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Neverend: Review

  Personal Computer 

Vor gut dreieinhalb Jahren haben die slowakischen Mayhem Studios das Rollenspiel Neverend angekündigt und das Projekt danach immer und immer wieder verschoben. Dieses Jahr wurde es schliesslich fertig, kam jedoch in Europa zunächst nur in französischer Sprache auf den Markt. Frogster Interactive hat Anfang Herbst den deutschen Vertrieb übernommen und das Spiel im November komplett lokalisiert veröffentlicht. Hat sich letztendlich die lange Warterei gelohnt oder befindet sich Neverend auf einem technisch ähnlich niedrigen Niveau wie Mayhems Shadow Vault?

Story mal anders

Gerade bei Rollenspielen ist eine kreative und fesselnde Story wichtiger als in jedem anderen Genre, mal abgesehen von Adventure-Spielen. Mal wird man in einer fremden Welt abgesetzt und muss sich die Handlung Stück für Stück zusammenklauben. Oder man bekommt direkt den Auftrag, sich auf den Weg zu machen, um einen fiesen Herrscher zu erledigen. Neverend geht hier einen eher ungewöhnlichen Pfad. Eine Gruppe Räuber feiert die Eroberung einer Schatztruhe und besäuft sich bis spät in die Nacht. Zwei der Diebe machen sich schliesslich mit der Truhe davon, während der Rest seinen Rausch ausschläft.

Am nächsten Morgen erwacht ihr als magisch begabtes, weibliches Mitglied der Räubertruppe in eurem Zelt. Ihr Name ist Agavaen, ihres Zeichens Fee, und sie wird mit der Tastatur im Stil von Resident Evil durch das vorgerenderte Rastplatz-Gebiet gesteuert. Einen Bildschirm weiter trefft ihr einen Kumpanen, der euch von der Misere erzählt. Er verrät euch ausserdem, dass der Anführer der Räubertruppe nicht gut auf euch zu sprechen ist und euch erledigen will. Letztlich erledigt ihr den Obermacker nach einer kurzen Diskussion. Hierbei werdet ihr erstmals Kontakt mit dem rundenbasierten Kampfsystem von Neverend bekommen.

Schlecht geklaut, statt gut erfunden?

Wer Klassiker wie Anachronox oder Final Fantasy kennt, wird sich direkt im Kampfbildschirm zurechtfinden. Hier stehen sich Gut und Böse typischerweise gegenüber und führen nacheinander ihre Aktionen aus. Über ein kleines, übersichtliches Symbol-Interface könnt ihr mit der Maus Nahkampf- und Magie-Attacken veranlassen oder auf das Vollbild-Inventar der Heldin zugreifen. Des Weiteren darf über einen mehrstufigen Regler das Offensiv- und Defensiv-Verhalten eingestellt werden. Damit bestimmt ihr, ob Agavaen sich eher auf ihre Verteidigung oder auf einen starken Angriff konzentrieren soll.

Anfangs noch mit einem Dolch bewaffnet, kommen später weitere Waffengattungen hinzu, darunter Kurz- und Langschwerter, Äxte und Hämmer. Je länger ihr einen Waffentyp einsetzt, desto geschickter und effektiver könnt ihr im Spielverlauf damit umgehen - Dungeon Siege lässt grüssen. Sobald ihr einen Gegner anklickt, erscheint ein Menü mit möglichen Kampfaktionen, die sich je nach Waffengattung unterscheiden. So gibt es beispielsweise schnelle, aber vergleichsweise schwache Attacken oder auch sehr starke, die dem Feind neben dem Trefferschaden noch bestimmte Zustände zufügen, etwa eine temporäre Blutung oder Schwächung.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 18 Dez 2005 @ 01:22
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