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NHL 2002: Review

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Startet man eine neue NHL-Saison kann man mit dem aktuellen Roster, sprich die Spieler sind alle in ihrem richtigen Team, beginnen oder aber man wählt den Fantasy-Draft. Dieser Fantasy-Draft hat nämlich die Bedeutung, dass alle Spieler in irgendein Team transferiert werden, so kann es sein, dass die Tampa Bay Lightnings plötzlich einen Paradesturm mit Jaromir Jagr, Joe Sakic und Patrik Elias haben. Ist zwar eine nette Eigenschaft, aber die meisten Zocker werden sowieso mit den normalen Roster spielen und dann während der Saison ihre Transfers tätigen. Auch sind die neusten Transfers schon integriert, so spielt Jagr bei den Capitals, der Dominator bei den Red Wings und Pavel Bure darf mit seinem kleinen Bruder unter der Sonne von Florida um die Wette flitzen. Falls sich aber trotzdem noch andere Transfers ergeben die von grosser Bedeutung wären, dann wird EA bestimmt mit einem Patch das ganze NHL-Roster updaten.

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht nur durch die Einstellung am Anfang oder auch neu während einer Saison zu wählen, sonder es hat auch dementsprechend grossen Einfluss darauf mit welchem Team man auf die Jagd nach dem schwarzen Kobold geht. So ist es mit einem Team wie St. Louis wesentlich einfacher als mit Mighty Ducks aus Anaheim oder den Atlanta Thrashers.

Auch wieder mit von der Partie ist der umfangreiche Editor, welche das oben beschreibende Manko der Phantasienamen in den Nationalmannschaften fast wieder ausbügelt. Mit dem Editor lassen sich die unterschiedlichsten Spieler erschaffen, man könnte meinen man wäre der Hockeygott persönlich und kreiert so Talent um Talent. Neben der Augenfarbe des Spielers, lässt sich der Bartwuchs von ?kleiner Flaum? bis zu ?Reinhold Messner? einstellen. Aber auch die Haarfarbe, Nase, Mund lässt sich den eigenen Wünschen anpassen. Wie auch schon im Vorgänger kann man das Abbild seiner persönlichen Fratze in das Game integrieren, leider lässt das Ergebnis immer noch zu wünschen übrig und nur nach intensiver Anpassung und herumgewurstel lässt sich das eigene Gesicht auf dem Eise einigermassen erkennen. Aber nun ist es auch möglich komplette Teams zu erstellen, wie denndas fragt sich da der Laie, nun man erstellt eigene Trikots, Logos und bastelt sich so recht schnell sein eigens Fantasy-Team zusammen. Mit dem neuen Team kann man dann eine neue Saison bestreiten und für Furore sorgen.





Aber kommen wir nun zum neusten Teil des Spiels. Dies wäre als erstes einmal die Kameraeinstellung wenn ein eigener Spieler die Scheibe ergattern kann und alleine aufs Tor flitzt. In dieser Phase erscheinen zwei schwarze Balken unten und oben wie bei einem Film und auch die Perspektive ändert sich, um dem ganzen noch einen hauch von Dramaturgie zu verpassen färbt sich der Screen in ein mattes Violett, man hört den Herzschlag des Spielers und das Schlittschuhkratzen auf dem Eis. Das gibt dem ganzen Angriff einen neuen Unterhaltungswert was meiner Meinung nach wirklich genial umgesetzt wurde. Diese schwarzen Film-Balken erscheinen aber nicht nur bei einem Breakeaway, sie tauchen auch auf um grossartige Spielzüge nochmals zu zeigen, so wird ein Big-Save eines Torhüters gleich nach dem Pfiff des Schiris von verschiedenen Kameraperspektiven wiederholt. Aber auch Spielzüge und Tore werden so in Szene gesetzt, es kann auch sein das während den Unterbrüchen Szenen aus dem ersten Drittel nochmals wiederholt werden weil sie so Spektakulär waren. Dieses Szenen erhöhen die Atmosphäre während des Spiels immens und das ganze kommt langsam aber sicher einer TV-Übertragen gleich.

Aber auch die Player-Cards sind eine willkommene Abwechslung, diese Karten kann man sich erwerben durch Punkte die man während einer Partie einfährt. So kriegt man Zähler auf sein Punktekonto indem man mit einem Spieler zwei Tore erzielt, das erste Bully gewinnt, einen harten Check anbringt, einen Pass abfängt und vieles mehr. Nach der Partie werden die erspielten Punkte für den kauf von den sogenannten Player- oder Trading-Cards verwendet. Erwirbt man so eine spezielle Karte eines Spielers, kann man die Neuerwerbung in ein Album kleben. Das ist aber noch lange nicht alles, kauft man sich zum Beispiel die Karte des Stürmerstares Steve Yzerman, so erhält der Stürmer der Red Wings einen kleinen Leistungsschub. Auch neue Jubelszenen und Easter-Eggs lassen sich dadurch Freischalten.
Die Karten können über das Internet getauscht und gesammelt werden, was wohl vielen Sammlern und Ex-Pokémon Liebhabern einen Luftsprung garantieren dürfte.

Die Grafik zeigt sich von ihrer besten Seite, zwar sieht man auf den ersten Blick nicht gerade einen grossen Unterschied zwischen dem Vorgänger aber es gibt sie. So sind die Zuschauer in den ersten Sitzreihen komplett mit Polygonen erstellt und mit unterschiedlichen Texturen überzogen, so fällt es nicht so extrem auf das in den hinteren und oberen Sitzreihen nur wieder Bitmaps verwendet wurden für die Zuschauer. Die Animationen auf dem Eis sind viel weicher und detaillierter. Aber auch die Soundkulisse ist vom Feinsten, angefangen bei den Menüs, dem Gejohle der Fans im Stadion bis hin zu den Kommentatoren, die wohl die witzigsten und unterhaltsamsten sind in der bisherigen NHL-Serie von EA.

NHL 2002 kann über ein Netzwerk oder auch im Internet mit anderen NHL-Verrückten gezockt werden. Extra für das Online-Gaming hat EA den sogenannten Matchmaker in das fertige Spiel integriert, mit diesem lassen sich sehr einfach Partien gegen andere Spieler rund um den Globus austragen.


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Admin am 08 Mrz 2005 @ 11:11
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