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NHL 2005: Review

  Personal Computer 



Jensino:
Kein Spieler kann immer auf dem gleichen Niveau sprinten. Der Puckführer wird zum Torschuss oder Abspiel genötigt, denn ohne Beschleunigung (es sei denn der Spieler hat sie sich aufgespart) kommt man nicht an seinem Gegenspieler vorbei. Dann macht es: ?Rummmms!? Und schon sind da nur noch Sterne... Die sieht der Spieler mit den Standardsettings von EA bedauerlicherweise zu oft. Leider werden nur drei Strafenarten vom Schiedsrichter geahndet. Das ist schade, da es in der NHL mehr als nur drei Strafenarten gibt. Wer aggressiv zu Werke geht, seinen Gegner im Drittel einschnürt und konsequent den Abschluss sucht, ist auch erfolgreich. Sehr gut ist, dass Schüsse jetzt auch mal am Tor vorbeizischen. Ausserdem positioniert sich die Verteidigung besser und stellt gekonnt Räume zu. Das Checksystem wurde genau wie das Passsystem vereinfacht, um mehr Kombinationsmöglichkeiten in Offensive und Defensive zu eröffnen.

Archon:
Die Menüführung ist wahrlich als umständlich und wenig komfortabel zu beschreiben. Könnt ihr in einigen Menüs noch mit der Maus arbeiten, ist in den elementar wichtigen Sektionen wie Reihenbearbeitung oder Strategieplanung eure Geduld mehr als gefordert, da hier die Tastatur oder das Gamepad zu Hilfe genommen werden müssen. Man merkt dem Spiel die Konsolenlastigkeit spürbar an.

Jensino:
Sicher wäre ein Drag-und-Drop-Prinzip in den Menüs komfortabler, aber so nachteilig sehe ich das nicht. Darauf kann der Spieler sich leicht einstellen. Obendrein verfügen die Menüs über ein tolles Design bis auf die eben angesprochene mässige Bedienbarkeit. Auch mit dabei: Statistiken über Spieler und Vereine. Die hätten zwar umfangreicher ausfallen können, allerdings sind die Daten, die das Spiel anbietet, ausreichend.

Archon:
Ein wohl gut gemeinter, jedoch letztlich äusserst schlechter Witz ist die ?maximal 30 Sekunden Aufenthalt?-Begrenzung in Online-Spielen. EA Sports wollte offenbar damit unfairen Spielern im EASO Service Einhalt gebieten, doch letztlich strafen sie damit die begeisterten Online-Spieler, die sich nach einem Drittel gerne mal über das gerade laufende Spiel unterhalten oder ihre Strategie überdenken möchten. Viel Kritik müssen wir über die mangelnde Gamepad-Unterstützung und die ungenügende Tasten-Konfiguration von EA Sports ausschütten. Viele Spieler beklagen sich bereits, dass ihr Gamepad nicht vom Spiel korrekt erkannt wird. Gelegentliche Abstürze sind für die NHL-Serie ungewohnt, jedoch leider zeitweilig vorhanden. Hier muss dringend ein Patch für Abhilfe sorgen, wenn der Frust nicht zu gross werden soll in der Fangemeinde.

Was sofort auffällt, ist das neue Spielgefühl. Wie oft haben wir in NHL 2004 über unsere Mannschaftskollegen geflucht, wenn sie mitten im Angriff ruckartig stehenblieben und unser Pass ins Leere ging? Wie oft mussten wir uns ärgern, wenn ein Icing des Gegners durch einen Bug verhindert wurde, weil ein Reihenwechsel den Pfiff des Referees verhinderte? Zwar war einerseits das Passen in NHL 2004 sehr simulationslastig, jedoch war aufgrund der mangelhaften Spieler-KI ein vernünftiger Spielaufbau oft gar nicht möglich. Doch all dies gehört nun der Vergangenheit an, denn die Pässe sind wieder erheblich leichter an den Mann zu bringen, was einem attraktiven Kombinationsspiel erheblich entgegenkommt. Doch auch wer gerne den Pass ins gegnerische Angriffsdrittel drischt und eher den kanadischen Stil pflegt, kommt nicht zu kurz. Trotz der Passautomatik lässt sich der Puck nach wie vor lupfen oder ins gegnerische Drittel befördern.

Jensino:
Die wichtigste Neuerung nennt sich aber ?Open Ice?! Mit diesem Feature besteht bei einem Angriff die Möglichkeit, dass der Computer den puckführenden Spieler steuert, der menschliche Spieler sich freiläuft und dann einen Pass anfordert ? ähnlich der ?Off the ball?-Steuerung aus der FIFA-Serie. Sollte das Freilaufen nicht gelingen, kann auch ein Schlagschuss des puckführenden Spielers ausgeführt werden. Open Ice bietet zusätzlich eine Funktion, mit der Unterstützung herbeigerufen werden kann. Wollt ihr auf der linken Seite mit dem Puck durchbrechen, ruft ihr durch die entsprechende Taste für die Open Ice-Unterstützung einen Mannschaftskollegen herbei, der euch den Weg freiräumt. Es dauert nicht lange bis ihr die Steuerung dieses Features verinnerlicht habt und wenn ihr Open Ice beherrscht, stehen euch viel mehr Spielgestaltungsmöglichkeiten offen, als das bisher der Fall war. Eine tolle Idee, die auch super umgesetzt wurde.





Archon:
In vielen NHL-Jahren war das Durchbrechen an der Bande mit einem Right- oder Leftwing viel zu einfach, um Gefahr vor dem Tor heraufzubeschwören. In diesem Jahr wird euer Stürmer nicht nur aufgrund der Turbobegrenzung schneller die harte Eisfläche kennenlernen, als ihm lieb ist. Wer sich nicht eingehend mit den KI-Einstellungen beschäftigt, erlebt eine faustdicke Überraschung. Die Kaufversion gleicht eher einem Spielhallen-Arcade-Gebolze, denn einer waschechten Eishockey-Simulation, da helfen selbst die enthaltenen Slider nichts, da sie nahezu gar nichts bewirken! Mehr als 60 Checks von der CPU in einem Spiel mit fünf Minuten Spielzeit pro Drittel sind keine Seltenheit, in jedem Angriff holen sich die Angreifer blutige Nasen, da die CPU euch gnadenlos checkt. Doch auch ihr selbst könnt natürlich kräftig austeilen, der Schiedsrichter lässt entschieden zu viel durchgehen und pfeift nur gelegentlich.

Archon:
Doch nach wie vor ist nicht nur das Checken eine defensive Variante, um Tore zu verhindern. Pucks werden per Poke-Check weggestochert, durchgebrochene Stürmer per Haken am Schuss gehindert oder kurzerhand an die Bande geklemmt. In der grössten Not wirft sich ein Verteidiger mutig in einen harten Schlagschuss, um dem Torwart zu helfen. Offensiv habt ihr nun auch die Möglichkeit, einen separaten Handgelenkschuss anzusetzen. Dieser sieht äusserst elegant aus und zwingt die Torhüter zu so mancher atemberaubender Glanzparade, wovon es erstaunlich viele gibt. Erfreulich sind die neuen und verbesserten Taktikmöglichkeiten. So habt ihr in den Spielen jetzt jederzeit die Möglichkeit, per Steuerkreuz eure aktuelle Strategie zu verändern. Die neuen Bully-Aufstellungen erinnern in ihrer Machart an die Madden-Serie, ohne deren taktischen Tiefgang auch nur anzudeuten. Dennoch ist es wunderbar, sich jetzt von Bully zu Bully neu entscheiden zu können, ob die Ausrichtung der Spieler eher zurückhaltend, normal oder aggressiv sein soll.

Jensino
?Gott sei Dank?, werden sich viele Online-Liga-Leiter gedacht haben, als sie den Remote-Liga-Modus in EAs neustem Produkt wieder entdeckten. Bei NHL 2004 musste leider lange auf einen solchen Modus gewartet werden. In einer Online-Saison muss der Spieler jetzt auch nicht mehr warten, bis ein kompletter Spieltag absolviert ist, um den nächsten freigeben zu können. Einspielen in einem Local Area Network ist genauso möglich wie eine direkte TCP/IP-Verbindung. Unverständlich und nervend für Spieler ist aber der mangelhafte Netcode. Wie kann es sein, dass NHL 2004 einen ordentlichen Netcode hatte und im Nachfolger auf einmal ein Dauerruckeln festzustellen ist? Auch hier sollte EA schnellstmöglich einen Patch veröffentlichen, ansonsten wird leider vielen Spielern schnell der Spass am Online-Hockey vergehen.


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Admin am 08 Mrz 2005 @ 11:14
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