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Neverwinter Nights 2: Review

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Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Zumindest nie im Winter - so viel ist mal sicher, angesichts der aktuellen Version von Neverwinter Nights 2. Dort ist nämlich erst noch Frühling, und der wartet drauf, auf Sommer hochgepatcht zu werden.

Es hätte eine ganz heisse Sache werden können. Über vier Jahre hat es gedauert, bis das Erfolgsrollenspiel Neverwinter Nights mit der Fortsetzung den Hunger der Fans stillen sollte. Neverwinter Nights 2 ist endlich da! Yippie - und das auch noch rechtzeitig für kalte Herbstabende. Schön sieht es aus. Zwar nicht ganz so liebreizend wie die Schönheitskönigin Elder Scrolls: Oblivion, aber Neverwinter Nights 2 verfügt über einen ganz eigenen Charme. Auch in spielerischer Hinsicht: Mit dem beigelegten Construction-Tool sind Spieler in der Lage, auf Basis der D&D-Regeln (Version 3.5) ganz eigene Abenteuer zu entwerfen. In denen treten dann mehrere Rollenspieler gleichzeitig mit- und gegeneinander an. Einen Grund für die Deinstallation des Spiels nach dem Überstehen der Solokampagne gibt es also nicht. Die Community hat die Möglichkeit, weitere Inhalte zu erschaffen, und so Neverwinter Nights 2 am Leben zu erhalten. Das hat schon beim ersten Teil funktioniert und wird es beim Nachfolger sicher auch.

Die Sache mit dem Haken

Was aber, wenn ein Spiel zur Veröffentlichung wieder einmal mehr nicht ganz fertig wirkt? Was ist, wenn nur ein paar Tage nach dem Verkaufsstart schon wieder mehrere Patches verfügbar sind? Warum soll der Kunde schon wieder der Gelackmeierte sein? Damit das also nicht so bleibt, zumal GBase seinen Lesern sowieso einen konsequenten Test schuldig ist, fangen wir damit an, Spiele nur noch so zu testen, wie sie auch im Laden zu kaufen sind. Wir erinnern uns ungerne an die Probleme mit Gothic 3 - Fehler, von denen der Hersteller auch vor Veröffentlichung die meisten hätte in den Griff bekommen können. Sollten schwerwiegende Programmfehler zu einer deutlichen Abwertung des Spiels führen, werden wir ein Spiel auch mal mit einem späteren Patch nachtesten und beschreiben, was sich damit verändert. Zu einer neuen Bewertung führt das allerdings nicht.

Zunächst einmal aufatmen: Neverwinter Nights 2 ist längst nicht so fehlerbeladen wie Gothic 3. Wirklich schwerwiegende Programmfehler konnten wir in unserem Test nicht feststellen. Auch keine kaputten Spielstände oder Abstürze, worüber in anderen Tests bereits zu lesen war. Toi toi toi! Mängel sind im Detail zu finden. Und wie zu erwarten wird auch die Hardware unnötig strapaziert. Vor allem später im Spielverlauf, wenn beispielsweise die erste grössere Stadt Niewinter bereist wird. Dann geht das Geruckel nämlich los, obwohl vorher der Bildlauf noch halbwegs erträglich war. Unser Testsystem: Core 2 Duo E6600 (hochgetaktet auf 3,24 GHz), ASUS P5W DH, 2 GB RAM (etwas hochgetaktet), Nvidia 7900 GT (ebenfalls übertaktet). Moderne Ausstattung also. Und trotzdem: Teilweise ruckelte der Bildlauf im Spiel so stark, dass gezielte Bewegungen nur noch schwer möglich waren. Einige Male verreckten die Bewegungen fast vollständig mit einer Diashow als Resultat. Konsequenz: Neustart. Das ist nicht etwa auf unzureichende Hardware zurückzuführen, sondern auf eine mangelhafte Programmierung. Die Systemüberwachung zeigt: Unsere Core-2-Duo-CPU war im Schnitt zu 50% ausgelastet. Ab 55% durfte die CPU ihr Potenzial nicht weiter ausspielen. Auch der RAM-Speicher war nie völlig belastet.

Neverwinter Nights 2
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 17 Nov 2006 @ 07:30
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