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MotoGP 3: Review

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Publisher THQ veröffentlicht mit "MotoGP - Ultimate Racing Technology 3" seine Motorrad-Rennsimulation erneut wenige Monate nach dem Konkurrenztitel aus dem Hause Namco. Entwickler Climax hatte es bislang immer verstanden, die japanische Konkurrenz auf der Geraden aus dem Windschatten zu überholen. So auch diesmal?


Verwirrung pur beim Käufer: Moto GP 4 auf der einen Seite, Moto GP 3 auf der anderen. Doch haben beide Spiele gar nicht so viel miteinander gemein, wie man vielleicht glauben könnte. Lediglich die offizielle Lizenz der Saison 2004 ist beiden Rennspielen gleich. Ihr kämpft mit den Originalfahrern auf den sechszehn originalen Rennstrecken um WM-Punkte und letztlich um den Titel des Weltmeisters selbst. Climax bietet euch zudem die Gelegenheit, einen eigenen Fahrer zu erstellen. So könnt ihr dann mit eurem eigenen Namen und euren eigenen Farbkreationen an Helm, Lederoutfit und der Maschine selbst gegen Renngrössen wie Rossi, Gibernau oder Biaggi um Punkte und Platzierungen kämpfen. Interessant dabei sind die Attribute eures Fahrers, die ihr im Laufe eurer Karriere in den Kategorien Kurvenlage, Bremsen, Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung ausbaut.

In der Karriere laufen die Rennwochenenden stets nach dem gleichen Rhythmus ab. Zunächst absolviert ihr einige Trainingsrunden, um den Streckenverlauf besser kennenzulernen und die Ideallinie auszumachen und das Setting des Motorrads einzustellen. Reifenmischung, Radstand oder Bremsbalance können so beispielsweise massgeblichen Einfluss auf die Rundenzeiten haben. Anschliessend gebt ihr in der Qualifikation entsprechend Gas, um eine optimale, schnelle Runde hinzulegen. Erst dann startet ihr in das eigentliche Renngeschehen. Von drei Runden bis hin zu korrekter, realistischer Rundenzahl fahrt ihr dabei gegen die KI.

Auf den Strecken geht es dann derbe zur Sache. Selbst mit einer vergleichsweise kleinen 600 ccm Maschine verfallt ihr sehr rasch in einen wahren Geschwindigkeitsrausch, dem lediglich die Fliehkraft und der fehlende Asphalt neben der Strecke Einhalt gebieten. Das geradezu berauschende Gefühl wird durch einen tollen Verwischeffekt zusätzlich verstärkt. Dabei werden Streckenelemente und der Asphalt sowie die Kontrahenten mit einem extremen Weichzeichner und anderen Effekten derart verzerrt dargestellt, dass man tatsächlich das Gefühl hat, man würde mit 250 Sachen über den Strassenbelag brettern: Fehlt eigentlich nur noch der Gegenwind, der am Körper reisst. Geschmeidig wirken Animationen des Fahrers und auch die Bewegungen der detailliert modellierten Motorräder samt Strassenlage wirken authentisch. Richtig klasse: Wettereffekte wie Blitze, flimmernde Hitze, Gischt und Regentropfen bei schlechterem Wetter sowie Blendeffekte bei tiefstehender Sonne. Derart gute optische Effekte bietet kaum ein zweites Rennspiel. Schade nur, dass bei dieser grafischen Klasse die Strecken allesamt ein wenig karg aussehen. Gut, bei 200 km/h merkt man dies nicht unbedingt, doch etwas mehr Zuschauertribünen und Sponsoring-Tafeln hätten dem Spiel bereits mehr Abwechslung verliehen.

MotoGP 3
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 28 Sep 2005 @ 18:28
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