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Meridian - New World: Review

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Mit Meridian: New World schickt sich das Ein-Mann-Studio Elder Games an, der etwas in Vergessenheit geratenen Echtzeitstrategie wieder neues Leben einzuhauchen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das wir uns natürlich gleich mal näher angesehen haben.

Grosse Strategie mit kleinem Budget

Mal die Hand aufs Herz: Die Blütezeit der Echtzeitstrategie ist schon lange vorbei. Klar, es gibt immer wieder mal einzelne Lichtblicke wie zum Beispiel StarCraft II oder kleinere Indie-Projekte. Doch ansonsten sind grosse Produktionen in diesem Genre eher Mangelware. Da ist es umso erfreulicher, wenn es sich ein winziges Entwicklerstudio zur Aufgabe gemacht hat, wieder für etwas frischen Wind zu sorgen. Hinter dem ungarischen Studio Elder Games verbirgt sich mit Ede Tarsoly prinzipiell nur ein einziger Mann, der gemeinsam mit einigen Freelancern das Strategiespiel Meridian: New World aus dem Boden gestampft und mithilfe einer Early-Access-Aktion finanziert hat. Gibt es also Hoffnung für die Echtzeitstrategie?

Meridian - New World Bild
Diese Frage können wir bereits an dieser Stelle relativ knapp beantworten: jein. Verwirrt? Okay, dann lasst uns das mal aufklären. Im Kern ist Meridian: New World ein ebenso klassisches wie konservatives Echtzeitstrategiespiel im Stil solcher Spiele wie Command & Conquer und Konsorten. So erwarten euch sowohl hinsichtlich der Spielmechanik als auch der Hintergrundgeschichte eher Standardkost als grossartige Innovationen. Das muss nicht unbedingt negativ sein. Und tatsächlich spielt sich Meridian eigentlich ziemlich gut. Das Grundprinzip ist sehr klassisch: ihr errichtet eine Basis, sammelt Rohstoffe und rekrutiert neue Einheiten. Diese sind nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip aufeinander abgestimmt und erinnern stellenweise stark an die Gegenstücke aus Command & Conquer oder StarCraft. Interessanter ist hingegen die Möglichkeit, die Waffen der Einheiten zu bestimmen. So könnt ihr sie mit einfachen Lasern oder nach etwas Forschung auch mit Strahlenwaffen oder Raketen ausstatten - je nach aktuellem Bedarf.

Standardkost in der neuen Welt

Aber auch das Missionsdesign im Rahmen der Solokampagne ist ziemlich traditionell gehalten. So müsst ihr beispielsweise einen vorgegebenen Punkt für eine bestimmte Zeitspanne verteidigen, bestimmte Gebäude zerstören oder auch mal eine Art Schleichauftrag mit einer Handvoll Soldaten durchführen. An Abwechslung innerhalb der Kampagne mangelt es demnach nicht, und es spielt sich auch alles angenehm flüssig. Doch innovative Ideen suchen wir vergeblich, alles war schon mal da. Das gilt übrigens auch für die Handlung des Spiels, die euch in die Rolle des Kommandanten Daniel Hanson versetzt. Dieser ist mit dem Raumschiff namens Magellan auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten für die Menschheit. Nette Zwischensequenzen sowie Dialoge mit einigen Charakteren lockern das Geschehen etwas auf, doch ist das nichts, was wirklich vom Hocker haut. Zudem ist die Kampagne relativ kurz geraten, was wohl auch dem geringen Budget des Spiels geschuldet ist.

Meridian - New World
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Andre Linken

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Andre Linken am 29 Okt 2014 @ 22:04
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