstungsteilen sind erkennbar. Da von Beginn an nahezu alle Gebäude zur Verfügung stehen, ist der Anspruch dabei jedoch gering. Extrem unzufriedene Einheiten verlassen auch gerne mal eure Stadt, um sich anderswo zu verdingen.




Medieval Conquest
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Markus Grunow

Medieval-Conquest


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Markus Grunow am 03 Okt 2005 @ 16:20
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