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Mortyr 2: Review

  Personal Computer 


Schon als ich mich freiwillig für den Ego-Shooter

Mortyr 2

vom polnischen Entwickler Mirage Interactive meldete, war mir nicht ganz wohl bei der Sache. Wie sich später herausstellte, sollte ich die Entscheidung, das Spiel zu testen, bitter bereuen...



Hitler und Torschlusspanik

Wenn Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg praktisch verloren hat und einen Geheimbund aus Wissenschaftlern bildet, die an einer Atombombe werkeln, ist die Welt in Gefahr. Grund genug für die Alliierten, den britischen Geheimagenten Sven Mortyr einzusetzen, um die nukleare Waffe zu zerstören. Elf Levels voller Nazi-Gesindel gilt es zu säubern.

Die eigens für das Spiel entwickelte 3D-Engine sieht in der höchsten Detailstufe dank annehmbarer Texturen, animierter Vegetation und (unrealistischer) Echtzeit-Schatten für so gut wie alle Objekte recht okay aus. Leider ruckelt sie selbst auf High-End-Systemen mit X800-Grafikkarte und 1 Gigabyte RAM. Ein Zeichen für schlechte Engineoptimierung. In niedriger Detailstufe läuft das Spiel zwar flüssig, gewinnt aber wegen der undetaillierten, verwaschenen Grafik dann keinen Blumentopf mehr. Allen Detailstufen gemein ist der unschöne Aufpop-Effekt von Schatten und Vegetation, den man eigentlich nur von Konsolen her kennt. Die Levels sind optisch durchaus abwechslungsreich gestaltet. So löst ihr unter anderem Aufträge in verschneiten Gebieten bei Nacht, infiltriert Militärbasen und durchwandert dicht bewaldete Areale.

Häufige In-Game-Zwischensequenzen führen die Story fort, womit wir schon beim nächsten negativen Punkt wären. Das Spiel wurde zwar komplett eingedeutscht, ist jedoch von absoluten Amateuren synchronisiert worden. Nur Sven Mortyr selbst klingt einigermassen akzeptabel. Nicht mal eine dynamische Hintergrundmusik existiert. Ihr müsst euch stattdessen mit jeweils einem, meist nervigen Musikstück pro Level zufrieden geben. Hinzu kommt, dass die Soundeffekte teilweise sehr verzögert einsetzen. So hört ihr Radiomusik oder eine laufende Pumpe erst ab einem gewissen Radius. Das klingt unrealistisch und wirkt störend.

Unglaubliche Dinge

Wer angesichts der Überschrift dieses Absatzes jetzt einen euphorischen GBase-Redakteur erwartet, der mit Lobeshymnen nur so um sich schmeisst, liegt völlig falsch. Jetzt kommen wir nämlich zu den wirklich negativen Seiten von Mortyr 2. Fangen wir mal bei dem Missionsdesign an. Wie sehr sich die Entwickler auch bemüht haben, möglichst viel Abwechslungsreichtum zu integrieren, irgendwas passiert immer, das euch den Hauch eines Spielspasses direkt im Keim erstickt. So spawnen Gegner ständig skriptgesteuert und massenhaft in die Landschaft hinein. Getötete Gegner lassen zwar Medikits, Munition und Waffen fallen, diese können jedoch selten lebendig erreicht werden, weil die lebenden Kameraden zu gut treffen und dabei zu viel Schaden anrichten.

Mortyr 2
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Admin am 08 Mrz 2005 @ 10:39
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