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Namco Museum 50th Anniversary: Review

  Personal Computer 

14 Arcade-Klassiker (+2 Bonus-Spiele) auf einer CD aus 50 Jahren Spielegeschichte - das macht gerade mal knapp 0,3 Spiele pro Jahr. Klingt nicht gerade nach einer fetten Ausbeute. Und dennoch ist der Besuch des Museums mal einen Blick wert.

Den japanischen Produzenten Namco gibt es schon seit über 50 Jahren. Wer hätte das gedacht? Dem jüngeren Spieler eher als Entwickler der Ridge-Racer-Reihe bekannt, stellte die Firma seit 1955 bis in die siebziger Jahre noch mechanische Rodeo-Pferde und andere Reitautomaten für Kinder her. Ein solches liegt dem Namco Museum 50th Anniversary zwar nicht bei, wohl aber sechzehn Automatenklassiker aus den Jahren 1980 bis 1987. Videospielern blieb damals nicht viel anderes übrig, als jede sauer ersparte Mark in die verteufelten Kisten zu stecken. Denn Heimcomputer waren noch wenig verbreitet. Gut, es gab Tricks: Wie etwa mittels Tesafilm das Anbringen eines Fadens an die Münze, um sie nach der Aktivierung von Credits wieder heraus zu ziehen. Hättet ihr diese Gaunerei damals begangen und so 56 Mark beiseite gelegt, könntet ihr euch heute das Namco-Paket leisten. Das geht nämlich für 27,90 Euro weg. Eine ganze Menge Holz also.

Wenig Pixel für viel Geld

Zugegeben, die Schauobjekte in diesem Museum lesen sich wie das Who is Who der Arcade-Klassiker. Pac-Man darf natürlich nicht fehlen, nebst der feschen Ms. Pac-Man. Die beiden gelben Pillenfresser tanzen nicht zu Techno, schlucken sicher auch kein LSD, und sehen trotzdem immer noch Gespenster. Nur das Einsammeln einer der vier Megapillen bewirkt die kurzzeitige Heilung. Schwupp, können auch die fiesen Geister gefressen werden. Ihr kennt ja das Spielprinzip.

In den Achtzigern gab es wohl kaum eine Spielhalle, die neben Pac-Man ohne eine Version von Galaga oder Galaxian auskam. Mit eurem Raumschiff feuert ihr auf kreisende und schiessende Aliens. Erst wenn der Schirm sauber ist, geht's eine Runde weiter. Unspektakulär, aber fetziger als Space Invaders. Galaga und Galaxian findet ihr im Namco Museum. Anfassen erlaubt.

Grosses Lob verdient vor allem das beigefügte Dig Dug, das schon in den frühen Jahren der elektronischen Spiele mit einem innovativen Spielprinzip aufwarten konnte. Dabei grabt ihr euch durch das Erdreich und werdet von knuddeligen Monstern gejagt. Vergesst eure Laserwaffen - hier pumpt ihr mit Luft. Befindet sich eines der Monster in Reichweite, fährt die Spielfigur auf Knopfdruck einen Schlauch aus. Einmal angestöpselt, lässt sich der Gegner bis zum Zerbersten durch regelmässiges Knopfdrücken zum Zerplatzen bringen. Unfreundlich, aber witzig. Wie in den meisten anderen Spielen dieses Alters, könnt ihr kaum mit Abwechslung in den Levels rechnen. Eine Spielstufe ähnelt der anderen. Oft genug wie ein eineiiger Zwilling.

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Thomas Richter

Namco-Museum-50th-Anniversary


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Thomas Richter am 07 Jun 2006 @ 08:32
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