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Necrovision 2 - Lost Company: Review

  Personal Computer 

Kriege sind hirnlose Gemetzel? In diesem Spiel ist das wörtlich zu nehmen. Denn wenn im Ersten Weltkrieg gewöhnliche Soldaten zu Zombie-Soldaten mutieren, muss was rein in die Hohlbirnen. Und zwar Schrot.

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, da gab es ganz frisch auf dem Spielemarkt Necrovision. Der Action-Shooter, angesiedelt im nicht mehr ganz so brühwarmen Ersten Weltkrieg. Wobei die Betonung sicher nicht auf "der" liegt, denn unterm Strich heimste das Spiel aus der Feder ehemaliger Painkiller-Entwickler eher gerade mal zufriedenstellende Bewertungen ein. Mit Necrovision 2 - Lost Company legen die Hersteller von The Farm 51 jetzt nach. Und irgendwie sich auch auf die Schnauze: Necrovision 2 - Lost Company sieht dem ersten Teil verdammt ähnlich, macht eigentlich nichts besser und leidet darüber hinaus an mehr Bugs, als einem zweiten Teil unter diesen Umständen angemessen wäre.

Die Untoten des Krieges

Politisch korrekt: Im ersten Teil von Necrovision war es ein Soldat der amerikanischen Streitkräfte, der den Gegnern im Ersten Weltkrieg ordentlich zusetzte. In Necrovision 2 schlüpft ihr in die Rolle des deutschen Dr. Jonas Zimmermann und macht im selben Krieg Jagd auf die eigenen Kameraden - auf untote Kameraden. Die tragen historisch authentische Uniformen, manche auch Waffen, und wandeln damit auf muffigen Sohlen. Denn irgendwas stimmt nicht mit den verfaulenden Kameraden. Befallen von einer Krankheit, die im Spiel zum Grossteil allgemein als Seuche bezeichnet wird, erkennen sogar Horrorfilm-Laien die Symptome waschechter Zombies. Auch Zimmermann, mehr Wissenschaftler als Soldat, weiss zunächst nicht so recht, wie er mit den fremden, aggressiven Verhaltensmustern umzugehen hat und ballert drauflos, um später ein Gegenmittel an den Mann zu bringen. In zehn Spielkapiteln fallen massenhaft Gegner - aber nur bruchstückhaft Informationen über die Ursachen der Seuche. Erst gegen Ende wird klar: Hier sind übernatürliche Kräfte am Werk. Dämonen wollen die Weltherrschaft an sich reissen. Und in diesem Fall sind ausnahmsweise mal nicht die Deutschen gemeint.

Zielsichere Mäuse-Dompteure werden Necrovision 2 innerhalb weniger Stunden komplett durchgespielt haben. Ungefähr fünf bis sieben Stunden, dann ist der Ofen aus. Wenn der nicht bereits vorher einem Rohrkrepierer erliegt und die wahre Kälte dieses Krieges offenbart: eine mangelhafte Softwareprogrammierung, die etliche Systemabstürze forciert. Auf einem Testsystem unter Windows 7 (64-Bit) mit einer Ati Radeon 4870 wollte der Horror-Shooter erst gar nicht starten. Die Suche im Herstellerforum liess durchblicken, dass auch andere Spieler mit derartigen Problemen zu kämpfen haben. Ein manueller Eingriff in eine CFG-Datei war notwendig, um das tote Stück Software zum Leben zu erwecken. Nicht schön.

Necrovision 2 - Lost Company
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Thomas Richter


Necrovision-2---Lost-Company


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Thomas Richter am 09 Mai 2010 @ 14:00
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