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Monster Hunter: World: Review

  Personal Computer 

Am 9. August 2018 ging ein Ruck durch die internationalen Steam-Freundeslisten. Von einem Tag auf den anderen gab es wohl kaum jemanden, der nicht mindestens einen Freund hatte, unter dessen Namen in der Kontaktliste "Monster Hunter World" leuchtete. Der aktuellste Ableger der erfolgreichen Dinoschnetzel-Reihe von Capcom ist zwar schon seit Anfang des Jahres auf den Konsolen spielbar, die PC-Version ließ allerdings noch auf sich warten. Doch wer sich in Geduld geübt hat, wurde letzten Endes belohnt, denn die PC-Version von Monster Hunter: World ist gut, sogar sehr gut.

Rückkehr in die neue Welt

Wo sich Konsoleros mit 30 Bildern pro Sekunde begnügen müssen, marodieren die Monster auf dem PC mit satten 60 fps durch die Gegend, und das fällt auf. Das Spiel wirkt ungleich geschmeidiger und flotter, die Monster erscheinen noch lebendiger und die Attacken wuchtiger. Selbstverständlich kommt das Spiel auch in (echtem) 4K daher, doch das geht auf PlayStation 4 Pro und Xbox One X (mit Abstrichen) ebenso. Neu sind jedoch die für PC typischen Grafikeinstellungen, die wir an die Rechenleistung unseres PCs angleichen dürfen. Die Performance ist für die Grafikwucht, die einem das Spiel entgegenschleudert, angemessen. Jedoch ist auch klar: Wer den Titel auf höchster Detailstufe und in 4K spielen möchte, braucht eine Monstermaschine, die den Drachenältesten im Spiel ebenbürtig ist.

https://www.youtube.com/watch?v=-0l0B7NDTAU

Spielerisch erhaltet ihr, abgesehen von den zusätzlichen Inhalten, die erst nach und nach hinzugefügt werden, eins zu eins die gleiche Erfahrung wie an den Konsolen. Einziger Unterschied: Ihr könnt das Spiel auch mit Maus und Tastatur bedienen. Da es sich hierbei jedoch um eine Konsolenportierung handelt, wird davon abgeraten. Stattdessen solltet ihr zum Controller greifen. Etwas anders sieht es in der Sozialfunktion des Spiels aus. Eines der angenehmsten Features auf der Konsole für Spieler, die gern mit Freunden spielen, sind die Jagdgruppen. Diese haben ähnliche Funktionen wie eine handelsübliche Gilde oder ein Clan, jedoch mit einem ganz besonderen Feature: eine eigene, gruppeninterne Lobby. Dadurch ist es nicht notwendig, mühselig seine Freunde einzuladen oder nach ihnen zu suchen, um ihnen beizutreten, sondern man kann sich jederzeit schnell und unkompliziert finden. Aus uns rätselhaften Gründen wurde bei der PC-Version auf dieses Feature verzichtet. Zwar wird in der Versammlungsstätte die aktuelle Steam-Gruppe angezeigt, das war's dann aber auch schon. Eigene Lobby: Fehlanzeige.

Ebenfalls sehr ärgerlich und im höchsten Maße nervtötend war die Benachrichtigungsfunktion von Steam, wenn ein Freund ein Spiel startet. Diese hat euch im Minutentakt darüber informiert, dass eure Freunde jetzt Monster Hunter: World spielen. Zwar wurde das Problem nach einigen Wochen behoben, bis dahin mussten sich jedoch sämtliche Steam-Nutzer damit abfinden, dass ein Teil ihres Bildschirmes mit Dauerbenachrichtigungen verdeckt wurde – oder selbige in den Steam-Optionen deaktivieren. Zu erwähnen seien auch anfängliche Verbindungsprobleme, die mittlerweile aber ebenfalls behoben wurden.

Somit bleibt als einziger wirklicher Kritikpunkt nur die fehlende Jagdgruppen-Funktion stehen. Doch auch das ist zu verkraften. Somit hat uns Capcom mit der PC-Version von Monster Hunter: World eine solide Portierung eines sehr gelungenen Spiels präsentiert, die ihr Geld allemal wert ist.

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Jakob Gustavs

Monster-Hunter-World


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Jakob Gustavs am 11 Sep 2018 @ 12:08
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