GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Myst V - End of Ages: Review

  Personal Computer 

Zwölf Jahre Adventure-Geschichte nähern sich dem Ende. Mit Myst 5 erreicht die erfolgreiche Serie, die ihre Geburtsstunde 1993 hatte, ein würdiges Game Over. Wie heisst es doch so schön? Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Nie hatte diese Redewendung mehr Inhalt als heute.

Mit Ausnahme der Sims-Spiele hat sich keine andere Serie so gut verkauft wie die von Myst. Obwohl das Spiel 1993 mit nur wenigen Werbemassnahmen auf den Markt gelangte, wuchs eine unglaublich grosse Fangemeinschaft heran. Fans, die bis heute ihre Internetseiten pflegen und damit versuchen, den Ansprüchen der Spiele gerecht zu werden. Dabei sorgte der erste Teil zunächst für Verwirrung: In einer (extrem) surrealen Welt war es schwer, der Handlung überhaupt folgen zu können. "Wer bin ich? Was mach ich hier? Hm, keine Ahnung. Aber die Grafik ist schön." Vorgerenderte Bilder, die es in einer Art Diashow zu durchwandern galt, fesselten an den Bildschirm. Nach und nach entpuppte sich auch über die kommenden Teile (Riven, Uru, Myst 3 und 4) eine Geschichte - eine sehr phantastische sogar. Einige Bücher dehnten die Machwerke der Presto Studios und Cyan Worlds aus, machten mit der Familie des Weltenbauers Atrus und der D`ni-Zivilisation vertraut (sprich: Dahni). Eine Reise durch Myst setzt immer wieder einen freien Geist voraus: Macht euch frei von Extraleben, Tod und Action. Hier ist Einsamkeit Programm. Denn nur in dieser Stille scheint es möglich, die herausfordernden Puzzles von Myst lösen zu können. Rätsel, die auch dem fünften und letzten Teil der Serie einen eigenen Charakter geben.

Krone der Schöpfung

Ihr seid nun im fünften Teil der Serie angekommen, um als (namenloser) Helfer die D'ni-Zivilisation zu retten. Dieses Mal sind es vier Welten mitsamt ihrer Randbereiche, die mit einigen knackigen Rätseln aufwarten. Steintafeln sind hier mit Symbolen zu verzieren, die zunächst zu entdecken und dann per Mausbewegung tatsächlich auf die Platten zu zeichnen sind. Erst wenn alle Symbole gefunden, alle Steintafeln an Ort und Stelle platziert sind, seid ihr Träger der finalen und mächtigsten aller Tafeln. Dann müsst ihr euch ein letztes Mal entscheiden, wem ihr diese Tafel übergebt (oder gar selbst in den Händen behaltet). Atrus' Tochter Yeesha sieht sich in ihren Tagebuchaufzeichnungen als würdigen Träger, während D'ni Esher das ganz und gar nicht so sieht. Am Ende des Spiels habt ihr die freie Wahl, was ihr mit der Tafel anstellt und könnt so verschiedene Endsequenzen des Spiels öffnen.

Yeesha und Esher begleiten euch also permanent durch das Spiel. Mal sind es versteckte Botschaften und Karten auf Papier, die euch helfen, oder die beiden stehen euch gar leibhaftig gegenüber. Wobei sich Esher sehr oft ins Geschehen teleportiert und zu vielen Orten etwas zu erzählen hat. Ein Dialog findet Myst typisch dabei nicht statt. Auch Myst 5 lebt allein von Erzählungen weniger Protagonisten und einer ausgeprägten Bildersprache in einer Welt voller Rätsel.

Endlich erlaubt nun auch Myst nach dem Vorgängerspiel Uru die freie Bewegung in einer dreidimensionalen Spielumgebung. Kein einschränkendes Anklicken von vorberechneten Wegpunkten mehr - einfach nur freie Bahn, wo auch immer es euch hinzieht. Wer es mag, kann die neue WASD-Bedienung völlig ignorieren und auf andere Steuerungsmöglichkeiten ausweichen. Auch auf die altbekannte Point and Click-Bedienung, bei der wie in den alten Teilen der Serie schrittweise Bewegungen ausgeführt werden. Das ist vielleicht ganz gut so, um Fans der Serie nicht zu vergraulen.

Myst V - End of Ages
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Thomas Richter

Tags:
Myst 5

Myst-V---End-of-Ages


Myst-V---End-of-Ages


Myst-V---End-of-Ages


Myst-V---End-of-Ages


Thomas Richter am 07 Okt 2005 @ 19:41
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen