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NGT US Open 2002: Review

  Personal Computer 



Gameplay

Auf dem Platz überrascht das Gameplay mit etlichen Neuerungen. Sowohl Steuerung, als auch Ballverhalten wurden komplett neu gestaltet und sollten auch alte RG-Veteranen richtig fordern. Um bei den Ballwechseln nicht wie ein totaler Anfänger auszusehen, ist es nun notwendig, sich möglichst korrekt zum Ball zu stellen, um einen optimalen Schlagwinkel zu erreichen und die dazugehörige Power in den Schlag legen zu können. Das richtige Timing ist von grosser Wichtigkeit, die Entwickler legten offenbar grossen Wert darauf, dass ihr Spiel so realistisch wie nur möglich wird. Da die Programmierer dies wohl sehr ernst genommen haben, gestaltet sich das eigentliche Spielen aber als sehr unzugänglich und schwer. Konnte man bei den Vorgängern der Serie noch längere Ballwechsel erleben, da das Erlaufen der Bälle nicht besonders schwer war, erlebt man jetzt selbst auf Sand nur selten schöne, lange Ballwechsel. Bringt man man doch mal einen richtig attraktiven Schlagabtausch zu Stande, wünscht man sich eine Zeitlupe, um die besten Aktionen nochmals bewundern zu können. Warum die Entwickler aber darauf verzichtet haben, ist uns ein Rätsel. Eine Spielanalyse ist somit überhaupt nicht möglich.

Auch der Aufschlag wurde komplett überarbeitet. Das alte System, bei dem man den Aufschlag im gegnerischen Feld mit Hilfe einer Cursor-Anzeige platzieren konnte, wurde verworfen. Nun ist es lediglich möglich, die ungefähre Richtung des Balles vorzugeben. Dabei sind uns während der Testphase mehrere Dinge sehr negativ aufgefallen. Es ist nahezu unmöglich, den Aufschlag druckvoll weit nach Aussen zu ziehen, um den Gegner gleich in Bedrängnis bringen zu können. Die Bälle gehen viel zu häufig ins Aus oder landen an der Netzkante. Ist dann doch mal ein guter, harter Aufschlag gelungen, retourniert der PC-Gegner knallhart und oftmals unerreichbar zurück. Somit ist man mit weichen Aufschlägen in die Mitte des Feldes in den meisten Fällen erfolgreicher. Witziger Gag am Rande: Sogar ein Aufschlag �von unten" ist möglich, frei nach Michael Chang könnt ihr eure Gegner damit überraschen und einen kurzen Ball ins Aufschlagfeld spielen.

Das trübt den Spielspass...

Das Schlagrepertoire umfasst eine Vielzahl von Schlägen, wie Topspin, Slice oder Lob. Um die gewünschte Richtung des Balles hinzubekommen, bedarf es einiger Übung. Die korrekte Stellung des Spielers vorausgesetzt, klatschen die gespielten Bälle viel zu häufig auf die Grundlinien. Die unberechenbare Flugbahn des Balles erschwert eine vernünftige Planung, bzw. Strategie auf dem Platz. Die Tatsache, dass man auch nicht erkennen kann, wohin der Gegner den Ball mit der folgenden Schlagbewegung gleich spielen wird, kommt einer Unspielbarkeit gleich. Denn nur mit viel Glück sind so einige Bälle überhaupt noch zu erreichen, da sich die Spieler nicht gerade agil über das Spielfeld bewegen. Im Multiplayermodus können bis zu vier Spieler gleichzeitig ihr Können beweisen. Bedingt durch Grafikfehler sind Wortgefechte über angeblich im Aus befindliche Bälle keine Seltenheit.





Fazit

Eine Spur zu viel Realismus haben die Programmierer dem Spiel gegeben. Dabei ist das Handling derart schwer geworden, dass man frustriert nach einigen Stunden das Gamepad beiseite legt. Da das Gameplay derart verhunzt wurde, lässt sich das Spiel noch nicht einmal für eine gemütliche Runde unter Freunden empfehlen. Zuviel Frusterlebnisse vermiesen den Spielspass. Dass es wesentlich besser geht, hat erst kürzlich Virtua Tennis mit genialer Atmosphäre und sehr guter Spielbarkeit beweisen.

NGT US Open 2002
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Admin

Admin am 08 Mrz 2005 @ 11:09
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